Diplomarbeit, 2005
68 Seiten, Note: 2
1. Einleitung
2. Theoretische Grundlagen
2.1 Handel
2.1.1 Definition und Begriffserklärung
2.1.2 Funktion des Handels
2.1.3 Formen des Handels
2.2 Efficient Consumer Response
2.2.1 Definition und Begriffserklärung
2.2.2 Basisstrategien des ECR-Konzeptes
2.2.3 Ziel des ECR-Konzeptes
2.3 Kooperationen
2.3.1 Definition und Begriffserklärung
2.3.2 Formen der Kooperation
2.3.3 Ziel von Kooperationen
2.4 Outsourcing
2.4.1 Definition und Begriffserklärung
2.4.2 Formen des Outsourcings
2.4.3 Ziel und Zweck des Outsourcings
3. Anwendungsmöglichkeiten des Outsourcings
3.1 Outsourcing im Bereich des Finanz- und Rechnungswesens
3.1.1 Shared Services im Finanz- und Rechnungswesen
3.1.2 Leasing und Sale-and-lease-back-Verfahren
3.1.3 Factoring
3.2 Outsourcing im Bereich der Informationstechnologie
3.3 Outsourcing im Bereich des Personalwesens
3.4 Outsourcing im Bereich des Handels
3.4.1 Vendor-Managed-Inventory
3.4.2 Collaborative Planning, Forecasting and Replenishment
3.4.3 Distributionslogistik der Nachkaufphase/ After Sales Service
3.4.4 Untervermietungskonzepte im Handel
a) Konzession
b) Rack-Jobber
c) Shop-in-Shop
d) Store-in-Store
3.4.5 Category Management
3.4.6 Lizenzierung
3.4.7 Franchising
4. Möglichkeiten und Grenzen des Outsourcings im Handel
4.1 Möglichkeiten
4.1.1 Das Eggert Modell
4.1.2 Das Unternehmensnetzwerk-Modell nach Zentes und Swoboda
4.1.3 Das Modell der Netzgeführten Marken
4.1.4 Der Händler wird zum Dienstleister
4.2 Grenzen
4.2.1 Gesellschaftsrechtliche Aspekte
4.2.2 Arbeitsrechtliche Aspekte
4.2.3 Vertragliche Aspekte
4.2.4 Handelsbeschränkungen
4.3 Chancen und Risiken
5. Fazit und Ausblick
5.1 Fazit
5.2 Entwicklungstendenzen
5.2.1 Entwicklung des Outsourcing-Marktes
5.2.2 Entwicklung des Outsourcing-Prozesses
Die Diplomarbeit untersucht kritisch das Potenzial und die Restriktionen der Auslagerung von Unternehmensleistungen im Handel, mit dem primären Ziel, Strategien zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit durch gezielte Konzentration auf Kernkompetenzen aufzuzeigen.
2.4 Outsourcing
OS ist ein, in den späten 80er Jahren, in amerikanischen Managementkreisen geprägtes Kunstwort. Es setzt sich aus den Worten outside, resource und using zusammen und bedeutet ins Deutsche übersetzt, sinngemäß: „das Nutzen externer Hilfsmittel“. Dabei ist zu berücksichtigen, dass die jetzt fremd vergebene Leistung zu einem früheren Zeitpunkt durch das Unternehmen selbst erbracht wurde.
Im Zuge der aufkommenden Popularität des Begriffes OS ist in den letzten Jahren festzustellen, dass einige Unternehmen behaupteten, Unternehmensleistungen outgesourct zu haben. Doch wenn zugekaufte Leistungen von einem Unternehmen zu keinem Zeitpunkt ihres Bestehens selbst erstellt/ erbracht wurden, konnten sie auch zu keinem Zeitpunkt outgesourct werden.
Der Begriff des OS liegt dem Prinzip der Arbeitsteilung zugrunde und wurde erstmalig von Adam Smith im 18. Jahrhundert theoretisch beschrieben. Zu Beginn des 20. Jahrhundert wurde dieser Prozess durch die Autoindustrie und dem mit ihr in Verbindung stehendem Taylorismus immer mehr perfektioniert.
