Magisterarbeit, 2005
92 Seiten, Note: 2,0
1. Einführung
1.1 Aufbau der Arbeit
2. Theoretische Einordnung
2.1 Erziehung und Erziehungsstile
2.2 Eltern-Training
3. Triple P: Positive Parenting Programm oder Positives Erziehungsprogramm
3.1 Die Ziele
3.2 Das Angebot von Triple P
3.2.1 Der Mehrebenen- Ansatz
3.2.2 Die Materialien
3.3 Inhaltliche Darstellung von Triple P
3.4 Methoden und Arbeitsweisen im Elterntraining
3.5 Evaluation
3.6 Theoretischer Hintergrund
3.6.1 Verhaltenstherapie
3.6.2 Geschichte und Entwicklung
3.6.3 Das Menschenbild
4. Das Gordon-Familientraining
4.1 Die Ziele
4.2 Das Verhaltensfenster
4.3 Das Prinzip des Problembesitzes
4.3.1 Der Bereich des annehmbaren Verhaltens
4.3.2 Der Bereich des nicht annehmbaren Verhaltens
4.3.3 Der Konflikt
4.4 Methoden und Arbeitsweisen im Familientraining
4.5 Evaluation
4.6 Theoretischer Hintergrund
4.6.1 Der klienten- oder personzentrierte Ansatz von Carl Rogers
4.6.2 Das Menschenbild der personzentrierten Psychotherapie
4.6.3 Die Persönlichkeits- und Beziehungstheorie
4.7 Kurzer Vergleich der Verhaltens- und der personzentrierten Therapie
5. Vergleichende Gegenüberstellung der Elterntrainings anhand ausgewählter Schwerpunkte
5.1 Das Menschenbild
5.2 Die Ziele
5.3 Kontrolle – Beeinflussung
5.3.1 Angemessenes Verhalten fördern (Triple P) – akzeptables Verhalten (Gordon):
5.3.2 Umgang mit Problemverhalten (Triple P) - nicht akzeptables Verhalten (Gordon):
5.3.3 Diskussion von Konfliktlösungen
5.3.4 Konsequenz (Triple P) - Inkonsequenzprinzip (Gordon):
5.4 Ausrichtung und Ziele der Elterntrainings
6. Resümee
Diese Magisterarbeit analysiert und vergleicht die zwei Elterntrainings "Triple P" (Positive Parenting Program) und "Gordon-Familientraining" hinsichtlich ihrer zugrunde liegenden Erziehungskonzepte, Methoden und Menschenbilder. Die zentrale Forschungsfrage untersucht, welche Wertvorstellungen und theoretischen Hintergründe diese Angebote prägen und inwiefern sie sich in ihrer praktischen Anwendung zur Stärkung der Erziehungskompetenz unterscheiden.
3.6.1 Verhaltenstherapie
Der Begriff Verhaltenstherapie kennzeichnet eine große und heterogene Gruppe von Ansätzen, die auf bestimmten gemeinsamen Grundkonzepten beruhen. Ein wesentliches Kennzeichen der Verhaltenstherapien ist nach Kriz (2001, S. 107) „ein lerntheoretisches Verständnis für die Genese und Therapie von „Störungen““. Dies bedeutet, dass Verhaltensstörungen erworben, d.h. von Lernprozessen abhängig sind, und so die Ziele im Abbau gestörter Verhaltensstrukturen bzw. im Aufbau erwünschten Verhaltens liegen. Grundannahme ist, dass Verhalten nach bestimmten Gesetzmäßigkeiten entsteht, aufrechterhalten wird und folglich auch veränderbar ist.
1. Einführung: Darstellung der allgemeinen Hilflosigkeit von Eltern in Erziehungsfragen und Zielsetzung der Arbeit, zwei unterschiedliche Elterntrainings zu analysieren.
2. Theoretische Einordnung: Theoretische Grundlagen zu Erziehungsstilen, der Bedeutung der Eltern-Kind-Beziehung und einer Definition des Begriffs Elterntraining.
3. Triple P: Positive Parenting Programm oder Positives Erziehungsprogramm: Detaillierte Beschreibung der Ziele, Methoden, Evaluation und des verhaltenstherapeutischen Hintergrunds von Triple P.
4. Das Gordon-Familientraining: Analyse der Ziele, des Konzepts der Kommunikation, der Methode III sowie des humanistischen Menschenbildes nach Carl Rogers.
5. Vergleichende Gegenüberstellung der Elterntrainings anhand ausgewählter Schwerpunkte: Vergleich beider Ansätze in Bezug auf Menschenbild, Kontrolle und Konfliktlösungen.
6. Resümee: Zusammenfassende Bewertung, die aufzeigt, dass beide Trainings unterschiedliche Ansätze verfolgen, aber das gleiche Ziel der Stärkung der Erziehungskompetenz anstreben.
Elterntraining, Triple P, Gordon-Familientraining, Erziehungskompetenz, Verhaltenstherapie, Humanistische Psychologie, Eltern-Kind-Beziehung, Positive Erziehung, Kommunikation, Konfliktlösung, Verhaltensmodifikation, Aktives Zuhören, Ich-Botschaften, Prävention, Erziehungsstile.
Die Arbeit bietet eine fundierte Analyse und einen inhaltlichen Vergleich der zwei bekannten Elterntrainings "Triple P" und "Gordon-Familientraining".
Es werden sowohl die theoretischen Grundlagen der Ansätze (Verhaltenstherapie vs. Humanismus) als auch praktische Methoden, Materialien, Evaluationsergebnisse und das jeweilige Menschenbild behandelt.
Das Ziel ist es, Unterschiede und Gemeinsamkeiten der beiden Trainings aufzuzeigen, um ein tieferes Verständnis für die ihnen zugrunde liegenden Erziehungsvorstellungen zu schaffen.
Die Arbeit stützt sich auf eine Literaturanalyse wissenschaftlicher Publikationen, Handbücher und Evaluationsstudien zu beiden Trainingsprogrammen.
Neben der getrennten Darstellung beider Programme bildet die vergleichende Gegenüberstellung anhand von Schwerpunkten wie "Menschenbild", "Kontrolle" und "Konfliktlösungen" den Kern des Hauptteils.
Zentrale Begriffe sind u.a. Elterntraining, Triple P, Gordon-Familientraining, Erziehungskompetenz, Verhaltenstherapie und Humanistische Psychologie.
Triple P betrachtet das Kind eher als Objekt der Erziehung, das durch Lernprozesse geformt wird, während das Gordon-Training das Kind als eigenständiges Subjekt sieht, das ein Mitbestimmungsrecht hat.
Die Autorin stellt fest, dass eine Integration aufgrund der grundlegend verschiedenen theoretischen Fundamente (Behaviorismus vs. humanistische Philosophie) schwierig ist.
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