Examensarbeit, 2005
81 Seiten, Note: 2,3
1. Ziel- und Problemstellung
1.1 Einleitung und Konzeption
1.2 Projektorientierter Unterricht
1.3 Grundlagen der Wahrnehmung
1.3.1 Neurophysiologische Grundlagen
1.4 Bezug zur Lerngruppe
2 Planungsphase
2.1 Bezug zum Rahmenplan
2.2 Ziele der Unterrichtseinheit
2.3 Lernvoraussetzungen hinsichtlich der Durchführung des Vorhabens
2.4 Sachanalyse
2.5 Übergreifende didaktisch – methodische Schwerpunkte
2.6 Gliederung des Vorhabens in Unterrichtssequenzen
2.7 Darstellung ausgewählter Stunden
2.7.1 Die Einführungsstunde „Hurra, der Frühling ist da!“
2.7.1.1 Lehr- und Lernziele
2.7.1.2 Didaktisch – methodische Analyse
2.7.1.3 Verlaufsplanung
2.7.2 Erarbeitungsstunde „Blumen im Frühling – Die Tulpe“ (Doppelstunde
2.7.2.1 Lehr- und Lernziele
2.7.2.2 Didaktisch – methodische Analyse
2.7.2.3 Verlaufsplanung
3 Ergebnisse der Unterrichtseinheit
3.1 Beurteilung des durchgeführten Vorhabens
3.2 Darstellung und Beurteilung der maßgeblichen Abschnitte
3.2.1 Einführungsstunde
3.2.2 Naturforscher
3.3 Zusammenfassende Einschätzung
4 Auswertung und Diskussion
4.1 Überprüfung der Hypothesen
4.2 Ausblick
Diese Arbeit untersucht, inwieweit projektorientierter Unterricht genutzt werden kann, um das Wahrnehmungspotential von Schülern mit dem Förderschwerpunkt Lernen im Rahmen eines Frühlingsprojekts ganzheitlich zu fördern und durch die Verlagerung des Lernortes in die Natur das Selbstvertrauen sowie die Handlungskompetenz zu stärken.
1.1 Einleitung und Konzeption
-Entwicklung beginnt mit Bewegung-
Kinder wollen selbst tätig sein, wollen handeln und die Ergebnisse ihrer Handlung sehen, sie wollen etwas bewirken. Kinder sind neugierig und ständig auf der Suche nach Ursachen und Zusammenhängen. Renate ZIMMER nennt es „Erfahrungen […] aus erster Hand erwerben, im eigenen Tun und nicht durch Belehrung von außen.“ Aber Kinder sind anders geworden. Durch gesellschaftlichen Wandel und zunehmende Industrialisierung gehen unter anderem traditionelle Spielkulturen mit viel Bewegung zunehmend verloren und verlagern sich in eintönige Umgebungen oder in die Wohnräume. Die unmittelbaren körperlich – sinnlichen Erfahrungsmöglichkeiten verlieren sich in immer mehr eingeschränkten Bewegungsräumen. Kinder stehen vor „fertigen“ Materialien und verlieren die Erfahrung eigener Aktivität. GUDJONS spricht in diesem Zusammenhang von „Erfahrungen aus zweiter Hand“. Kinder, die kaum noch eine Chance haben, eine gute Beziehung zu ihrem Körper und zur Umwelt aufzubauen, sind in ihrer Selbst- und Wirklichkeitserfahrung gefährdet. Die Auswirkungen sind in allen Lebensbereichen erkennbar, ganz besonders jedoch im direkten Umfeld - wie Familie und Schule.