Horchler sieht in der Entwicklung von großen Unternehmen, Behörden und Institutionen in den 50iger Jahren einen wichtigen Schritt für die Entwicklung des OS als Konzept zur Wirtschaftlichkeitsoptimierung. Diese begannen auf Grund ihrer Größe bestimmte Leistungen auszugliedern oder sich der Frage zu stellen „make or buy“. Zum Beispiel wurden Aufträge für Kantinen, Wach- und Sicherheitsdienste etc. fremd vergeben, da sich der Einkauf dieser Dienstleistung am Markt als kostengünstiger erwies, als deren Selbsterbringung.
1. Einleitung: Diese Einleitung beleuchtet die dynamischen Veränderungen im Handel und führt das Outsourcing als strategisches Hilfsmittel zur Effizienzsteigerung ein.
2. Theoretische Grundlagen: Das Kapitel definiert zentrale Begriffe wie Handel, Efficient Consumer Response (ECR), Kooperationen und Outsourcing als Basis für die weitere Untersuchung.
3. Anwendungsmöglichkeiten des Outsourcings: Hier werden konkrete Bereiche der Auslagerung im Handel analysiert, darunter Finanz- und Rechnungswesen, IT, Personalwesen sowie spezialisierte Handelskonzepte wie VMI und Franchising.
4. Möglichkeiten und Grenzen des Outsourcings im Handel: Dieses Kapitel diskutiert strategische Modelle für die Zukunft des Handels und beleuchtet die rechtlichen sowie wirtschaftlichen Grenzen und Risiken des Outsourcings.
5. Fazit und Ausblick: Das abschließende Kapitel fasst den aktuellen Stand des Outsourcings im Handel zusammen und zeigt zukünftige Entwicklungstendenzen des Marktes und der Prozesse auf.
Outsourcing, Handel, ECR, Kernkompetenz, Supply Chain Management, Business Process Outsourcing, Kooperation, Vendor Managed Inventory, Category Management, Franchising, Effizienzsteigerung, Make-or-Buy, Wertschöpfungskette, Prozessoptimierung, Unternehmensnetzwerk.
Die Arbeit analysiert die Möglichkeiten und Grenzen, die sich für Handelsunternehmen ergeben, wenn sie unternehmensinterne Prozesse an externe Dienstleister auslagern.
Die zentralen Felder umfassen die theoretische Einbettung von Outsourcing und Kooperationen, den Einsatz von ECR-Konzepten sowie die praktische Anwendung in Bereichen wie Logistik, Finanzen, IT und Personal.
Ziel ist es, den Nutzen von Outsourcing als Strategie zur Konzentration auf Kernkompetenzen zu bewerten und dabei gleichzeitig die damit verbundenen Risiken und rechtlichen Hürden aufzuzeigen.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturrecherche und der Analyse bestehender Managementmodelle, um den Status Quo und Entwicklungstendenzen im Handel abzubilden.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung, die detaillierte Darstellung von Outsourcing-Anwendungsfeldern im Handel sowie eine kritische Diskussion strategischer Zukunftsmodelle und deren Grenzen.
Begriffe wie Outsourcing, Kernkompetenz, ECR, Supply Chain Management und Wertschöpfungskette bilden den inhaltlichen Kern.
Das Eggert Modell dient der Identifikation von Rationalisierungspotenzialen im Handel, indem es empfiehlt, Nebenflächen zu vermieten und Logistikprozesse sowie IT-Systeme eng mit denen des Herstellers zu verzahnen.
Rechtliche Aspekte, insbesondere arbeitsrechtliche Regelungen wie der Betriebsübergang nach § 613a BGB, stellen eine wesentliche Grenze für Outsourcing-Projekte dar und müssen bei der Vertragsgestaltung zwingend berücksichtigt werden.
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