Bachelorarbeit, 2006
52 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
2. Qualität im Journalismus
2.1. Über die Schwierigkeiten bei der Entwicklung allgemein gültiger Qualitätskriterien für journalistische Produkte
2.2. Geschichte der journalistischen Qualität
2.2.1. Erste Qualitätspostulate
2.2.2. Journalistische Qualität während der Aufklärung
2.2.3. Journalistische Qualität und Zensur
2.2.4. Journalistische Qualität im 20. Jahrhundert
2.3. Zwischenbilanz
3. Das Ragersche Qualitätsmodell
3.1. Normative Rahmenbedingungen
3.2. Dimensionen der Qualität
3.2.1. Aktualität
3.2.2. Relevanz
3.2.3. Richtigkeit
3.2.4. Vermittlung
4. Online-Journalismus
4.1. Qualität im Online-Journalismus
4.1.1. Webspezifische Qualitätskriterien des Journalismus
4.1.2. Besondere Maßnahmen zur Qualitätssicherung im Internet
4.2. Qualitätssicherung durch Ausbildung
4.2.1. Zur Geschichte der Journalisten-Ausbildung
4.2.2. Veränderung der Journalistenrolle durch das Internet
4.2.3. Der Internet-Nutzer als Konkurrent des Journalisten
4.3. Gültigkeit der Ragerschen Qualitätsdimensionen für den Online-Journalismus
5. Das Nachrichtenangebot im Internet
5.1. Klassische Medien im Internet
5.1.1. Spiegel Online
5.2. Partizipativer Journalismus im Internet
5.2.1. Nutzergenerierte Nachrichtenportale
5.2.2. Stern Shortnews
5.2.2.1. Qualitätssicherung bei Stern Shortnews
6. Vorgehensweise bei der Qualitätsuntersuchung
6.1. Auswahl des Untersuchungsobjektes
6.2. Festlegung des Untersuchungsgegenstandes
6.3. Stichprobe
6.4. Operationalisierung der Ragerschen Qualitätsdimensionen
6.4.1. Aktualität
6.4.2. Relevanz
6.4.3. Richtigkeit
6.4.4. Vermittlung
7. Auswertung
7.1. Bestimmung von Toleranzbereichen für die einzelnen Dimensionen
7.2. Einzelauswertung
7.2.1. Aktualität
7.2.2. Relevanz
7.2.3. Richtigkeit
7.2.4. Vermittlung
7.3. Gesamtauswertung
7.4. Vergleich von Stern Shortnews mit Spiegel Online
7.4.1. Bestimmung des Toleranzbereichs
7.4.2. Auswertung des Vergleichs
7.5. Beantwortung der Forschungsfragen
8. Fazit
Das Hauptziel dieser Arbeit ist es, die journalistische Qualität des nutzergenerierten Nachrichtenportals "Stern Shortnews" anhand des Qualitätsmodells von Günther Rager zu untersuchen und die Eignung eines solchen Portals als verlässliche Informationsquelle im Vergleich zu einem etablierten Nachrichtenmagazin wie "Spiegel Online" zu bewerten.
2. Qualität im Journalismus
Ein immer wieder gern zitierter Ausspruch zur Debatte über Qualität im Journalismus darf auch in dieser Arbeit nicht fehlen, und so kommt gleich zu Beginn Stefan Ruß-Mohl zu Wort: „Qualität im Journalismus definieren zu wollen gleicht dem Versuch, einen Pudding an die Wand zu nageln.“ (Vgl. Neuberger 2004: 34)
Für nahezu alle Bereiche der Wirtschaft gibt es heutzutage allgemein gültige Qualitätsstandards. So müssen Elektrogroßgeräte Strom sparend arbeiten, Autos müssen gewissen Sicherheitsanforderungen genügen und wenig Benzin verbrauchen, das Verhältnis zwischen Preis und Leistung eines Produktes muss stimmen und so weiter. Diese Standards helfen dabei, Produkte miteinander vergleichbar zu machen. Zusätzlich gibt es Organisationen wie zum Beispiel die Stiftung Warentest, die durch regelmäßige Prüfungen die Einhaltung dieser Standards kontrollieren und dem Konsumenten Entscheidungshilfen an die Hand geben. Aber auch ohne die festgelegten Standards ist jedem Verbraucher klar, dass ein Kühlschrank, der nicht richtig kühlt, viel Strom verbraucht und bereits nach wenigen Jahren kaputt geht, kein Qualitätsprodukt sein kann.
Anders sieht es da bei Qualitätsstandards für den Journalismus aus. Es ist unwahrscheinlich, dass eine Person auf Anhieb ebenso viele Kriterien für ein gutes journalistisches Produkt wie für ein Auto oder ein Elektrogroßgerät nennen könnte. In diesem Bereich verwischen die ansonsten klaren Trennlinien zwischen tatsächlichen Qualitätsnormen und einfachen Geschmackskriterien. „Das Problem liegt auf der Hand: Anders als bei Gebrauchsgegenständen des täglichen Lebens lässt sich die Funktionalität von Medienprodukten weniger klar bestimmen, da die angestrebten Ziele um ein Vielfaches abstrakter sind; zudem basiert die Festlegung, dass bestimmte Ziele überhaupt angestrebt werden sollen, bereits auf normativen Setzungen, die sich nicht in letzter Instanz begründen lassen.“ (Vgl. Vlasic 2004: 15 f.)
