Magisterarbeit, 2005
170 Seiten, Note: Sehr gut
1 Einleitung
1.1 Entdeckungszusammenhang
1.2 Theorierahmen und Erkenntnisinteresse
1.3 Forschungsfragen
1.4 Hypothesen
1.5 Methode
1.6 Aufbau der Arbeit
2 Gesellschaftliche und medienökonomische Rahmenbedingen
2.1 Trends in der Informationsgesellschaft
2.1.1 Internationalisierung und Globalisierung
2.1.2 Ökonomisierung und Kommerzialisierung
2.1.3 Digitalisierung, Technisierung und Konvergenz
2.1.4 Individualisierung und Erlebenisorientierung
2.2 Medien und Kommunikationswissenschaft
2.2.1 Medienbegriff
2.2.2 Kommunikation und Massenmedien
2.2.3 Medienökonomie in der Kommunikationswissenschaft
2.2.4 Medienunternehmen
2.2.5 Medieninhalte als Güter
2.2.6 Internet
2.2.6.1 Internet als Computernetzwerk
2.2.6.2 Internet als Medium
2.2.6.3 Internet als Infrastruktur der Neuen Informations- und Kommunikationstechnologien
2.3 Medien und technischer Wandel
2.3.1 Strukturwandel in der Medienindustrie
2.3.2 Begriffsklärung Digitale Ökonomie, Content und Content-Wirtschaft
3 Content Management Systeme
3.1 Voraussetzungen
3.1.1 Informationsflut und erhöhter Bedarf an aktuellen Content
3.1.2 Technische Hintergründe
3.1.2.1 Nachteile des herkömmlichen Webpublishings
3.1.2.2 Entwicklung von HTML zu XML
3.2 Definitionen Content Management und Content Management Systeme
3.3 Anwendungsgebiete und Vorteile von CMS
3.4 Wie funktioniert ein CMS
3.4.1 Grundprinzip – Trennung von Layout und Inhalt
3.4.2 Workflow
3.4.3 Content-Life-Cycle
3.4.4 Bestandteile und Architektur eines CMS
3.4.5 Funktionalitäten
3.5 CMS-Typologien
3.5.1 Klassifikationen von CMS
3.5.2 CMS-Publikationsformate
3.6 Trends im CMS-Bereich
4 Content Management und Medienunternehmen
4.1 Ökonomische Besonderheiten der Medienunternehmen
4.1.1 Medienmärkte
4.1.2 Veröffentlichungsprozess
4.1.3 Kosten und Erlösstruktur
4.1.3.1 Fixe und Variable Kosten, Durchschnittskostendegression
4.1.3.2 Kostenvorteile
4.1.3.3 Abhängigkeit der einzelnen Kosten
4.1.3.4 Vertikale und diagonale Integration
4.1.3.5 Netzeffekte und Transaktionskosten
4.1.3.6 Erlöse
4.1.4 Marketing
4.1.5 Wertschöpfung
4.1.6 Medienkonzentration
4.2 Content Management als Medienmanagement
4.3 Wertschöpfung mit Content Management Systemen
4.3.1 Elemente eines Content Management Systems bei Medienunternehmen
4.3.2 Core Content Management als Werkstätte der Contentproduktion
4.3.2.1 Content Management als Prozess, Wertschöpfungskette und Newsflow
4.3.2.1.1 Content Management als Publikations- und Wertschöpfungsprozess
4.3.2.1.2 Content Management als Content-Wertschöpfungskette
4.3.2.1.3 Content Management als Newsflow – Redaktionelle Aspekte
4.3.2.2 Media Asset Management als Medienarchiv
4.3.3 Marketingstrategien zur Mehrfachverwertung von Inhalten
4.3.3.1 Content Syndication als Plattform des Content Exchange
4.3.3.2 Crossmedia
4.3.3.2.1 Crossmedia Publishing
4.3.3.2.2 Crossmediale Promotion
4.3.3.2.3 Crossmedia Strategien und Qualitätssicherung – Crossmediale Visionen und redaktioneller Alltag
4.3.3.2.4 Zusammenfassung Crossmedia
5 Zusammenfassung
Das Hauptziel dieser Arbeit besteht darin, die Rolle von Content Management Systemen (CMS) als zentrales Werkzeug des Content-Konzepts im Kontext von Medienunternehmen aus medienökonomischer Sicht zu analysieren. Dabei wird untersucht, wie CMS als technologische Schnittstelle zur Rationalisierung von Produktionsprozessen beitragen und welche ökonomischen Potenziale sich durch die Trennung von Inhalt, Struktur und Layout sowie durch eine medienneutrale Datenhaltung für Medienunternehmen ergeben.
1.1 Entdeckungszusammenhang
„Web Content Manager war in den letzten 24 Monaten wohl eines der am häufigsten vorkommenden Schlagwörter im Internet“ konstatieren Krüger/Kopp (2002, 13). 1999 und 2000 war dieser Begriff sogar als das Unwort des Jahres gewählt, da kein Unternehmensberater oder Online-Magazin auf ihn „verzichten konnten und als absolute Notwendigkeit betrachteten“ (Zschau et al. 2002, 233). In Angesicht der rasanten Entwicklung des Internet und der Computertechnologie schienen die Web Content Management Systeme (WCMS) wohl wieder eine neue Modeerscheinung der Computerindustrie zu sein (vgl. Birre 2002, 22).
