Examensarbeit, 2005
43 Seiten, Note: 2
Didaktik für das Fach Deutsch - Pädagogik, Sprachwissenschaft
1. Angaben zur Einheit
1.1 Bezug zum Rahmenplan
1.2 Lehr- und Lernziele
1.2.1 Grobziele
1.2.2 Feinziele
2. Sachanalyse
3. Bedingungsanalyse
3.1. Beschreibung der Lerngruppe
3.2. Lernvoraussetzungen im Fach Deutsch
3.3. Individuelle Lernvoraussetzungen hinsichtlich der Stunde
3.4. Sitzpläne
5. Verlaufsplanung
6. Didaktisch – methodische Analyse
7. Anhang
Das Hauptziel der Arbeit besteht in der Förderung der Lesekompetenz von Schülern mit Lernbeeinträchtigungen durch eine methodisch strukturierte, motivierende Unterrichtseinheit zum Thema "Winter", wobei die Forschungsfrage darauf fokussiert, wie durch individuelle sprachheilpädagogische Einflussnahme und schülerorientierte Materialien die sprachliche Ausdrucksfähigkeit und Sinnentnahme verbessert werden können.
Zur Entwicklung des Lesen und Schreibenlernens
Der erfolgreiche Schriftspracherwerb ist nach GROHNFELDT in „einem universellen Entwicklungsplan sensorischer, motorischer, kognitiver, emotionaler und sozial kommunikativer Funktionsbereiche eingeordnet, die sich in ihrer Wirkungsweise gegenseitig beeinflussen“. Schüler mit Lernbeeinträchtigungen weisen in diesen Bereichen häufig Defizite auf, die sich auch auf den Erwerb der Schriftsprache auswirken.
Die Vertreter des Stufenmodells der Schriftsprachentwicklung (z.B. GANSER) bringen zum Ausdruck, dass besT.mte Schwierigkeiten beim Lesen und Schreibenlernen normal seien und von allen Kindern bewältigt werden müssen. Der Unterschied liegt dabei nur in der Zeitspanne, die sie für das Bewältigen dieser Schwierigkeiten benötigen. Der Schriftspracherwerb wird nicht als Summe von Teilleistungen angesehen, sondern als ein kognitiver Prozess, indem Kinder aktiv aus eigener Motivation die Schriftsprache wahrnehmen lernen und ihr dadurch eine Bedeutung beimessen. Ihrer Meinung nach entwickeln sich die zum Lesen und Schreiben notwendigen Wahrnehmungsleistungen aufgrund der Bedeutungszuschreibung dann „von alleine“. Verschiedene Stufenmodelle gehen von einer festgelegten, irreversiblen Stufenfolge aus.
Das Erlernen der Schriftsprache verläuft bei jedem Kind individuell. Dennoch sind Gemeinsamkeiten beobachtbar, die Schritte und Regeln auf dem Weg zum Lesen- und Schreibenlernen aufzeigen. Stufenmodelle, die die Entwicklung kindlicher Lese- und Schreibstrategien in den Vordergrund stellen, bieten die „[…]Möglichkeit, Schritte des Kindes beim Aneignungsprozess zu beobachten, das Können detaillierter zu erkennen und zu reflektieren und diese Erkenntnisse förderdiagnostisch zu berücksichtigen.“
1. Angaben zur Einheit: Dieses Kapitel erläutert die curricularen Grundlagen und die spezifischen Lehr- und Lernziele für den Deutschunterricht in einer Förderschule.
2. Sachanalyse: Hier werden die theoretischen Hintergründe zum Schriftspracherwerb sowie die verschiedenen Stufenmodelle der Lese- und Schreibentwicklung dargestellt.
3. Bedingungsanalyse: Dieser Abschnitt bietet eine detaillierte Beschreibung der Lerngruppe, deren Voraussetzungen im Fach Deutsch sowie eine individuelle Analyse der Lernbedürfnisse einzelner Schüler.
5. Verlaufsplanung: Dieses Kapitel enthält den konkreten zeitlichen und inhaltlichen Ablauf der geplanten Unterrichtsstunde "Der Winter".
6. Didaktisch – methodische Analyse: Hier wird die Auswahl der Methoden und Unterrichtsphasen theoretisch begründet und in Bezug auf die Bedürfnisse der Lernenden reflektiert.
7. Anhang: Dieser Teil enthält die verwendeten Materialien wie Piktogramme, Quizfragen und Symbole zur Gruppeneinteilung.
Sprachheilpädagogik, Schriftspracherwerb, Lesefähigkeit, Förderbedarf, Stufenmodell, Deutschunterricht, Lernbeeinträchtigung, Unterrichtsplanung, Binnendifferenzierung, Sprachkompetenz, Lernvoraussetzungen, Didaktik, Methodik, Sonderpädagogik, Motivationsförderung.
Die Arbeit befasst sich mit der Planung und methodischen Gestaltung einer Deutschstunde in einer Förderschulklasse mit dem Ziel, die Lesekompetenz durch motivierende, jahreszeitlich orientierte Inhalte zu fördern.
Die Schwerpunkte liegen auf der sonderpädagogischen Didaktik, der Schriftsprachentwicklung bei lernbeeinträchtigten Kindern und der individuellen Diagnostik zur gezielten Förderung.
Das Ziel ist die Festigung der Merkmale der Jahreszeit Winter in Verbindung mit einer Förderung der Lese- und Ausdrucksfähigkeit der Schüler durch vielfältige Sprachanlässe.
Die Arbeit stützt sich auf stufenmodellbasierte Ansätze der Schriftsprachentwicklung und kombiniert diese mit diagnostischen Beobachtungsaufträgen zur schülerorientierten Unterrichtsgestaltung.
Der Hauptteil gliedert sich in eine Bedingungsanalyse der heterogenen Lerngruppe, eine Sachanalyse zum Lese- und Schreiblernprozess sowie eine detaillierte didaktisch-methodische Verlaufsplanung der Stunde.
Zu den Kernbegriffen gehören Sprachheilpädagogik, Schriftspracherwerb, Lesefähigkeit, Förderbedarf und sonderpädagogische Konsequenzen.
Da die Klasse sehr heterogen zusammengesetzt ist, ist eine differenzierte Analyse der Lernausgangslagen essenziell, um Über- oder Unterforderung zu vermeiden und Lernziele individuell erreichbar zu machen.
Sie dienen als strukturgebende Orientierungshilfe für den Unterrichtsablauf und unterstützen insbesondere leseschwächere Schüler bei der inhaltlichen Erschließung und Sinnentnahme von Texten.
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