Bachelorarbeit, 2006
54 Seiten, Note: 1,3
Die vorliegende Arbeit analysiert die Rolle des Fußballs im Nationalsozialismus und untersucht, wie die politische Ideologie des Regimes den Sport beeinflusste. Dabei stehen die instrumentalisierenden Maßnahmen der Nationalsozialisten und die Auswirkungen auf den deutschen Fußball im Mittelpunkt der Untersuchung.
Die Arbeit beginnt mit einer Untersuchung der Ursprünge und Entwicklung des Fußballs in Deutschland. Es wird die Entstehung des modernen Fußballs im England des 19. Jahrhunderts beleuchtet und der Aufstieg des Fußballs in Deutschland zum Massenphänomen beschrieben. Das Kapitel 3 beleuchtet den Aufstieg des Nationalsozialismus, den Einfluss des Ersten Weltkriegs und die Ideologie des NS-Regimes.
Im vierten Kapitel wird die Geschichte des Fußballs im Nationalsozialismus in zwei Phasen unterteilt. Die erste Phase von 1933 bis 1936 zeigt die Gleichschaltung des deutschen Fußballs durch die Nationalsozialisten und die ersten Maßnahmen zur Diskriminierung und Marginalisierung jüdischer Sportler. Die zweite Phase von 1937 bis 1945 beschreibt die weitere Durchsetzung der NS-Ideologie im Fußball und die letztliche Ausgrenzung jüdischer Sportler aus dem Sportleben. Das Kapitel beleuchtet außerdem die Entwicklung der Nationalmannschaft, die Vereine und die Spieler in dieser Zeit.
Die Arbeit beschäftigt sich mit Themen wie Fußball, Nationalsozialismus, Gleichschaltung, Antisemitismus, Sportpolitik, Sportgeschichte, jüdischer Sport, Nationalmannschaft, Vereine und Spieler im Dritten Reich.
Nach der Machtergreifung 1933 wurden alle Sportverbände, einschließlich des DFB, der nationalsozialistischen Ideologie unterstellt. Vereinsstrukturen wurden zentralisiert und der Sport für politische Zwecke instrumentalisiert.
Jüdische Sportler wurden systematisch aus Vereinen und Verbänden ausgeschlossen. Ihr Sportleben wurde marginalisiert und schließlich komplett zerschlagen, was Teil der allgemeinen antisemitischen Verfolgung war.
Die Nationalmannschaft diente als Aushängeschild für die angebliche Überlegenheit und Leistungsfähigkeit des NS-Staates. Siege wurden propagandistisch ausgeschlachtet, um das Ansehen des Regimes im In- und Ausland zu steigern.
Lange Zeit wurde geschwiegen. Erst 2005 veröffentlichte der DFB eine umfassende Studie ("Fußball unterm Hakenkreuz"), um die Rolle des Verbandes zwischen Sport, Politik und Kommerz im Dritten Reich aufzuarbeiten.
Fußball war bereits vor 1933 auf dem Weg zum Massensport. Die Nationalsozialisten nutzten diese Popularität, um durch Großveranstaltungen und die Einbindung in die NS-Kultur eine breite Identifikation mit dem Staat zu schaffen.
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