Examensarbeit, 2005
114 Seiten, Note: 1.0
1 Einleitung
2 Kulturgut ´Lesen`
2.1 Rolle des Lesens in der Gesellschaft
2.2 Aktuelle Situation in Deutschland
3 Lesebarrieren
3.1 Sprachprobleme
3.2 Fehlende Lesevorbilder
3.3 Angeborene Leseschwächen
3.4 Sonstige Gründe
4 Lesesozialisationsinstanzen
4.1 Familie
4.2 Schule
5 Lesekompetenz
6 Lesediagnostik
6.1 Notwendigkeit der Lesediagnostik
6.2 Schulübergreifende Lesediagnosetests
6.2.1 PISA-Studie - Kurzbeschreibung und Ergebnisse
6.2.2 IGLU-Studie - Kurzbeschreibung und Ergebnisse
6.2.3 Kritische Betrachtung
6.3 Schulinterne Lesediagnosemöglichkeiten/-tests
6.3.1 Würzburger Leise Leseprobe
6.3.2 Hamburger Leseprobe
6.3.3 Transkribierung
6.3.4 Hamburger Lesetest für 3. und 4. Klassen
6.3.5 Kritische Würdigung
6.4 Schwierigkeiten der Lesediagnostik bei Fünftklässlern
7 Leseförderung
7.1 Leseförderung gemäß schulischer Rahmenrichtlinien
7.2 Notwendigkeit der Leseförderung
7.3 Schwierigkeiten der Leseförderung
7.3.1 Schule (allgemein)
7.3.2 Fünftklässler
7.4 Umsetzung in der Schule
7.4.1 Beispielhafte Förderkonzepte
7.4.2 Lern- und Lesestrategien
7.4.3 Leseunterstützende Schulkultur
7.4.4 Leseevents
7.5 Engagement außerschulischer Einrichtungen
7.6 Exkurs: Leseförderung in anderen Ländern
8 Praxisbezug: Lesediagnostik und -förderung von Fünftklässlern
8.1 Charakteristika der Schule
8.2 Lesediagnostik I
8.2.1 Auswahl eines Lesediagnosetests
8.2.2 Durchführung des Lesediagnosetests
8.2.3 Ergebnisse des Lesediagnosetests
8.2.3.1 Jahrgang
8.2.3.2 Klasse 5a und Klasse 5h
8.2.3.3 Förderschüler
8.2.4 Kriterien für die Auswahl der Förderschüler
8.2.4.1 Lesediagnosetest
8.2.4.2 Lehrereinschätzung
8.2.4.3 Leseprobe
8.3 Leseförderung
8.3.1 Kurzbeschreibung der Förderschüler
8.3.2 Förderkonzept
8.3.3 Dokumentation des Förderprozesses
8.3.3.1 Leseverständnis
8.3.3.2 Lesegenauigkeit und Lesegeschwindigkeit
8.3.3.3 Lesefreude und -motivation
8.3.3.4 Leseinteresse
8.4 Lesediagnostik II
8.4.1 Begründung des zweiten Lesediagnosetests
8.4.2 Durchführung des zweiten Lesediagnosetests
8.4.3 Ergebnisvergleich Lesediagnosetest I und II
8.5 Reflexion der eigenen Fördererfahrungen
9 Ausblick und Resümee
Die Arbeit untersucht die Relevanz und Umsetzung von Lesediagnostik und Leseförderung bei Fünftklässlern. Dabei wird der Frage nachgegangen, wie Lesekompetenz festgestellt und gezielt gefördert werden kann, um langfristige Bildungschancen zu sichern.
2.1 Rolle des Lesens in der Gesellschaft
Lesen hatte, hat und wird immer eine zentrale Rolle in der Gesellschaft spielen. Es ist die „Basisqualifikation für die schulische Ausbildung und das Erwachsenenleben“ (Pieper 2005, S. 5). So gut wie alle Informationen, sowohl im Schul-, Berufs- als auch im Alltagsleben, verschaffen wir uns lesend. Auch wenn viele Mitteilungen heutzutage via Fernsehen oder Radio transferiert werden, können wesentliche Zusatzinformationen nur durch Lesen erlangt werden. Es ermöglicht uns, diverse Dinge viel intensiver, detaillierter und kritischer wahrzunehmen und zu beleuchten. Diese und auch andere Vorzüge des Lesens können durch keine anderen Medien so vermittelt werden.