Im Rahmen meiner Arbeit interessiert mich besonders, inwieweit es gelingen kann, während eines Frühlingsprojektes das Wahrnehmungspotential der Kinder zu entfalten bzw. zu fördern. Durch das Verlagern des Lernortes größtenteils in die Natur sollen alle Wahrnehmungsbereiche der Schüler angesprochen werden. Sie sollen wieder lernen, welche Geräusche die Natur bereithält, wie sich Natur anfühlt, ob man sie riechen oder schmecken, sie sehen kann, usw. In dieser Projektwoche möchte ich bei den Schülern ein Verständnis dafür entwickeln, wie reichhaltig der Frühling für die Menschen sein kann, woran man ihn erkennt, welche Aktivitäten nun stattfinden können. Alle Sinnesorgane brauchen Anregung. Werden sie einseitig gefordert, besteht die Gefahr der Verkümmerung der Funktionsfähigkeit. Die Förderung des auditiven, visuellen, vestibulären, taktilen, olfaktorischen und gustatorischen Wahrnehmungsbereiches liegt mir ebenso am Herzen wie die soziale Wahrnehmung.
1. Ziel- und Problemstellung: Dieses Kapitel erläutert die Konzeption der Wahrnehmungsförderung im Kontext des projektorientierten Unterrichts für lernbeeinträchtigte Kinder und definiert die Forschungsfragen und Hypothesen.
2 Planungsphase: Hier wird der theoretische Bezug zum Rahmenplan hergestellt, die Lernziele der Unterrichtseinheit definiert sowie der methodische Ablauf des Vorhabens, einschließlich der Verlaufspläne, detailliert dargestellt.
3 Ergebnisse der Unterrichtseinheit: Dieses Kapitel liefert eine qualitative Beurteilung der durchgeführten Projektphasen, inklusive der Beobachtungen zur individuellen Entwicklung der Schüler und der erreichten Lernfortschritte.
4 Auswertung und Diskussion: Hier findet die abschließende Überprüfung der eingangs aufgestellten Hypothesen statt und es wird ein Ausblick auf die Weiterführung und Übertragbarkeit der gewonnenen Erkenntnisse gegeben.
Wahrnehmungsförderung, Projektorientierter Unterricht, Förderschwerpunkt Lernen, Frühling, Naturforscher, Sensorische Integration, Wahrnehmung, Bewegungsförderung, Frühblüher, Selbstkonzept, Handlungskompetenz, Grundwahrnehmungsbereiche, Sozialverhalten, Lernbeeinträchtigung, Unterrichtsgestaltung.
Die Arbeit thematisiert die Förderung der Wahrnehmung bei lernbeeinträchtigten Kindern der 2. Klasse eines sonderpädagogischen Förderzentrums durch ein projektorientiertes Frühlingsprojekt.
Die zentralen Themen sind die sensorische Integration, der Zusammenhang von Wahrnehmung und Bewegung sowie die Umsetzung projektorientierten Lernens in einem realen Unterrichtskontext.
Das primäre Ziel ist es, herauszufinden, ob und inwieweit das Wahrnehmungspotential durch ein Frühlingsprojekt in der Natur entfaltet und gefördert werden kann, um Lernschwierigkeiten zu begegnen.
Die Arbeit basiert auf einem projektorientierten Unterrichtsansatz, bei dem die Kinder als "Naturforscher" aktiv handlungsorientierte Lernerfahrungen sammeln und diese dokumentieren.
Der Hauptteil befasst sich mit den theoretischen Grundlagen der Wahrnehmungsentwicklung, der detaillierten Planung und Durchführung der Unterrichtseinheiten sowie der anschließenden Auswertung der Ergebnisse.
Die wichtigsten Schlüsselwörter umfassen Wahrnehmungsförderung, Projektunterricht, Naturerkundung, Selbstvertrauen, Handlungskompetenz und sensorische Integration.
Der Lernort Natur bietet eine Vielzahl an unmittelbaren, körperlich-sinnlichen Erfahrungsmöglichkeiten, die in einem normalen Klassenraum oft eingeschränkt sind und somit die Wahrnehmungsbereiche effektiver ansprechen.
Die Forschermappe dient als zentrales Ergebnisdokument, in dem jeder Schüler seine Forschungsergebnisse festhält, was die Eigenverantwortung und den Stolz auf die eigene Arbeit fördert.
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