Examensarbeit, 2006
72 Seiten, Note: 1,0
Didaktik für das Fach Englisch - Pädagogik, Sprachwissenschaft
0. EINLEITUNG
1. DIE ENTWICKLUNG DES FRÜHEN FREMDSPRACHENUNTERRICHT
2. FREMDSPRACHENDIDAKTIK IN DER GRUNDSCHULE
2.1 THEORETISCHE BEGRÜNDUNGEN DES FRÜHEN FREMDSPRACHENUNTERRICHTS
2.2 AUFGABEN UND ZIELE DES FRÜHEN FREMDSPRACHENBEGINNS
2.2.1 Aufbau von Selbstbewusstsein
2.2.2 Sprachbewusstheit
2.2.3 Kulturelle Bewusstheit und interkulturelle Kompetenz
2.3 STELLENWERT DER VIER SPRACHFERTIGKEITEN
2.3.1 Das Hörverstehen
2.3.2 Das Sprechen
2.3.3 Das Lesen und Schreiben
2.4 DIDAKTISCHE PRINZIPIEN
2.4.1 Ganzheitliches Lernen
2.4.2 Spielbetontes Lernen
2.4.2.1 Sprache und Bewegung
2.4.2.2 Lieder, Reime und Chants
2.4.2.3 Geschichten
2.4.3 Einsprachigkeit
2.4.5 fächerübergreifende Aspekt
3. SELBST- UND FREMDBEURTEILUNG IN DER GRUNDSCHULE
3.1 DER LEISTUNGSBEGRIFF IM FREMDSPRACHENUNTERRICHT DER GRUNDSCHULE
3.2. NEUE LERNKULTUR
3.2.1 Selbstständigkeit und Eigenverantwortung
3.2.2 Prozessorientierung
3.2.3 Lernen in komplexen Situationen
3.2.4 Demokratisierung der Lernorganisation
3.3 SELBSTBEURTEILUNG
3.3.1 Kompetenzen der Schüler
3.3.2 Die Lehrerrolle und Anforderung an den Grundschulunterricht
3.3.3 Kompetenzraster
3.3.3 Vorteile der Selbstbeurteilung
4. DAS PORTFOLIO FÜR DEN FREMDSPRACHENUNTERRICHT DER GRUNDSCHULE
4.1 Entstehung und Geschichte des Portfoliokonzepts
4.2 Abgrenzung des Sprachenportfolios zum allgemeinen Portfoio
4.2.1 Typen von Portfolios
4.2.2 Erstellung eines Portfolios und dessen Inhalte
4.2.3 Voraussetzungen für eine erfolgreiche Portfolioarbeit
4.2.4 Vorteile der Beurteilung mittels Portfolio
4.3 DAS KONZEPT DES FREMDSPRACHENPORTFOLIOS
4.3.1 Allgemeines
4.3.2 Bestandteile des ESP
4.3.3 Doppelfunktion
4.3.4 Zielsetzung beim Einsatz in der Grundschule
4.4 ANALYSE DER PORTFOLIOKONZEPTE DER LÄNDER HESSEN, MECKLENBURG-VORPOMMERN UND NIEDERSACHSEN
4.4.1 Vorstellung der Konzepte
4.4.1.1 Hessen
4.4.1.2 Mecklenburg-Vorpommern
4.4.1.3 Niedersachsen
4.4.2 Analyse der Konzepte
4.4.2.1 Hessen
4.4.2.2 Mecklenburg – Vorpommern
4.4.2.3 Niedersachsen
5. RESÜMEE UND AUSBLICK
Das Hauptziel dieser Arbeit ist es, die Eignung des Portfolios als Instrument zur Selbst- und Fremdbeurteilung im Fremdsprachenunterricht der Grundschule zu untersuchen. Im Fokus steht dabei die Forschungsfrage, wie das Sprachenportfolio dazu beitragen kann, den Lernprozess für Schüler transparenter zu gestalten, ihre Eigenverantwortung zu stärken und eine neue Lernkultur im Sinne einer lernerzentrierten Beurteilung zu etablieren.
3.2.1 Selbstständigkeit und Eigenverantwortung
Forderungen bezüglich des selbstständigen Lernens finden sich bereits im Rahmenplan für die Grundschule (1995).
„Es ist […] nicht Aufgabe der Grundschule (und auch nicht realisierbar), alle Lern- und Leistungsdifferenzen der Kinder auf ein einheitliches Niveau hin auszugleichen. Vielmehr soll Differenzierung zum einen die Erreichung grundlegender Lernziele für möglichst alle Kinder sichern (Fundamentum), zum andern soll sie der Entfaltung der individuellen Möglichkeiten, der Entwicklung individueller Lernziele sowie dem Aufbau von Selbstständigkeit und persönlichen Interessen dienen.“ (Rahmenplan 1995, 29)
Selbstständigkeit und Eigenverantwortung der Lernenden müssen sowohl gefordert als auch gefördert werden. Eigenverantwortlichkeit der Lernenden setzt allerdings methodisch-instrumentelles Lernen in ganz erheblichem Maß voraus. Wer nicht über hinreichend lernmethodische Sicherheit verfügt, wird immer in der die Rolle des passiv zu Belehrenden zurückfallen. Ein Begriff der in diesem Zusammenhang häufig genannt wird ist der des „Lernen Lernens“ (Weinert 2001). Einhergehend mit dieser Selbstständigkeit und Eigenverantwortung ist die Individualisierung des Lernens zu betrachten. Zentral für die Verwirklichung individuellen Lernens ist das Handeln der Lehrkräfte. Sie müssen mehr zu Lernmoderatoren und Impulsgebern werden und die Rolle der Informationsquelle und des Detailstreuers muss weitaus stärker zurücktreten. Die Lehrkraft muss sich im Hintergrund halten und als Begleiter der Lernenden auftreten. Für das Rollenverständnis der Lehrkräfte ist es wesentlich, dass sie Umwege des Lernens bewusst zulassen, auch wenn sie begrenzt werden müssen.