Als ein Phänomen der letzten 5 Jahre können die Web Content Management Systeme, in der Literatur u.a. oft nur Content Management Systeme (CMS) genannt, aber auch als Indikator für in Gang gesetzte Prozesse im Internet interpretiert werden. CMS werden in die Organisationen massiv eingesetzt und kein Medienunternehmen entzieht sich diesem Trend. Content Management hat innerhalb des Informations- und Wissensmanagements einen hohen Stellenwert als Methode und Technologie zu Kostensenkung und gewinnbringendem Einsatz von einmal gespeicherten Inhalten, wie eine große Anzahl an Fachtagungen, Büchern, Content Management Systeme und viele Studien zum Thema Evaluierung von CMS belegen (vgl. Krüger/Kopp 2002, 14; Maass/Stahl 2003a, 13). All das gibt den Anlass, die Content Management Systeme im Kontext der klassischen Medienunternehmen genauer zu untersuchen, um zu klären, welche Rolle dieses Phänomen im Internetgeschehen spielt und warum ihm große Aufmerksamkeit gewidmet wird.
Der Markt für Content Management Systeme wächst so stark, wie er fragmentiert ist. Schätzungen für das Jahr 2002 nach Maass/Stahl (vgl. 2003b, 199) ergaben sogar, dass es allein im deutschsprachigen Raum mehr als 250 professionelle Anbieter von Content Management Systemen gibt. Hinzu kommt ein Vielfaches dieser Zahl an Anbietern aus dem europäischen und weiteren Ausland sowie diverse Open-Source-Projekte (vgl. Krüger/Kopp 2002, 232). Neben den Unternehmen, die sich auf die Herstellung von Content Management Systemen spezialisiert haben, setzen mehr als 500 Agenturen selbst entwickelte Content Management Systeme in Inter-, Extra- oder Intranetprojekten ein (vgl. Maass/Stahl 2003b, 199).
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Relevanz von CMS ein, erläutert das Forschungsinteresse sowie die gewählte methodische Vorgehensweise der qualitativen Literaturanalyse.
2 Gesellschaftliche und medienökonomische Rahmenbedingen: Dieses Kapitel analysiert die technologischen und ökonomischen Veränderungen wie Globalisierung, Konvergenz und Digitalisierung, die den Mediensektor und den Begriff des Contents prägen.
3 Content Management Systeme: Das Kapitel bietet einen Überblick über Aufbau, Funktionen und Typologien von CMS sowie deren Rolle bei der Strukturierung von Inhalten.
4 Content Management und Medienunternehmen: Hier werden die ökonomischen Besonderheiten von Medienunternehmen untersucht und aufgezeigt, wie Content Management zur Wertschöpfung und in Crossmedia-Strategien eingesetzt wird.
5 Zusammenfassung: Dieses Kapitel fasst die zentralen Erkenntnisse der Arbeit zusammen und gibt einen Ausblick auf die strategische Bedeutung von CMS in einer "Content driven Economy".
Content Management Systeme, Medienökonomie, Medienunternehmen, Digitalisierung, Konvergenz, Wertschöpfungskette, Crossmedia, Online-Redaktion, Content Syndication, Informationsmanagement, Wissensmanagement, Medienneutralität, First Copy Costs, Medienkonzentration.
Die Arbeit untersucht Content Management Systeme (CMS) aus einer medienökonomischen Perspektive, um zu klären, wie diese Systeme Medienunternehmen bei der Bewältigung technischer und ökonomischer Herausforderungen im Internetzeitalter unterstützen.
Die Arbeit behandelt die medienökonomischen Rahmenbedingungen, die Funktionsweise und Architekturen von CMS, die spezifischen Anforderungen von Medienunternehmen sowie Strategien zur digitalen Content-Wertschöpfung und Vermarktung.
Ziel ist es, die Relevanz von CMS als zukunftsträchtige Technologie zu bewerten und zu verstehen, welche ökonomischen Prozesse und Strategien, wie etwa Crossmedia, durch ihren Einsatz in Medienunternehmen ermöglicht werden.
Die Arbeit basiert auf der Methode der qualitativen Literaturanalyse nach Cooper (1989), wobei systematisch Off- und Online-Quellen zur CMS-Thematik ausgewertet werden.
Der Hauptteil gliedert sich in eine Analyse der Rahmenbedingungen, eine technische Beschreibung von CMS, eine Untersuchung ökonomischer Besonderheiten von Medienunternehmen sowie eine detaillierte Betrachtung von Wertschöpfungsprozessen und Marketingstrategien im CMS-Kontext.
Wesentliche Begriffe sind Content Management Systeme, Medienökonomie, Wertschöpfungskette, Konvergenz, Crossmedia und Content Syndication.
Sie ist das technologische Grundprinzip, das eine medienneutrale Datenhaltung ermöglicht und somit die Grundlage für die effiziente Mehrfachverwertung von Inhalten über verschiedene Kanäle hinweg bildet.
Aufgrund des hohen Anteils an First-Copy-Costs und der Notwendigkeit, Inhalte effizient für eine Vielzahl von Medien und Plattformen aufzubereiten, ist ein technologisches Instrument zur Prozessoptimierung für sie unabdingbar geworden.
CMS führen zu einer stärkeren Formalisierung der Arbeitsprozesse und ermöglichen eine arbeitsteilige Erstellung, Kontrolle und Publikation von Inhalten, wobei sie jedoch auch neue Anforderungen an die Qualifikation der Mitarbeiter stellen.
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