Examensarbeit, 2004
146 Seiten, Note: 2,0
1 Einleitung
2 Fachliche Grundlagen
2.1 Allgemeine Definitionen
2.1.1 Brennstoffe
2.1.2 Energie
2.1.3 Verbrennung
2.2 Stoffeigenschaften
2.2.1 Die drei Aggregatzustände
2.2.2 Der Schmelz- und Siedepunkt von Wasser
2.3 Energieumsatz bei chemischen Reaktionen
2.3.1 Aktivierungsenergie
2.3.2 Reaktionsenthalpie (Reaktionsenergie)
2.3.3 Exotherme und endotherme chemische Reaktionen
2.4 Die Verbrennung – eine chemische Reaktion
2.4.1 Die Verbrennung von Kohle
2.4.2 Die Verbrennung von Benzin
2.4.3 Verbrennung von Eisenwolle
3 Erkenntnistheoretische Grundlagen
3.1 Die Kognitive Entwicklung nach PIAGET
3.2 Die Conceptual Change Theorie
3.3 Schülervorstellungen/ Alltagsvorstellungen
3.3.1 Phlogiston-Theorie
3.3.2 Vernichtungskonzept
4 Konzeption der Untersuchung
4.1 Methodik der Untersuchung
4.1.1 Alltagsbezug
4.1.2 Motivation
4.1.3 Zielgruppe
4.1.4 Wahl des Aufgabentypus
4.1.4.1 Die Mehrfachwahlaufgabe (Multiple-Choice-Test)
4.1.4.2 Die verbale Begründung der Auswahl (freie Aufgabenbeantwortung)
4.1.5 Testlayout
4.1.6 Testumfang
4.2 Konzeption des Untersuchungsinstrumentes
4.2.1 Frage 1
4.2.2 Frage 2
4.2.3 Frage 3
4.2.4 Frage 4
4.2.5 Frage 5
4.2.6 Frage 6
4.2.7 Frage 7
4.3 Die Gütekriterien eines Untersuchungsinstrumentes
4.3.1 Objektivität
4.3.2 Reliabilität
4.3.3 Validität
4.4 Die Voruntersuchung
4.4.1 Die Durchführung
4.4.2 Ergebnisse der Voruntersuchung
4.5 Konzeption der Auswertung
4.5.1 Auswertung der demographischen Angaben
4.5.2 Auswertung der Fragen
4.5.2.1 Auswertung der Mehrfachwahlaufgaben (Multiple-Choice-Test)
4.5.2.2 Auswertung der freien Aufgabenbeantwortung
4.5.2.3 Auswertung der Modellzeichnungen (graphisch skizzierte Inhalte)
4.6 Durchführung der Untersuchung
5 Auswertung - Ergebnisse und Diskussion
5.1 Aufgabe 1)
5.2 Aufgabe 2)
5.3 Aufgabe 3)
5.4 Aufgabe 4)
5.5 Aufgabe 5)
5.6 Aufgabe 6)
5.7 Zusammenfassung der Auswertung
6 Perspektiven für den Chemieunterricht
6.1 Unterrichtsstruktur
6.2 Unterrichtsinhalte
7 Reflexion und Ausblick
Die vorliegende Arbeit untersucht mithilfe empirischer Methoden, welche Schülervorstellungen zum Themenkomplex Brennstoffe und Energie existieren, um daraus Perspektiven für einen effektiveren und schülerorientierten Chemieunterricht abzuleiten. Die zentrale Forschungsfrage befasst sich dabei mit dem Spannungsfeld zwischen Alltagsvorstellungen und naturwissenschaftlichen Fachbegriffen.
Die Kognitive Entwicklung nach PIAGET
Die kognitive Entwicklung von Jugendlichen ist, nach PIAGETS Ansicht, an deren Reifungsprozesse gebunden und wird durch vier Stadien charakterisiert, in denen sich die Heranwachsenden in ihren Denkstrukturen in bezeichnender Weise unterscheiden: (1) Das sensomotorische Stadium (vorbegrifflich-symbolisches Denken im Alter von etwa 2-4 Jahren), (2) Das präoperationale Stadium (anschauliches Denken im Alter von etwa 4-6/7 Jahren), (3) Das konkret-operationale Stadium (konkrete Denkoperationen im Alter von etwa 6/7-12/13 Jahren) und (4) Das formal-operationale Stadium (formale Denkoperationen im Alter ab 12/13 Jahren).