Es ist nachvollziehbar, dass die neue Lernkultur in einem Spannungsverhältnis zu der tradierten Leistungsbeurteilung steht. „Wenn in selbstständig vorangetriebenen Lernprozessen individuelle und persönlich bedeutsame Leistungen entstehen sollen, müssen diese auch der Bewertung durch die Schüler selbst zugänglich gemacht werden.“ (Winter 2004, 10). Es ist unmöglich, dass einerseits Selbstständigkeit und Eigenverantwortung gefordert werde und andererseits die Schüler von der Beurteilung ihrer Leistungen fast gänzlich ausgeschlossen werden.
0. EINLEITUNG: Darstellung der Notwendigkeit des Fremdsprachenunterrichts in der Grundschule und Einführung in das Portfolio als Instrument zur Unterstützung einer veränderten pädagogischen Praxis.
1. DIE ENTWICKLUNG DES FRÜHEN FREMDSPRACHENUNTERRICHT: Historischer Überblick über die Entwicklung und Einführung des Fremdsprachenunterrichts in der Grundschule in verschiedenen Ländern und der Bundesrepublik Deutschland.
2. FREMDSPRACHENDIDAKTIK IN DER GRUNDSCHULE: Erläuterung theoretischer Begründungen, Aufgaben, Ziele, Fertigkeiten sowie didaktischer Prinzipien wie Ganzheitlichkeit und Einsprachigkeit.
3. SELBST- UND FREMDBEURTEILUNG IN DER GRUNDSCHULE: Analyse des Leistungsbegriffs, der neuen Lernkultur sowie der Bedeutung von Selbstbeurteilung und Kompetenzrastern.
4. DAS PORTFOLIO FÜR DEN FREMDSPRACHENUNTERRICHT DER GRUNDSCHULE: Untersuchung des Portfoliokonzepts, seiner verschiedenen Typen sowie eine detaillierte Analyse der Konzepte der Länder Hessen, Mecklenburg-Vorpommern und Niedersachsen.
5. RESÜMEE UND AUSBLICK: Zusammenfassung der wesentlichen Erkenntnisse über die Portfolioarbeit und Reflexion über deren Chancen und Grenzen für den Grundschulunterricht.
Sprachenportfolio, Selbstbeurteilung, Fremdbeurteilung, Grundschule, Fremdsprachenunterricht, Lernerzentrierung, Sprachbewusstheit, Kompetenzraster, Leistungsbewertung, Lernkultur, Europäisches Sprachenportfolio, Eigenverantwortung, Interkulturelle Kompetenz
Die Arbeit befasst sich mit der Anwendung des Portfolios als Instrument für die Selbst- und Fremdbeurteilung im Fremdsprachenunterricht der Grundschule, eingebettet in das Konzept einer neuen Lernkultur.
Die Arbeit behandelt die Entwicklung des frühen Fremdsprachenunterrichts, die fachdidaktischen Grundlagen für die Grundschule, Konzepte der Leistungsbeurteilung und die spezifische Ausgestaltung des Sprachenportfolios in verschiedenen deutschen Bundesländern.
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie das Sprachenportfolio die Schüler zur Reflexion ihres eigenen Lernprozesses anregt, ihre Eigenverantwortung fördert und eine moderne, schülerzentrierte Leistungsbewertung unterstützt.
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse zu fachdidaktischen Grundlagen sowie einer vergleichenden Analyse von Portfoliokonzepten der Bundesländer Hessen, Mecklenburg-Vorpommern und Niedersachsen.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung des Fremdsprachenunterrichts, die Diskussion von Selbst- und Fremdbeurteilung im Kontext einer neuen Lernkultur sowie die detaillierte Vorstellung und kritische Analyse des Portfoliokonzepts für die Grundschule.
Zu den wichtigsten Begriffen zählen das Sprachenportfolio, Selbstbeurteilung, die Förderung der Lernerautonomie, Kompetenzorientierung und der Gemeinsame europäische Referenzrahmen.
Im Gegensatz zu Mecklenburg-Vorpommern und Niedersachsen enthält das hessische Portfolio neben Sprachenbiografie und Dossier auch einen expliziten Sprachenpass und ist stärker auf die Förderung der Sprachlernbewusstheit ausgerichtet.
Sie gilt als entscheidendes Element, um Schülern Einblicke in ihre Lernprozesse zu gewähren, ihre metakognitiven Fähigkeiten zu stärken und sie zu befähigen, ihre eigenen Stärken und Schwächen realistisch einzuschätzen.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

