Examensarbeit, 2004
86 Seiten, Note: 2,0
1. Einleitung
2. Die Hospizbewegung
2.1. Begriffsklärung
2.2. Entstehung der Hospizbewegung
2.3. Das Kinderhospiz
3. SH. – Hospiz für Kinder, Jungendliche und junge Erwachsene
3.1. Entstehungsgeschichte des SH.
3.2. Personelle Situation und Ziele des SH.
3.3. Räumliche Situation des stationären Hospizes
3.4. Die Klientel
3.4.1. Allgemeine Bemerkungen
3.4.2. Drei Fallbeispiele
3.4.2.1. S.
3.4.2.2. F.
3.4.2.3. L.
4. Tod und Sterben im Kindesalter
4.1. Gesellschaft und Tod
4.2. Entwicklung des Todeskonzeptes
4.3. Phasenmodelle zur psychischen Verfassung Sterbender
4.3.1. Die Phasen-Lehre nach E. Kübler-Ross
4.3.2. Erläuterung zum Umgang mit der Phasen-Lehre
4.4. Die psycho-soziale Situation in der Familie
4.4.1. Die Eltern eines sterbenden Kindes
4.4.2. Die Geschwister eines sterbenden Kindes
4.5. Die psycho-soziale Situation sterbender Kinder
4.6. Spezifische Bedürfnisse sterbender Kinder
4.6.1. Die soziale Dimension
4.6.2. Die körperliche Dimension
4.6.3. Die psychische Dimension
4.6.4. Die spirituelle Dimension
5. Entwicklung einer bedürfnisgerechten Snoezelenkonzeption
5.1. Theoretische Grundlagen des Snoezelens
5.1.1. Begriffsklärung
5.1.2. Entwicklung des Snoezelens
5.1.3. Praktische Umsetzung
5.1.3.1. Prinzipien des Snoezelens
5.1.3.2. Der Basisraum
5.1.3.3. Stimulierung der Wahrnehmung
5.2. Umsetzung des Snoezelens im Kinderhospiz
5.2.1. Snoezelen für Kinder mit infauster Diagnose
5.2.1.1. Begründungszusammenhang
5.2.1.2. Besonderheiten
5.2.2. Spezielle Situation im SH.
5.3. Konzeption zum bedürfnisgerechten Snoezelen für Kinder mit infauster Diagnose
5.3.1. Rahmenbedingungen
5.3.1.1. Anforderungen an die Begleitperson
5.3.1.2. Zeitliche Voraussetzungen
5.3.1.3. Raumgestaltung
5.3.2. Bedürfnisgerechte Angebote
5.3.2.1. Block 1: Kommunikation und Interaktion
5.3.2.2. Block 2: Ruhe mit bzw. ohne Distanz
5.3.2.3. Block 3: Körpernähe und Körperwahrnehmung
5.3.2.4. Block 4: Situationskontrolle und Handlungskompetenz
5.3.2.5. Block 5: Wahrheit und Antwort
5.3.3. Allgemeine Angebote
6. Ausblick
Ziel der Arbeit ist die Entwicklung eines bedürfnisgerechten Snoezelenkonzepts für Kinder mit infauster Diagnose, um deren Wohlbefinden in der herausfordernden Lebenssituation im Kinderhospiz zu fördern und pädagogisches Fachpersonal im Umgang mit dieser Thematik zu unterstützen.
Die erste Phase: Nichtwahrhabenwollen und Isolierung
Diese erste Phase des Sterbens folgt ummittelbar auf die Diagnosestellung durch den Arzt. „Ich doch nicht, das ist ja gar nicht möglich.“ (Kübler-Ross 2001: 62) stellt die typische Reaktion eines Patienten in dieser Phase dar und lässt eine völlige Abwehr erkennen. Der Patient zweifelt an der Diagnosestellung und stellt Untersuchungen und deren Ergebnisse in Frage. Dieses Verhalten schützt ihn vor der schrecklichen Erkenntnis, dass er in absehbarer Zeit sterben muss und „schiebt sich wie ein Puffer zwischen den Patienten und sein Entsetzen über die Diagnose“ (Kübler-Ross 2001: 63). Auf diese Weise hat der Patient Zeit andere Abwehrstrategien zu suchen.