Für den naturwissenschaftlichen Unterricht und insbesondere für den Chemieunterricht und die damit verbundenen Schülervorstellungen, sind an dieser Stelle das konkret-operationale (3) und das formal-operationale Stadium (4) von maßgeblicher Bedeutung. Das sensomotorische (1) und das präoperationale Stadium (2) beziehen sich dahingegen, wie oben angedeutet, auf Heranwachsende im etwa zweiten bis siebten Lebensjahr. Da mit dieser wissenschaftlichen Arbeit eine Untersuchung im Bereich der Sekundarstufe I durchgeführt wird, erscheint eine genauere Erörterung dieser beiden Stadien an dieser Stelle als wenig sinnvoll. Daher werden hier ausschließlich das konkret-operationale (3) und das formal-operationale Stadium (4) im Einzelnen konkretisiert.
Das konkret-operationale Stadium bezieht sich laut PIAGET auf Kinder im Alter von etwa 7 bis 13 Jahren. Die Kinder befinden sich anders ausgedrückt im Stadium der konkreten Denkoperationen, welche sich vor allem auf Gegenstände, die real fassbar sind und auf Handlungen, die wirklich ausgeführt oder zumindest in der Vorstellung ausgeführt werden können, beziehen. „Ihre kognitive Aktivität ist nicht mehr an aktuelle Wahrnehmung oder aktuelle konkrete Handlungen gebunden“.
1 Einleitung: Die Einleitung begründet die Relevanz der Untersuchung von Schülervorstellungen und definiert das Thema sowie den Aufbau der Arbeit.
2 Fachliche Grundlagen: Dieses Kapitel erläutert grundlegende Begriffe wie Brennstoffe, Energie und Verbrennung sowie Stoffeigenschaften und energetische Prozesse bei chemischen Reaktionen.
3 Erkenntnistheoretische Grundlagen: Hier werden die theoretischen Konzepte wie die kognitive Entwicklung nach PIAGET, die Conceptual Change Theorie und spezifische Vorstellungsformen wie das Phlogiston-Theorie und das Vernichtungskonzept besprochen.
4 Konzeption der Untersuchung: Dieses Kapitel beschreibt die Methodik, die Auswahl des Fragebogens, die Zielgruppe sowie die Planung und Durchführung der Vor- und Hauptuntersuchung.
5 Auswertung - Ergebnisse und Diskussion: Das Kapitel präsentiert die statistische Auswertung und die individuelle Analyse der Schülerantworten zu den gestellten Aufgaben im Fragebogen.
6 Perspektiven für den Chemieunterricht: Basierend auf den Ergebnissen werden didaktische Konsequenzen für die Unterrichtsstruktur und -inhalte formuliert.
7 Reflexion und Ausblick: Das abschließende Kapitel reflektiert den Untersuchungsprozess und diskutiert den weiteren Forschungsbedarf.
Schülervorstellungen, Alltagsvorstellungen, Energie, Brennstoffe, Verbrennung, Conceptual Change, Chemieunterricht, Empirische Untersuchung, Teilchenmodell, Phlogiston-Theorie, Vernichtungskonzept, Didaktik, Energieumwandlung, Naturwissenschaften, Lernprozesse.
Die Arbeit untersucht Schülervorstellungen zum Themenbereich "Brennstoffe und Energie" und entwickelt auf dieser Basis didaktische Konzepte für den Chemieunterricht.
Die Schwerpunkte liegen auf Verbrennungsvorgängen, dem Energiebegriff im Alltag und der Anwendung von Teilchenmodellen zur Deutung chemischer Reaktionen.
Ziel ist es, die Diskrepanz zwischen Alltagsvorstellungen der Schüler und wissenschaftlichen Konzepten aufzudecken, um einen effektiveren und schülerorientierten Chemieunterricht zu ermöglichen.
Es kommt ein empirischer Ansatz mit einem Fragebogen zum Einsatz, der sowohl geschlossene (Multiple-Choice) als auch offene Fragen (freie Begründung, Modellzeichnungen) kombiniert.
Der Hauptteil umfasst sowohl die theoretische Fundierung (Entwicklungspsychologie, Conceptual Change) als auch die detaillierte Konzeption, Durchführung und statistische Auswertung einer umfangreichen Fragebogenstudie.
Wichtige Begriffe sind Schülervorstellungen, Energieumwandlung, Alltagsvorstellungen, didaktische Reduktion und der Konzeptwechsel im naturwissenschaftlichen Unterricht.
Die Untersuchung zeigt, dass viele Schüler den fälschlichen Begriff der "Energieerzeugung" verwenden, anstatt Energie als eine sich umwandelnde Größe zu begreifen.
Es beschreibt die Alltagsvorstellung, dass bei einer Verbrennung Stoffe wie Wachs oder Kohle schlichtweg "verschwinden" oder vernichtet werden, statt in andere chemische Stoffe überzugehen.
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