Wissenschaftlicher Aufsatz, 2006
16 Seiten
Dieser Beitrag beleuchtet die Popularität Vladimir Putins in seiner zweiten Amtszeit und analysiert die Faktoren, die zu seiner hohen Beliebtheit beitragen. Es wird untersucht, wie Putins Image in der russischen Gesellschaft vermittelt wird und welche Aspekte seinen Persönlichkeitskult prägen.
Der Beitrag beginnt mit einer Analyse des Persönlichkeitskults, der sich um Vladimir Putin aufgebaut hat. Die pompöse Amtseinführungszeremonie und die rasante Vermehrung von Biographien und Büchern über Putin in den russischen Buchhandlungen werden als Beispiele für den Versuch gewertet, eine sowjetische Tradition der Propaganda zu restaurieren. Der Autor argumentiert, dass die Autoren dieser Veröffentlichungen von der Staatsnähe profitierten und den Wiederbelebungsprozess der Propaganda nach sowjetischen Mustern erkannten.
Im zweiten Kapitel wird die gelenkte Medienpolitik Putins beleuchtet. Die Wiederbelebung der Propagandatradition wird durch die Präsenz ehemaliger KGB-Mitarbeiter in Putins Umgebung und die Ausbildung eines Großteils der russischen Journalisten in der Sowjetunion erklärt. Die Doktrin zur Informationssicherheit, die seit 2000 als Programm für die Medienpolitik dient, wird als ein Mittel zur Stärkung der staatlichen Medien und ihrer Abhängigkeit von der Regierung dargestellt.
Das dritte Kapitel analysiert die Rhetorik und den Stil Putins. Der Autor beschreibt Putins häufiges Erscheinen in den russischen Nachrichten und untersucht seinen rationalen, nüchternen und schlichten Sprachstil. Die Rolle der „geflügelten Worte“ in Putins Rhetorik wird diskutiert und mit einem spezifischen Argumentationsmuster in Verbindung gebracht, das sich in seinen Reden wiederfindet.
Die zentralen Schlüsselwörter und Themen des Textes sind der Persönlichkeitskult, die gelenkte Medienpolitik, die Rhetorik und der Stil Vladimir Putins, die staatliche Propaganda, die Informationssicherheit und der „einheitliche Informationsraum“ sowie die russische Gesellschaft und ihre Wahrnehmung des Präsidenten.
Die Popularität gründet sich laut Analyse nicht nur auf dem Wunsch nach einer "starken Hand", sondern auf einer gezielten Image-Konstruktion und politischer Strategie.
Gelenkte Medien und staatliche Propaganda nutzen sowjetische Traditionen, um ein positives Bild des Präsidenten im "einheitlichen Informationsraum" zu festigen.
Sein Stil gilt als rational, nüchtern und schlicht, ergänzt durch prägnante "geflügelte Worte", die bei der Bevölkerung gut ankommen.
Sie dient seit 2000 als Programm zur Stärkung staatlicher Medien und zur Kontrolle des Informationsflusses im Sinne der Regierung.
Ja, die Arbeit beschreibt Aspekte wie pompöse Zeremonien und die massenhafte Verbreitung von Biographien als Teil eines modernen Persönlichkeitskults.
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