Forschungsarbeit, 2004
21 Seiten, Note: 1,0
Medien / Kommunikation - Medien und Politik, Pol. Kommunikation
1. Einleitung: Der Feind als Stereotyp
1.1 Definition des Stereotypen-Begriffes
1.2 Grundlagen der Stereotypenforschung
2. Untersuchungsgegenstand: Feindbilder
2.1 Definition des Feindbild-Begriffes
2.2 Zum aktuellen Stand der Feindbildforschung
3. Archetypen des Feindes
3.1 Der Feind als Fremder
3.2 Der Feind als Angreifer
3.3 Der gesichtslose Feind
3.4 Der Feind als Feind Gottes
3.5 Der Feind als Barbar
3.6 Der Feind als gieriger Expansionist
3.7 Resümee der Archentypenlehre
4. Ausblick: Das Feindbild Islam
Die Arbeit untersucht den theoretischen Bezugsrahmen von Feindbildern im Kontext des Irak-Krieges 2003, um zu analysieren, wie journalistische Bildproduktion und mediale Stereotypisierung zur Dämonisierung des Gegners beitragen und politische Interessen legitimieren.
3.3 Der gesichtslose Feind
Um die natürliche Tötungshemmung im Menschen auszuschalten, muss der Feind den man ausrotten will zuvor entmenschlicht werden, was im Prinzip die Hauptfunktion der Feindbild-Propaganda darstellt. Durch die Schaffung und Verhärtung enthumanisierter Stereotype erscheint der Feind anonym und gesichtslos.
„Der Zweck der Propaganda ist, das Denken zu lähmen, sorgfältige Unterscheidungen zu verhindern und Individuen darauf zu konditionieren, sich als Masse zu verhalten.“
„Die Kunst der Propaganda besteht darin, ein Bild zu erzeugen, das die Vorstellung dessen verkörpert, was wir zerstören möchten (…)“
Abbildungen die Assoziationen zu diesem Archetyp wecken sollen zeigen den Feind beispielsweise als namenlose, unheimliche, vereinnahmende Masse.
Die derzeitige weltpolitische Lage betreffend besteht Medienanalysen zufolge ein eindeutiger Trend, politische Konflikte zu personalisieren und somit Hassgefühle auf das durch eine Person verkörperte Feindbild zu konzentrieren. Die PR-Strategien mittels derer Kriegsbefürworter in repräsentativen Demokratien versuchen die Öffentlichkeit von der Notwendigkeit eines Einsatzes zu überzeugen tendieren dazu, dem Bösen ein möglichst konkretes Gesicht zu geben.
1. Einleitung: Der Feind als Stereotyp: Einführung in die Grundlagen der Stereotypenforschung und Definition der zugrunde liegenden kognitiven Prozesse.
2. Untersuchungsgegenstand: Feindbilder: Theoretische Abgrenzung und Definition des Feindbild-Begriffes aus sozialpsychologischer und kommunikationswissenschaftlicher Sicht.
3. Archetypen des Feindes: Analyse spezifischer, wiederkehrender Feindbild-Muster wie des Barbaren, des Fremden oder des gottlosen Feindes.
4. Ausblick: Das Feindbild Islam: Anwendung der theoretischen Erkenntnisse auf den aktuellen medialen Diskurs bezüglich des Islam und des Irak-Krieges.
Feindbild, Stereotyp, Stereotypisierung, Kriegsberichterstattung, Propaganda, Medienanalyse, Sozialpsychologie, Archetypen, Irak-Krieg, Islam-Feindbild, Entmenschlichung, Wahrnehmungsverzerrung, Identität, politische Kommunikation, Manipulation.
Die Arbeit analysiert die theoretischen Grundlagen und psychologischen Mechanismen, die zur Entstehung und Verbreitung von Feindbildern in der journalistischen Kriegsberichterstattung führen.
Die zentralen Felder umfassen Stereotypenforschung, die Ikonographie politischer Propaganda, die Rolle von Medien bei der Legitimierung von Herrschaftsansprüchen sowie die Darstellung von Feinden in der Medienberichterstattung.
Ziel ist es, den Feindbild-Begriff theoretisch zu fassen und die in der Medienberichterstattung über den Irak-Krieg 2003 verwendeten Bildstrategien zu hinterfragen.
Die Autorin stützt sich primär auf sozialpsychologische Ansätze, Erkenntnisse der Kommunikationswissenschaft, Politikwissenschaft sowie auf die Archetypenlehre von C.G. Jung.
Der Hauptteil gliedert sich in die Definition von Stereotypen, die Analyse des Feindbild-Begriffs und eine detaillierte Ausarbeitung verschiedener Feindbild-Archetypen, wie etwa den Feind als Fremden, Barbaren oder gottlosen Feind.
Die zentralen Begriffe sind Feindbild, Stereotypisierung, Kriegsberichterstattung, Propaganda und Medienmanipulation.
Dieser Archetyp wird diskutiert, um zu zeigen, wie Medien durch Entmenschlichung die natürliche Tötungshemmung bei Menschen ausschalten und den Gegner zur anonymen Masse degradieren.
Die Ereignisse fungieren als aktuelles Fallbeispiel, an dem untersucht wird, wie durch emotionale Aufladung und die Konstruktion des "Schurkenstaates" politische Interventionen in der Öffentlichkeit legitimiert werden.
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