Bei den meisten Patienten wird das Nichtwahrhabenwollen durch eine teilweise Akzeptanz abgelöst. Es stellt damit eine vorübergehende Phase dar, in die sich die Patienten aber im Laufe ihrer Krankheit immer wieder zurückziehen, um „dem Ernst ihrer Lage zu entfliehen“ (ebd.). Die mögliche Isolierung und Einsamkeit kann sowohl vom Patienten als auch von seiner Umgebung verursacht werden. Sie wird subjektiv vom Patienten erlebt und muss daher nicht den tatsächlichen Verhältnissen in seiner Umgebung entsprechen. In dieser Phase „redet er über seine Gesundheit und seine Krankheit, seinen Tod und seine Unsterblichkeit, als wären es Geschwisterpaare, die getrost nebeneinander existieren können“ (Kübler-Ross 2001: 67). An gleicher Stelle merkt Kübler-Ross an, dass die Patienten oft den Ernst ihrer Erkrankung leugnen, wenn ihre Gesprächspartner selbst Probleme mit der Thematik Tod und Sterben ausweisen. Die eigene Einstellung zum Tod kann demzufolge das Verhalten Betroffener mitbestimmen.
1. Einleitung: Die Einleitung thematisiert die Notwendigkeit, progredient erkrankte Kinder pädagogisch zu fördern, und stellt Snoezelen als geeignetes Konzept zur Wohlbefindensförderung vor.
2. Die Hospizbewegung: Dieses Kapitel gibt einen Überblick über die Entstehung der Hospizbewegung sowie die spezifischen Strukturen und Ziele von Kinderhospizen.
3. SH. – Hospiz für Kinder, Jungendliche und junge Erwachsene: Es wird die konkrete Situation und Zielsetzung des Kinderhospizes SH. beschrieben und anhand von Fallbeispielen die Klientel charakterisiert.
4. Tod und Sterben im Kindesalter: Das Kapitel analysiert die psychosoziale Situation sterbender Kinder und ihrer Familien, um daraus spezifische Bedürfnisse abzuleiten, die als Grundlage für das Snoezelenkonzept dienen.
5. Entwicklung einer bedürfnisgerechten Snoezelenkonzeption: Hier werden theoretische Grundlagen des Snoezelens vermittelt und ein spezifisches Konzept für Kinder mit infauster Diagnose entwickelt, inklusive Rahmenbedingungen und konkreter Angebotsblöcke.
6. Ausblick: Der Ausblick reflektiert die theoretische Erarbeitung des Konzepts und empfiehlt die praktische Erprobung sowie wissenschaftliche Begleitstudien zur weiteren Optimierung.
Snoezelen, Kinderhospiz, infauste Diagnose, progrediente Erkrankung, Sterbebegleitung, Wohlbefinden, Wahrnehmungsförderung, psychosoziale Betreuung, Palliativmedizin, Tod und Sterben, Bedürfnisorientierung, Basisraum, Familienbegleitung, basale Stimulation, Lebensqualität.
Die Arbeit entwickelt ein spezielles Snoezelenkonzept zur Förderung des Wohlbefindens von Kindern mit infauster Diagnose, am Beispiel des Kinderhospizes SH.
Zentrale Themen sind die Hospizbewegung, der Umgang mit Tod und Sterben bei Kindern, die psychosoziale Situation der betroffenen Familien sowie die theoretische Fundierung des Snoezelens.
Das primäre Ziel ist es, den speziellen Bedürfnissen sterbender Kinder durch bedürfnisgerechte Snoezelen-Angebote zu begegnen und somit deren Wohlbefinden und Lebensqualität zu fördern.
Die Arbeit basiert primär auf einer umfangreichen Literaturrecherche zur Fundierung des Konzepts sowie auf der Praxisorientierung am Kinderhospiz SH.
Der Hauptteil widmet sich der Herleitung spezifischer Bedürfnisse sterbender Kinder und der detaillierten Ausarbeitung eines Snoezelenkonzepts mit verschiedenen Angebotsblöcken, etwa zu Kommunikation, Ruhe und Körperwahrnehmung.
Die zentralen Begriffe sind Snoezelen, Kinderhospiz, infauste Diagnose, Sterbebegleitung, Wohlbefinden und Wahrnehmungsförderung.
Die Familie ist zentral; das Konzept sieht vor, Eltern und Geschwister in die Snoezeleneinheiten einzubeziehen, um den Zusammenhalt zu fördern und eine intensive Zeit mit dem kranken Kind zu ermöglichen.
Es fungiert als dominantes Zentrum des Raumes und bietet vielfältige Möglichkeiten zur körperlichen Entspannung und Wahrnehmung, insbesondere für motorisch eingeschränkte Kinder.
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