Fachbuch, 2006
146 Seiten
1. Einführung.
1.1 Die neokonservative Doktrin.
1.2 Die Suche nach dem Ausweg.
2. Alltagsdenken und Alltagsbewusstsein in der Postmoderne.
2.1 Drei Grundfragen.
2.2 Die Informationslücke.
2.3 Der Denkwille.
2.4 Substanz, Form und Verhältnis.
2.5 Grundlagen unseres Alltagsdenkens.
2.6 Die Fesselung des Denkwillens.
3. Die menschheitliche Entwicklung des Denkwillens.
3.1 Die Verständigung zwischen den Generationen.
3.2 Das Ich als Illusion und als Wirklichkeit.
3.3 Das Bedenklichste aber ist, dass wir nicht denken.
3.4 Der Gang des Denkens.
3.4.1 Das Ereignis des Denkwillens.
3.4.2 Die Geschichte des Denkens.
3.4.3 Praktische Konsequenzen
4. Zur Entwicklung des Denkens in der individuellen Biographie.
4.1 Das biogenetische Grundgesetz.
4.2 Die Wirksamkeit und Wirklichkeit der geistigen Individualität.
4.3 Die Frage nach dem Denkwillen.
4.4 Das Wahrheitsgefühl.
4.5 Schönes Geborenwerden und schönes Sterben.
4.6 Denkwille und Selbstbewusstsein.
4.7 Entwicklungsphasen des Denkwillens.
5. Das Wesen des Denkens in Bezug auf ethische Fragen.
(Pränatale Diagnostik, Präimplantationsdiagnostik und Sterbehilfe)
5.1. Natur – und Geisteswissenschaft.
5.2 Von der Dreiheit des Seins.
5.3 Pränatale Diagnostiken, Präimplantationsdiagnostik.
5.4 Geburt und Tod.
6. Der entscheidende Schritt: Verlust des Denkens oder Durchbruch zu einem lebendigen Denken.
6.1 Absondern von und Wiederverbinden mit geistigen Realitäten.
6.2 Das Menschenverständnis des ethischen Individualismus.
6.3 Kein Konstrukt, Wirklichkeit.
6.4 Rhythmus, Ritual und Kultus.
Das Ziel der Arbeit ist es, den "entscheidenden Schritt" zur Überwindung der Entfremdung des modernen Menschen durch die Rückbesinnung auf den Denkwillen als gestaltende Kraft im Sinne des geistigen Individualismus aufzuzeigen. Dabei wird die Forschungsfrage verfolgt, wie ein aus der Dressur des materialistischen und relativistischen Alltagsdenkens befreiter Geist zu einer wirklichen Freiheit und zu ethischen Lösungen für die heutigen Lebensverhältnisse gelangen kann.
1.2 Die Suche nach dem Ausweg.
Was bleibt den Menschen anderes übrig, als sich irgendwie mit diesen Gegebenheiten abzufinden und sich, so gut es eben geht, darin zu orientieren und zu behaupten? Das Ziel, einen Weg aus den Zwängen des politischen und des wirtschaftlichen Lebens heraus zu finden, lebt unbewusst in den innersten Bedürfnissen unseres Gefühlslebens. Die Gefahr dabei besteht darin, dass man sich damit abfindet, auf zwei voneinander getrennte Wege zu geraten: Einerseits auf jenen der Zwänge des politischen und des beruflichen Lebens, andererseits auf jenen der Erfüllung der emotionalen Bedürfnisse. Der letztere führt meist in eine Flucht aus dem Alltag, in ein vermeintliches Freiheitserleben. Sei dies in Form von Ablenkung durch die Massenmedien, Partys und Eventveranstaltungen, sei dies durch Flucht in beliebte Reisedestinationen, Papstverehrungspartys oder gar pseudo-esoterische Praktiken.
Eine wichtige Rolle auf dem Weg in die pseudo-esoterische Flucht spielen heute die verschiedensten Angebote westlicher Veränderungen des Buddhismus und des überkommenen Schamanentums. Immer mehr Menschen, insbesondere auch solche mittlerer und höherer Kader, suchen ihre Rettung vor dem tödlichen Stress im chanting westlich veränderter buddhistischer Mantren, in denen man sich in den Ausweg des realitätsfernen positive thinking verabschiedet. Dadurch geschieht eine Trennung des ökonomischen vom individuellen Menschen und es droht dabei die Manipulation unserer Denkfähigkeit zugunsten der Ziele, die von staatlichen und wirtschaftlichen Denkfabriken zur Führung der Menschheit herausgegeben werden.