Konzentration, Ausdauer, Imaginationsfähigkeit und Empathie werden durch Selbst- oder Vorlesen geschult (vgl. Elsholz/Lipowsky 2002, S. 10-11). Insbesondere für Jungen ist Einfühlungsvermögen wichtig (vgl. Kreibich/Mähler 2003, S. 27). „Wissenschaftler haben hinreichend belegt, wie schwer es Jungen aufgrund ihrer genetischen Ausstattung fällt, sich in andere einzufühlen. […] Ob in der Erwachsenen- oder Kinderliteratur: Es gibt keine mitreißenderen, verständlicheren Darstellungen von Gefühlen als im Buch.“ (Ebd., S. 27) Der Leser kann Distanz gewinnen: zu sich selbst, zu seinen Problemen. In Büchern findet er sowohl Spannung, Leid, Tipps, große Ereignisse als auch Alltagsprobleme wieder. Er kann sich mit den dargestellten Personen identifizieren.
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Notwendigkeit der Leseförderung in der fünften Jahrgangsstufe und skizziert das methodische Vorgehen der Arbeit.
2 Kulturgut ´Lesen`: Dieses Kapitel betrachtet die historische Entwicklung des Lesens als Bildungs- und Kulturgut und dessen Rolle in der modernen Gesellschaft.
3 Lesebarrieren: Hier werden verschiedene Hindernisse identifiziert, die den Zugang zum Lesen erschweren, darunter Sprachprobleme und fehlende Vorbilder.
4 Lesesozialisationsinstanzen: Die Bedeutung von Familie und Schule als prägende Instanzen für das Leseinteresse von Kindern wird analysiert.
5 Lesekompetenz: Dieses Kapitel definiert den Begriff der Lesekompetenz in Anlehnung an internationale Schulleistungsstudien.
6 Lesediagnostik: Es werden gängige Testverfahren zur Diagnose von Leseschwächen vorgestellt und kritisch gewürdigt.
7 Leseförderung: Das Kapitel behandelt theoretische Grundlagen, Strategien und schulische sowie außerschulische Konzepte zur Leseförderung.
8 Praxisbezug: Lesediagnostik und -förderung von Fünftklässlern: Dieser Teil dokumentiert das eigene Förderprojekt der Autorin an einer Integrierten Gesamtschule, inklusive Diagnose, Interventionskonzept und Ergebnissen.
9 Ausblick und Resümee: Die Arbeit schließt mit einer kritischen Reflexion der Projekterfahrungen und Forderungen zur Verbesserung der Leseförderung im Bildungssystem.
Lesekompetenz, Lesediagnostik, Leseförderung, Fünftklässler, Schulleistungsstudien, PISA, IGLU, Lesebarrieren, Lesesozialisation, Lesemotivation, Lesestrategien, Bildungsförderung, Lesedidaktik, Gesamtschule, Leseinteresse.
Die Arbeit befasst sich mit der Bedeutung der Lesediagnostik und -förderung für Fünftklässler, um Defizite in der Lesekompetenz zu erkennen und durch gezielte Maßnahmen auszugleichen.
Zu den Kernbereichen gehören die gesellschaftliche Rolle des Lesens, Barrieren beim Lesen, die Bedeutung von Familie und Schule als Sozialisationsinstanzen sowie der konkrete Praxisbezug durch Diagnosetests und Förderkonzepte.
Das Ziel ist es, Möglichkeiten der Diagnose und Förderung bei Fünftklässlern aufzuzeigen und zu evaluieren, inwieweit diese die Lesekompetenz und das Leseinteresse nachhaltig steigern können.
Die Autorin kombiniert eine theoretische Literaturanalyse mit einer empirischen Praxisstudie, bei der sie Diagnosetests (HAMLET 3-4) und Fördermaßnahmen in Kleingruppen an einer Gesamtschule durchführt.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische fundierte Auseinandersetzung mit Diagnose- und Förderkonzepten und eine detaillierte Dokumentation und Reflexion eines eigenen Praxiseinsatzes.
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Lesekompetenz, Lesediagnostik, Leseförderung, Fünftklässler und Lesemotivation charakterisieren.
Die Autorin bewertet den HAMLET 3-4 als ein gut geeignetes Instrument zur Erfassung der Lesefähigkeit und -geschwindigkeit, betont jedoch, dass Ergebnisse stets durch Beobachtungen und weitere Leseproben ergänzt werden sollten.
Die Arbeit hebt hervor, dass Lesemotivation eine zentrale Stellung einnimmt und dass rein technisches Training bei Fünftklässlern oft hinter einer spielerischen und freudbetonten Herangehensweise zurücksteht.
Sie beurteilt das Engagement der Lehrer differenziert: Während sie auf hilfreiche Unterstützung stößt, konstatiert sie bei anderen Lehrkräften ein Desinteresse an Diagnoseergebnissen und der Förderarbeit.
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