Examensarbeit, 2004
79 Seiten, Note: 1,7
1. Einleitung
2. Theoretische Grundlagen
2.1 Kindheit im Wandel
2.1.1 Kindheit früher und heute
2.1.2 Kindheit und Medien
2.1.3 Kindheit und Bewegung
2.1.4 Kindheit und Schulsport
2.2 Vorstellung Konzept „Tägliche Sportstunde“ am Beispiel der Friedrich-Ebert-Schule in Bad Homburg
2.3 Motorische Fähigkeiten
2.3.1 Konditionelle Fähigkeiten
2.3.1.1 Kraft
2.3.1.2 Schnelligkeit
2.3.1.3 Ausdauer
2.3.1.4 Beweglichkeit
2.3.2 Koordinative Fähigkeiten
2.4 Definition Sportmotorischer Test
3. Methodik
3.1 Zielsetzung und Fragestellung
3.2 Untersuchungsdesign
3.3 Vorstellung der Versuchsschulen
3.3.1 Friedrich-Ebert-Schule Bad Homburg
3.3.2 Hermann-Ehlers-Schule Preetz
3.3.3 Beschreibung der Versuchsgruppen
3.4 Beschreibung der Tests
3.5 Gütekriterien
4. Ergebnisse
5. Diskussion der Ergebnisse im Hinblick auf die Fragestellung und Zielsetzung
6. Fazit
7. Zusammenfassung
Die Arbeit untersucht die Auswirkungen der täglichen Sportstunde an Grundschulen auf die motorischen Fähigkeiten der Kinder. Ziel ist es zu analysieren, ob ein erweitertes tägliches Sportangebot zu einer messbaren Verbesserung der konditionellen und koordinativen Leistungsfähigkeit im Vergleich zu einer Schule mit zweistündigem Sportunterricht führt.
2.1.1 Kindheit früher und heute
In den 50er Jahren war der Hauptspielplatz der Kinder die Straße und der Hof, bedingt durch die Enge der Wohnungen. Nach Kriegsende boten die Trümmergrundstücke den Kindern Erkundungsmöglichkeiten weit ab der elterlichen Kontrolle. Der Umgang mit anderen Kindern und der bewegungsfreundliche soziale Nahraum förderte die Sozialisation der Kinder. Zudem gab es damals kaum richtiges Spielzeug, was Kreativität und Eigeninitiative der Kinder forderte.
Zusammenfassend lässt sich über die damalige Zeit sagen, dass die Kindheit weitestgehend selbst bestimmt und im Großen und Ganzen sinnlich erfahrbar und überschaubar war. Die Lebensumwelt der Kinder damals war stets zusammenhängend. Je älter die Kinder wurden, umso mehr erweiterten sie ihren Lebensraum über die Wohnung in die nähere und später in die weitere Umgebung. „[...] Wohnung, Straße und nahe Umgebung [bildeten] einen intensiv und multifunktional genutzten Raumzusammenhang, in dem es nicht, wie oftmals in der heutigen Zeit, ausgegrenzte Spezialräume für Kinder gab.“ Die Kinder konnten alles eigenständig zu Fuß oder mit dem Rad erreichen.
1. Einleitung: Darstellung der aktuellen Debatte um Bewegungsmangel bei Kindern und Einführung in die Fragestellung der täglichen Sportstunde.
2. Theoretische Grundlagen: Erörterung des gesellschaftlichen Wandels der Kindheit, der Definition motorischer Fähigkeiten und der Vorstellung des Konzepts täglicher Sportunterricht.
3. Methodik: Beschreibung der Zielsetzung, des Untersuchungsdesigns, der beteiligten Schulen sowie der eingesetzten sportmotorischen Tests.
4. Ergebnisse: Präsentation und grafische Darstellung der erhobenen Daten aus den sportmotorischen Tests, differenziert nach Alter und Geschlecht.
5. Diskussion der Ergebnisse im Hinblick auf die Fragestellung und Zielsetzung: Analyse und Interpretation der Testergebnisse unter Berücksichtigung der aufgestellten Hypothesen.
6. Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Wirksamkeit der täglichen Sportstunde und Ausblick auf deren Bedeutung für die Schulpraxis.
7. Zusammenfassung: Kurzer Rückblick über das gesamte Vorhaben und die zentralen Erkenntnisse der empirischen Untersuchung.
Tägliche Sportstunde, Grundschule, Motorische Fähigkeiten, Kondition, Koordination, Bewegungsarmut, Sportmotorischer Test, AST 6-11, Leistungsfähigkeit, Kindheit im Wandel, Körperliche Aktivität, Friedrich-Ebert-Schule, Sportpädagogik, Empirische Untersuchung, Gesundheitsförderung.
Die Arbeit untersucht, wie sich die Einführung einer täglichen Sportstunde an Grundschulen auf die sportmotorischen Fähigkeiten der Schüler auswirkt.
Die Themen umfassen den Wandel der kindlichen Lebenswelt, den Zusammenhang zwischen Bewegung und Gesundheit sowie die wissenschaftliche Analyse motorischer Leistungsfähigkeit.
Die zentrale Frage ist, ob und inwieweit täglicher Sportunterricht die konditionellen und koordinativen Fähigkeiten im Vergleich zu einem zweistündigen Regel-Sportunterricht verbessert.
Es wird eine empirische Querschnittsuntersuchung durchgeführt, bei der über 200 Schüler mittels standardisierter Tests (AST 6-11) und BMI-Messungen verglichen wurden.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung zu Motorik und Kindheitsentwicklung sowie die detaillierte Darstellung und Diskussion der empirischen Testergebnisse.
Die Arbeit fokussiert auf die Schnittstelle zwischen sportpädagogischen Konzepten wie der „Bewegten Schule“ und der messbaren sportmotorischen Leistungsentwicklung im Grundschulalter.
Sie dient als Modellschule für die tägliche Sportstunde, deren Konzept und Effekte über zehn Jahre hinweg als empirische Basis für den Vergleich herangezogen wurden.
Die Ergebnisse stützen die Haupthypothese, dass täglicher Sportunterricht die motorische Leistungsfähigkeit positiv beeinflusst und Mädchen besonders stark von diesem Angebot profitieren.
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