Diplomarbeit, 2005
69 Seiten, Note: Sehr Gut
1 Einleitung
2 Was sind Hedgefonds?
2.1 Allgemeines
2.1.1 Alpha
2.1.2 Leverage
2.1.3 Short Selling
2.1.4 Gebührenstruktur
2.1.5 Mindestanlage
2.1.6 Liquidität
2.1.7 Kapazität
2.1.8 Regulierung
2.1.9 Domizilierung
2.2 Geschichte
2.3 Strategien
2.3.1 Equity Long-/Short
2.3.2 Global Macro
2.3.3 Event Driven
2.3.4 Relative Value
2.3.5 Managed Futures/CTAs
2.4 Ein Grund für eine Investition in Hedgefonds? Das Risiko/Rendite Diagramm
3 Einbringung in ein Portfolio von Kapitalsammelstellen
3.1 Allgemeine Auswahl
3.1.1 Quantitative Due Diligence
3.1.2 Qualitative Due Diligence
3.1.3 Portfoliokonstruktion und Risikomanagement
3.2 Banken
3.3 Versicherungen
3.4 Pensionskassen
4 Hedgefonds im Urteil von Investoren – eine Umfrage in Österreich
4.1 Methodik und Datengrundlage
4.2 Investition in Hedgefonds
4.3 Einstellung zu Hedgefonds
4.3.1 Vorteile
4.3.2 Nachteile
4.4 Due Diligence und Selektion von Hedgefonds
4.5 Risikoanalyse
5 Mythos oder echter Nachteil? Probleme und mögliche Lösungsansätze
5.1 Indexproblematik
5.2 Lösungsansatz zur Indexproblematik: Index-Indizes
5.3 Probleme bei der Messung eines Mehrwertes
5.3.1 Probleme bei der Messung des Risikos:
5.3.2 Probleme bei der Messung der Rendite
5.3.3 Empirische Untersuchungen
5.4 Lösungsansatz zum Added Value: agencytheoretischer Erklärungsansatz
5.5 Einzelanlage versus Fund of Funds
6 Aktuelles und Ausblick
6.1 Daten
6.2 Zukunft der Branche
7 Resümee
Die Arbeit untersucht die Eignung von Hedgefonds für die Asset Allocation von institutionellen Kapitalsammelstellen wie Banken, Versicherungen und Pensionskassen in Österreich. Dabei liegt der Fokus auf der Analyse der spezifischen Eigenschaften von Hedgefonds im Vergleich zu traditionellen Investments, den regulatorischen Rahmenbedingungen sowie den Erwartungen institutioneller Investoren, die mittels einer eigenen Umfrage ermittelt werden.
2.1.2 Leverage
Die Anwendung von Leverage bedeutet, dass man die Investitionen zum Teil mit geborgtem Geld finanziert, was eine Hebelwirkung zur Folge hat. Ziel dabei ist es, die (erwartete) Rendite einer Investition mittels Fremdkapital weiter zu steigern. Die negative Seite dabei ist, dass meist auch das Verlustpotential gesteigert wird. Die Hebelwirkung kann z.B. durch Anwendung von Derivatinstrumenten wie Optionen, Futures und Swaps oder durch Kreditaufnahme erreicht werden. Leverage wird vor allem bei Strategien, die nur geringe, risikoarme Rendite bringen, eingesetzt.
1 Einleitung: Die Arbeit erläutert die Ambivalenz der Berichterstattung über Hedgefonds und das Ziel, deren Rolle und Eignung für institutionelle Investoren in Österreich zu untersuchen.
2 Was sind Hedgefonds?: Dieses Kapitel definiert Hedgefonds, beschreibt deren historische Entwicklung, gängige Strategien sowie die theoretischen Grundlagen der Portfoliodiversifikation.
3 Einbringung in ein Portfolio von Kapitalsammelstellen: Hier wird der Auswahlprozess (Due Diligence) detailliert und die rechtliche Situation für Banken, Versicherungen und Pensionskassen in Österreich beleuchtet.
4 Hedgefonds im Urteil von Investoren – eine Umfrage in Österreich: Dieses Kapitel präsentiert die Ergebnisse einer empirischen Umfrage bei österreichischen Kapitalsammelstellen bezüglich ihrer Investitionspraxis, Einstellung und Risikoanalyse.
5 Mythos oder echter Nachteil? Probleme und mögliche Lösungsansätze: Eine kritische Auseinandersetzung mit der Indexproblematik, den Herausforderungen der Performancemessung (Schiefe/Kurtosis) und agencytheoretischen Aspekten.
6 Aktuelles und Ausblick: Analyse aktueller Performancedaten und Einschätzung der zukünftigen Entwicklung der Branche aus Sicht der befragten Investoren.
7 Resümee: Zusammenfassendes Fazit der Arbeit zur Bedeutung von Hedgefonds für die Asset Allocation und deren Ausblick in Österreich.
Hedgefonds, Asset Allocation, Kapitalsammelstellen, Österreich, Institutionelle Investoren, Alternative Investments, Due Diligence, Hedgefonds-Strategien, Leverage, Risikoanalyse, Absolute Return, Performancemessung, Portfoliodiversifikation, Umfrage, Moral Hazard.
Die Diplomarbeit analysiert den Einsatz von Hedgefonds zur Vermögensverwaltung bei institutionellen Anlegern, insbesondere Banken, Versicherungen und Pensionskassen in Österreich.
Die Arbeit behandelt die Charakteristika und Strategien von Hedgefonds, die Due Diligence bei der Fondsauswahl, die rechtlichen Rahmenbedingungen in Österreich sowie eine empirische Untersuchung der Investoreneinstellungen.
Das primäre Ziel ist es, zu zeigen, wie und warum institutionelle Investoren Hedgefonds in ihre Asset Allocation integrieren können und welche Herausforderungen (Risiken, Transparenz) dabei bestehen.
Neben einer umfassenden Literatur- und Theorieanalyse nutzt die Arbeit eine primäre empirische Datenerhebung mittels eines Fragebogens bei österreichischen Kapitalsammelstellen.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Einführung, den regulatorischen Kontext in Österreich, die Durchführung und Auswertung der Umfrage sowie eine tiefgehende Auseinandersetzung mit Messproblemen (Indizes und Rendite).
Zentrale Begriffe sind Asset Allocation, institutionelles Vermögen, Due Diligence, Risiko-Rendite-Profil und die spezifischen Probleme bei der Performancemessung wie Schiefe und Kurtosis.
Das Gesetz markiert einen Wendepunkt für den österreichischen Markt, da es den Vertrieb von österreichischen Dach-Hedgefonds ermöglichte und somit institutionellen Anlegern neue Möglichkeiten eröffnete.
Die Umfrage zeigte, dass trotz einer Präferenz für Dach-Hedgefonds, eine direkte Investition nach interner Due Diligence bei einem signifikanten Teil der Befragten als "beste Vorgangsweise" angesehen wird.
Die Mehrheit der befragten institutionellen Anleger blickt positiv oder neutral auf die Zukunft der Hedgefonds-Branche in Österreich.
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