1. Einleitung: Die Einleitung thematisiert die durch das Internet neu entfachte Debatte über journalistische Qualität und die Frage nach der Konkurrenz durch nutzergenerierte Inhalte, woraus sich die Forschungsfrage für die Untersuchung von "Stern Shortnews" ableitet.
2. Qualität im Journalismus: Dieses Kapitel beleuchtet die Schwierigkeiten bei der Definition allgemein gültiger Qualitätskriterien und liefert einen geschichtlichen Abriss der Qualitätsdiskussion von der frühen Presse bis ins 20. Jahrhundert.
3. Das Ragersche Qualitätsmodell: Hier wird das von Günther Rager entwickelte vierdimensionale Modell vorgestellt, welches die Bereiche Aktualität, Relevanz, Richtigkeit und Vermittlung als zentrale Qualitätskriterien definiert.
4. Online-Journalismus: Das Kapitel analysiert die Spezifika des Online-Journalismus, die Bedeutung von Transparenz und Ausbildung für die Qualitätssicherung sowie die Rolle des Internet-Nutzers als potenzieller Konkurrent des klassischen Journalisten.
5. Das Nachrichtenangebot im Internet: Es wird die Unterscheidung zwischen klassischen Medienangeboten wie "Spiegel Online" und dem partizipativen "Graswurzeljournalismus" sowie die Arbeitsweise von "Stern Shortnews" erläutert.
6. Vorgehensweise bei der Qualitätsuntersuchung: Hier wird das methodische Vorgehen für die empirische Analyse beschrieben, einschließlich der Auswahl des Portals, der Stichprobenbildung und der Operationalisierung der Ragerschen Kriterien.
7. Auswertung: In diesem Kapitel werden die erhobenen Daten analysiert und die Ergebnisse der Qualitätsprüfung für Stern Shortnews in den vier Dimensionen sowie der Vergleich mit Spiegel Online detailliert dargestellt.
8. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen, die Stern Shortnews eine mangelnde journalistische Qualität bescheinigen, und unterstreicht die weiterhin hohe Bedeutung einer fundierten journalistischen Ausbildung.
Journalistische Qualität, Online-Journalismus, Ragersches Qualitätsmodell, Stern Shortnews, Spiegel Online, Nutzergenerierte Inhalte, Partizipativer Journalismus, Qualitätssicherung, Aktualität, Relevanz, Richtigkeit, Vermittlung, Medienkompetenz, Graswurzeljournalismus, Journalistenausbildung.
Die Arbeit untersucht, ob nutzergenerierte Nachrichtenportale wie "Stern Shortnews" die Qualitätsanforderungen erfüllen, die an professionellen Journalismus gestellt werden.
Die zentralen Themen sind journalistische Qualitätsstandards, die spezifischen Herausforderungen des Online-Journalismus, das Qualitätsmodell von Günther Rager sowie der Vergleich zwischen klassischen Nachrichtenmagazinen und partizipativen Online-Angeboten.
Die Forschungsfrage ist, ob Artikel auf Stern Shortnews die Qualitätskriterien nach Rager erfüllen und ob sich ein Nutzer dort ebenso gut und umfassend informieren kann wie bei einem etablierten Medium wie Spiegel Online.
Die Arbeit nutzt eine empirische Inhaltsanalyse, bei der Beiträge von Stern Shortnews anhand eines nach dem Ragerschen Modell operationalisierten Kriterienkatalogs (Aktualität, Relevanz, Richtigkeit, Vermittlung) bewertet und mit Spiegel Online verglichen werden.
Der Hauptteil umfasst die theoretische Herleitung von Qualitätskriterien, die Charakterisierung des Online-Journalismus, die detaillierte Beschreibung des Untersuchungsobjekts Stern Shortnews sowie die Auswertung und Diskussion der erhobenen Daten.
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie journalistische Qualität, Online-Journalismus, Ragersches Qualitätsmodell, nutzergenerierte Inhalte, Qualitätssicherung und Medienkompetenz charakterisieren.
Das Ergebnis ist vernichtend: Stern Shortnews erfüllt die definierten Qualitätsanforderungen in keiner der vier Dimensionen, weist häufig inhaltliche Fehler auf und bietet keinen inhaltlichen Mehrwert gegenüber professionellen Medien.
Ein wesentlicher Grund ist die fehlende journalistische Ausbildung der Autoren bei Stern Shortnews, während professionelle Redaktionen bei Spiegel Online durch fachliche Ausbildung, Recherche und redaktionelle Standards eine höhere Qualität sicherstellen.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