Dieses Buch soll nun eine Möglichkeit aufzeigen, wie innerhalb dieser unausweichlichen Prozesse ein Weg gefunden werden kann, sich den Tatsachen zu stellen, die den Menschen mehr und mehr von seiner wirklichen Natur entfremden und wie in Wechselwirkung mit den gesellschaftlichen Gegebenheiten eine Impulsierung zur Gesundung der Verhältnisse möglich ist. Es handelt sich dabei um einen Bewusstseinsschritt, der den Menschen von der vermeintlichen Freiheit seiner egoistischen Bestrebungen zu einer wirklichen und wahrhaften Freiheit des Menschseins führt, aus der heraus echte Lösungen für das gesellschaftliche und wirtschaftliche Leben gefunden werden können. Es ist der Schritt in die Wirklichkeit. Es ist der entscheidende, der zeit – Not – wendige Schritt.
1. Einführung: Das Kapitel thematisiert die durch den Konstruktivismus verursachte Verwirrung und die seelische Isolation des postmodernen Menschen durch einen vorherrschenden Subjektivismus.
2. Alltagsdenken und Alltagsbewusstsein in der Postmoderne: Hier werden die Mechanismen der Entfesselung von Willen, Vorstellen und Fühlen untersucht, die den Denkwillen als tatsächliche Instanz ignorieren.
3. Die menschheitliche Entwicklung des Denkwillens: Der Fokus liegt auf der geschichtlichen Entwicklung des Denkens, der Problematik der Generationenverständigung und dem Schicksal des Ich-Begriffs.
4. Zur Entwicklung des Denkens in der individuellen Biographie: Dieses Kapitel betrachtet die Analogie zwischen stammesgeschichtlicher Evolution und individueller Entwicklung, insbesondere im Kontext von Kindheit und Erziehung.
5. Das Wesen des Denkens in Bezug auf ethische Fragen: Es erfolgt eine geisteswissenschaftliche Beleuchtung pränataler Diagnostik, Präimplantationsdiagnostik und Sterbehilfe im Kontext der Menschwerdung.
6. Der entscheidende Schritt: Verlust des Denkens oder Durchbruch zu einem lebendigen Denken: Das Kapitel schließt mit einer Synthese, die Wege zur Erarbeitung von Verständnis, moralischer Intuition und der Überwindung von intellektualistischen Konstrukten aufzeigt.
Denkwille, Geist, Individualität, Konstruktivismus, Materie, Postmoderne, Erkenntnis, Ethik, Evolution, Philosophie, Freiheit, Bewusstsein, Leib, Inkarnation, Trinität.
Die Arbeit behandelt die Befreiung des menschlichen Denkwillens aus den Fesseln einseitiger, materialistischer Paradigmen und die Wiedererlangung einer lebendigen, erkenntnisbasierten Beziehung zur Wirklichkeit.
Die zentralen Felder umfassen Philosophie, Gehirnforschung, Pädagogik, Entwicklungsbiologie sowie ethische Grenzfragen der modernen Medizin.
Das primäre Ziel ist es, aufzuzeigen, wie ein durch Selbsterkenntnis und Denkanstrengung befreiter Mensch Lösungen für eine gesündere Gestaltung der persönlichen und gesellschaftlichen Lebensverhältnisse finden kann.
Der Autor nutzt einen geisteswissenschaftlichen Ansatz, der naturwissenschaftliche Erkenntnisse (wie die der Gehirnforschung oder Embryologie) aufgreift, jedoch deren rein materialistische Interpretation durch eine erkenntnistheoretische Perspektive erweitert.
Der Hauptteil erarbeitet die Entwicklung des Denkwillens sowohl in der Menschheitsgeschichte als auch in der individuellen Biographie und setzt dies in Beziehung zu existenziellen und ethischen Lebensfragen.
Zu den prägenden Begriffen gehören Denkwille, Geist, Individualität, Bewusstsein, Wirklichkeit, Inkarnation und ethischer Individualismus.
Der Autor argumentiert, dass der Konstruktivismus, der alles Wahrnehmbare nur als subjektives Konstrukt interpretiert, zu einem gefährlichen Relativismus und Egoismus führt, der den Menschen von der objektiven, geistigen Wirklichkeit entfremdet.
Die Gehirnforschung wird kritisch analysiert. Während der Autor ihre empirischen Resultate anerkennt, lehnt er ihre materialistische Interpretation ab, wonach der Geist lediglich ein Produkt neuronaler Verschaltungen sei.
Heinrich von Kleists Marionettentheater dient als Lehrstück über das Verhältnis von Bewusstsein, Instinkt und Grazie, um zu verdeutlichen, wie der Mensch nach der "Durchquerung des Unendlichen" eine höhere Form der Anmut und Wahrhaftigkeit durch Erkenntnis erreichen kann.
Gegenüber einer diskriminierenden Eugenetik definiert der Autor Eugenie als die Aufgabe, das vorgeburtliche geistige Wesen des Kindes mit Liebe und Verständnis zu begleiten und ihm die Bedingungen für ein selbstbestimmtes Geborenwerden zu bereiten.
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