Diplomarbeit, 2005
60 Seiten, Note: 2,0
1. PROBLEMSTELLUNG
2. RISIKEN UND DEREN HANDHABUNG
2.1. RELEVANZ DES RISIKOMANAGEMENTS
2.2. RISIKOMANAGEMENTFORMEN UND -INSTRUMENTE
2.3. SELBSTVERSICHERUNG VERSUS RISIKOTRANSFER
3. CAPTIVES: RECHTLICHE FORMEN
3.1. SINGLE-PARENT CAPTIVES
3.2. MULTI-PARENT CAPTIVES
3.3. RENT-A-CAPTIVE UND PROTECTED CELL COMPANIES
4. GESETZLICHE REGULIERUNGSGRUNDLAGEN
4.1. BINDUNGSWIRKUNGEN UND FLEXIBILITÄT
4.1.1. CAPTIVE-STANDORTE
4.1.2. ORGANISATORISCHES ELEMENT
4.2 STEUERN UND FINANZIELLE AUSWIRKUNGEN
4.2.1. STEUERN UND RECHNUNGSLEGUNG
4.2.2. VORAUSSETZUNGEN UND EFFEKTE STEUERLICHER ABZUGSFÄHIGKEIT VON PRÄMIEN
4.3. ZUGANG ZUM RÜCKVERSICHERUNGSMARKT
4.3.1. GRÜNDE FÜR DIE RÜCKVERSICHERUNG
4.3.2. FORMEN DER RÜCKVERSICHERUNG
4.3.3. VERTRAGSGESTALTUNG
5. ZUSAMMENFASSENDE DISKUSSION DER MOTIVATION VON CAPTIVE-GRÜNDUNGEN
Die vorliegende Arbeit untersucht das regulatorische Umfeld von Captives, um zu analysieren, welche gesetzlichen Rahmenbedingungen die Motivation für die Gründung und Führung solcher firmeneigenen Versicherungsunternehmen maßgeblich beeinflussen.
3.1. Single-Parent Captives
Single-Parent Captive stellt die einfachste Form einer Captive-Formation dar. Die Muttergesellschaft, auch Sponsor genannt, übernimmt dabei die Gründungs- und Verwaltungskosten selbst. Unter anderem wird dabei sicher gestellt, dass das notwendige Kapitalisierungsniveau durch eine interne und externe Kapitalzufuhr, bilanzielle Größen sowie andere zahlreiche gesetzliche Anforderungen in Abhängigkeit vom Niederlassungsort erfüllt ist.
Grundsätzlich unterliegt dabei das Gründungsunternehmen der selben Basisbeziehung zu der Captive, wie es im Falle einer traditionellen Versicherung der Fall ist. Der Versicherte leistet demnach Prämien an die Captive, die im Gegenzug in einem Schadensfall für die entstandenen Verluste aufkommt. Das Besondere dieser Wechselbeziehung ist jedoch die Zugehörigkeit beider Parteien zu einer Konzernfamilie. Deshalb kann eine Captive sowohl durch eine Rückversicherung und externe Manager als auch durch firmeninternes Management geleitet werden.
Das aufgeführte Basisprinzip zwischen der Captive und dem Versicherten kann jedoch aufgrund lokaler gesetzlicher Gegebenheiten gegebenenfalls eine andere Gestalt annehmen. So kommt es an ausgewählten Standorten zu einem Versicherungsabschluss über die einheimischen Versicherungsträger, die so genannten „fronting insurer“. Gebührenpflichtig verbindet somit diese juristische Einheit den Sponsor mit der Captive auf der Transaktionsebene und trägt zu einem einheimischen Versicherungsschutz bei. Die Vermittlungsgebühren werden dabei proportional zu der Prämienhöhe bestimmt. De facto kann eine Captive in diesem Fall als ein Rückversicherungsunternehmen gesehen werden.
1. PROBLEMSTELLUNG: Einführung in das Phänomen der Selbstversicherung durch Captives und Definition der Forschungsabsicht hinsichtlich des regulatorischen Umfelds.
2. RISIKEN UND DEREN HANDHABUNG: Untersuchung der Notwendigkeit von Risikomanagement im Unternehmen sowie Vergleich zwischen traditionellem Risikotransfer und Selbstversicherung.
3. CAPTIVES: RECHTLICHE FORMEN: Erläuterung der verschiedenen Arten von Captive-Gesellschaften, darunter Single-Parent, Multi-Parent sowie Rent-a-Captive-Modelle.
4. GESETZLICHE REGULIERUNGSGRUNDLAGEN: Detaillierte Analyse regulatorischer Rahmenbedingungen, Steueraspekte, Rechnungslegungsstandards und des Zugangs zum Rückversicherungsmarkt.
5. ZUSAMMENFASSENDE DISKUSSION DER MOTIVATION VON CAPTIVE-GRÜNDUNGEN: Synthese der Erkenntnisse über die antreibenden Faktoren und das regulatorische Umfeld bei der Entscheidung für eine Captive.
Captive, Risikomanagement, Selbstversicherung, Regulierung, Rückversicherung, Fronting, Kapitalisierung, Steuern, Rechnungslegung, Risikotransfer, Konzernversicherung, Single-Parent, Multi-Parent, Risikopool, Solvenz
Die Arbeit befasst sich mit der Analyse des regulatorischen Umfelds von Captive-Versicherungsunternehmen und deren Bedeutung als Instrument des Risikomanagements.
Im Fokus stehen rechtliche Formen von Captives, regulatorische Standortanforderungen, steuerliche Behandlung, Bilanzierung sowie die Nutzung des Rückversicherungsmarktes.
Ziel ist es aufzuzeigen, wie legale Rahmenbedingungen und regulatorische Bindungen die Entscheidung für die Gründung und die Führung von Captives beeinflussen.
Es handelt sich um eine betriebswirtschaftliche Analyse, die auf einer umfassenden Literaturrecherche und der Auswertung regulatorischer Gegebenheiten internationaler Captive-Standorte basiert.
Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung von Risikomanagementstrategien, die Erörterung rechtlicher Captive-Formen und eine tiefgehende Analyse regulatorischer Grundlagen inklusive Steuer- und Rechnungslegungsfragen.
Die zentralen Charakteristika sind Captives, Risikomanagement, Regulatorik, Steuerersparnis, Rückversicherungszugang und Kapitalisierung.
Fronting dient als Dienstleistung lokaler Versicherer, um gesetzliche Anforderungen vor Ort zu erfüllen, wobei der Großteil des Risikos an die Captive rückversichert wird.
Der Standort bestimmt maßgeblich das regulatorische Korsett, die steuerlichen Vorteile, die Anforderungen an das Kapitalisierungsniveau und die Flexibilität der Investmentstrategie.
Es ist ein steuerrechtliches Konzept, das in den USA die Abzugsfähigkeit von Prämien an die eigene Captive kritisch hinterfragt, falls kein echtes Risikoshifting oder eine Diversifikation vorliegt.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

