Bachelorarbeit, 2006
62 Seiten, Note: 1,3
Die vorliegende Arbeit analysiert die potenzielle Militarisierung der Europäischen Union im Kontext des Vertrags über eine Verfassung für Europa. Ziel ist es, zu ergründen, ob die EU zu einer Großmacht mit militärischer Stärke heranwächst und welche Richtung diese Entwicklung nimmt. Die Analyse betrachtet dabei sowohl die historische Entwicklung der Europäischen Union als auch die konkreten Bestimmungen des Verfassungsentwurfs sowie deren potenzielle Folgen.
Die Arbeit beginnt mit einer Einführung und der Fragestellung, die sich mit der potenziellen Militarisierung der Europäischen Union beschäftigt. Kapitel 2 beleuchtet den Forschungsstand zu diesem Thema. Im Anschluss wird der historische Kontext sicherheitspolitischer Vereinbarungen in Europa mit einem Fokus auf die Entwicklung der GASP beleuchtet. Kapitel 4 analysiert den Vertrag über eine Verfassung für Europa im Detail, insbesondere die Artikel betreffend die Sicherheits- und Verteidigungspolitik. Anschließend werden die Organisation, Ausstattung und Einsatzfähigkeiten des Europäischen Militärs behandelt. Das Kapitel 6 widmet sich dem gescheiterten Ratifizierungsverfahren und seinen Folgen. Die Arbeit schließt mit einer Schlussbetrachtung, die diskutiert, ob die Verfassung einen Fortschritt in der europäischen Sicherheitspolitik oder eine Militarisierung der Union darstellt.
Die zentralen Schlüsselwörter und Fokusthemen dieser Arbeit sind die Europäische Union, die Gemeinsame Außen- und Sicherheitspolitik (GASP), die Europäische Sicherheits- und Verteidigungspolitik (ESVP), der Vertrag über eine Verfassung für Europa, Militarisierung, Verteidigungspolitik, Truppenkontingente, Ratifizierungsverfahren und Machtpolitik.
Die Arbeit untersucht, ob die EU durch die Gemeinsame Außen- und Sicherheitspolitik (GASP) ihre wirtschaftliche Macht um eine ernstzunehmende militärische Komponente ergänzt.
Er enthielt Bestimmungen zur Aufrüstungspflicht der Mitgliedstaaten und zur Schaffung eines supranationalen Amtes zur Überwachung der Rüstung.
Kritiker bemängeln, dass die Verfassung der EU ermöglicht hätte, auch ohne UN-Mandat weltweit zu intervenieren, beispielsweise zur Terror- oder Aufstandsbekämpfung.
Die Arbeit beleuchtet das Scheitern des Verfahrens und diskutiert die Folgen für die europäische Sicherheits- und Verteidigungspolitik (ESVP).
Die GASP bildet den allgemeinen Rahmen der Außenpolitik, während die ESVP (heute GSVP) speziell die verteidigungspolitischen Aspekte und Einsätze abdeckt.
Die Schlussbetrachtung wägt ab, ob die Entwicklungen einen sicherheitspolitischen Gewinn oder einen bedenklichen militaristischen Rückschritt darstellen.
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