Examensarbeit, 2001
196 Seiten, Note: 1
1 Einleitung
2 Die Grundlagen nationalsozialistischer Erziehung und Schulpolitik
2.1 Alfred Baeumler - Die Biographie
2.1.1 Baeumlers erziehungspolitische Grundsätze
2.1.2 Politische Bildung und Schule
2.2 Die Biographie Ernst Kriecks
2.2.1 Kriecks politisch-pädagogischer Denkansatz
2.2.2 Die Stellung von Schule und Unterricht
2.3 Die Vereinheitlichung des Schulsystems und des Bildungsangebotes
3 Nationalsozialistische Richtlinien und Lehrpläne für die Volksschule
3.1 Das Erziehungsziel der nationalsozialistischen Volksschule
3.1.1 Der Erlass aus dem Jahre 1937
3.1.2 Die Reichsrichtlinien aus dem Jahre 1939
3.1.3 Beurteilung der Gesamtentwicklung des Lehrplangefüges im Nationalsozialismus
3.2 Richtlinien für die einzelnen Unterrichtsfächer
3.2.1 Rassekundlicher Unterricht in der Volksschule
3.2.2 Ziel des Deutschunterrichts: Stolz auf deutsche Art
3.2.3 Geschichtsunterricht als Fundament politischer Indoktrination
3.2.4 Die Leibeserziehung in der Volksschule
3.3 Zusammenfassung
4 Die Knabenerziehung in der Volksschule
4.1 Voraussetzungen
4.2 Die politische Situation der Knabenerziehung
4.3 Einzelaufgaben der Knabenerziehung
4.3.1 Erziehung zur Beherrschung der Natur und der Umwelt
4.3.2 Erziehung zur Eingewöhnung in Sitte, Kultur und Wesen des Volkes
4.3.3 Erziehung zu Familie und Ehe
4.3.4 Erziehung zu Wehrhaftigkeit, Kameradschaft, Führertum und Staatsgesinnung
4.4 Zusammenfassung
5 Schlussbemerkung
Die Arbeit untersucht die Struktur und ideologische Ausrichtung der Volksschule während des Nationalsozialismus, mit einem besonderen Fokus auf die Erziehung von Jungen. Ziel ist es, die grundlegenden Zusammenhänge der NS-Schulpolitik aufzuzeigen und eine kritische Auseinandersetzung mit der ideologischen Einflussnahme auf das Schulwesen anzuregen.
2.1.1 Baeumlers Politische Pädagogik
Alfred Baeumler galt wohl neben Ernst Krieck als der bedeutendste Pädagoge im Nationalsozialismus. Ziel seiner „Politischen Pädagogik“ war die Erschaffung eines „politischen Soldaten“. Dieser „politische Soldat“ sollte seiner „rassische Grundlebendigkeit“ eines jungen Deutschen, nämlich seiner „Aktivität, Tatbereitschaft und Schwung“ erweckt werden, um so in Weiterbildung seiner Anlagen die ihm höchstmögliche Leistung für die „Volksgemeinschaft“ zu erwirken.
Denn „nur ein kriegerischer Machtstaat sei in der Lage, als magische Kraft die egoistischen Einzelnen zu den Opfern und Vorbereitungen zu zwingen, die eine Verwirklichung großer Kunstwerke voraussetze“.
Es bedürfe allerdings bei dieser Pädagogik der Umsetzung einer Konstruktion eines Menschen aus der Politik, einer sogenannten überstaatlichen Persönlichkeit, der sich diese Wissenschaft unterordne, sich in ein politisch-ideologisches System einfüge und der konkreten historischen Situation stelle. Erst dann sei man in der Lage, sich der von der politischen Führung formulierten Aufgabe zu stellen, die traditionelle Pädagogik zu überwinden und sich neuen inhaltlich relevanten Aussagen zu widmen.
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet das historische Erbe der nationalsozialistischen Zeit und motiviert die Untersuchung der Volksschule als zentralem Ort der ideologischen Beeinflussung.
2 Die Grundlagen nationalsozialistischer Erziehung und Schulpolitik: Dieses Kapitel analysiert die pädagogischen Theorien von Alfred Baeumler und Ernst Krieck sowie die Bemühungen zur Vereinheitlichung des Schulsystems.
3 Nationalsozialistische Richtlinien und Lehrpläne für die Volksschule: Hier werden die veränderten Ziele und Inhalte des Unterrichts, insbesondere in Rassekunde, Geschichte und Leibeserziehung, sowie deren Indoktrinationsfunktion dargelegt.
4 Die Knabenerziehung in der Volksschule: Der Fokus liegt auf der spezifischen Erziehung von Jungen zur Wehrhaftigkeit, Männlichkeit und Unterordnung unter die nationalsozialistische Gemeinschaft.
5 Schlussbemerkung: Die Schlussbemerkung resümiert die Instrumentalisierung der Schule und fordert zur kritischen Auseinandersetzung mit der Vergangenheit auf.
Nationalsozialismus, Volksschule, Erziehung, Schulpolitik, Indoktrination, Alfred Baeumler, Ernst Krieck, Knabenerziehung, Wehrerziehung, Rassenkunde, Volksgemeinschaft, politische Bildung, Lehrpläne, Ideologie, Kameradschaft
Die Arbeit analysiert die Rolle der deutschen Volksschule im Nationalsozialismus, wobei der Fokus insbesondere auf der ideologischen Gleichschaltung und der spezifischen Knabenerziehung liegt.
Die zentralen Themen umfassen die pädagogischen Grundlagen des Regimes, die Vereinheitlichung des Schulwesens, die inhaltliche Neuausrichtung der Lehrpläne sowie die militärisch geprägte Erziehung von Jungen.
Das Ziel ist es, die Mechanismen der nationalsozialistischen Schulerziehung aufzuzeigen und zu verdeutlichen, wie durch Ideologisierung ein neuer, dem Regime ergebener Menschentypus geformt werden sollte.
Der Verfasser nutzt eine historische Analyse von Gesetzen, Verordnungen, Erlassen und zeitgenössischen pädagogischen Schriften, um die staatliche Steuerung der Schulpolitik zu belegen.
Im Hauptteil werden die theoretischen Ansätze von Baeumler und Krieck analysiert, die Umsetzung der Reichsrichtlinien in verschiedenen Unterrichtsfächern untersucht und die systematische Knabenerziehung detailliert dargestellt.
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Nationalsozialismus, Volksschule, Erziehung, Indoktrination, Rassenkunde und Wehrerziehung charakterisieren.
Der Lehrer wurde als „Führer der Klassengemeinschaft“ verstanden, dessen Aufgabe es war, die nationalsozialistische Weltanschauung als Vorbild zu vermitteln und die Schüler zur vorbehaltlosen Identifikation mit der Partei zu erziehen.
Die Knabenerziehung zielte darauf ab, durch Sport, Drill, Boxen und militärische Übungen „harte, einsatzbereite und willenlose Maschinen“ zu formen, die den Anforderungen an den „politischen Soldaten“ entsprachen.
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