Examensarbeit, 2003
62 Seiten, Note: 2
1. Einleitung
2. Was ist L-Carnitin?
2.1. Die Entdeckung des L-Carnitins
2.2. Definition von L-Carnitin und dessen chemische Eigenschaften
2.3. D-Carnitin
2.4. Aufgabe des L-Carnitins und Wirkung im Organismus
2.5. L-Carnitin-Biosynthese
2.5. L-Carnitin-Aufnahme mit der Nahrung und Bioverfügbarkeit
2.7. Resorption, Speicherung im Körper und Ausscheidung
2.8. L-Carnitin-Mangel
3. L-Carnitin im Sport
3.1. Vorstellungen der Wirkmechanismen von L-Carnitin
3.2. L-Carnitin als ergogene Substanz
3.3. Placebo-Effekt
3.4. Aktueller Forschungsstand: Exemplarische Darstellung wissenschaftlicher Studien und Forschungsergebnisse
3.4.1. L-Carnitin hat keine Auswirkung auf die Fettverbrennung
3.4.2. L-Carnitin hat keine Auswirkung auf die Leistungsfähigkeit
3.4.3. Durch Ausdauersport entsteht kein erhöhter L-Carnitin-Bedarf
3.4.4. L-Carnitin hat keinen Einfluss auf die Laktatwerte
3.4.5. Eine zusätzliche orale L-Carnitin-Aufnahme bewirkt keine Speicherung in der Muskulatur
4. Das Marketing-Produkt L-Carnitin
4.1. Werbung und Vermarktung
4.2. Präparate: Übersicht über Hersteller, Produkte und Preise
4.3. Auswertung der Fragebogen zum Thema L-Carnitin
4.4. Fragebogen L-Carnitin
5. Zusammenfassung
Die Arbeit untersucht kritisch die angepriesenen leistungssteigernden und fettverbrennenden Wirkungen von L-Carnitin-Supplementen bei Ausdauer- und Fitness-Sportlern und hinterfragt den Nutzen einer zusätzlichen Zufuhr durch eine Analyse des Forschungsstandes sowie eine eigene Umfrage.
3.4.1. L-Carnitin hat keine Auswirkung auf die Fettverbrennung und die Körperzusammensetzung.
Es existiert die Hypothese, dass ein Zusammenhang zwischen einer L-Carnitin-Supplementierung und einer daraus resultierenden Reduktion des Körperfetts besteht. Die leistungsbegünstigende Wirkung, die dem L-Carnitin bei einer oralen Substitution im Gramm-Bereich nachgesagt wird, beruht auf der Annahme, dass eine erhöhte Verfügbarkeit von L-Carnitin im Muskel mit einer Beschleunigung des Transports und der Oxidation von Fettsäuren einhergeht. Es wird davon ausgegangen, dass während einer Ausdauerbelastung vermehrt Fett als Substrat für die Energiebereitstellung verwendet wird, wodurch die Glykogen-Reserven geschont und der Zeitpunkt der Ermüdung hinausgezögert wird. Dieser Wirkungsmechanismus kann weder biochemisch erklärt, noch physiologisch bestätigt werden. Auch auf die verschiedenen Leistungsparameter konnten keine Wirkungen der L-Carnitin-Supplemente nachgewiesen werden. Eine Reduktion der Körperfettmasse als Effekt einer L-Carnitin-Supplementierung konnte in neueren und gut angelegten Studien nicht nachgewiesen werden.
Bei Personen, die unter einem Carnitinmangel leiden, wurde eine Anreicherung des Gewebes mit Fetttröpfchen festgestellt. Diese Feststellung führte zu der Vermutung, dass eine Supplementierung mit L-Carnitin den Aufbau von Fettdepots verhindern könne. Darüber hinaus ging man davon aus, dass eine durch L-Carnitin beschleunigte Fettverbrennung zu einer Reduktion des Körperfetts beitragen könne. Ein solcher Carnitinmangel ist, wie oben beschrieben, allerdings krankhaft bedingt und kann daher durchaus zu einer Verfettung führen.
1. Einleitung: Darstellung der Popularität von Nahrungsergänzungsmitteln im Sport und Einführung in die kontroverse Rolle von L-Carnitin als vermeintlicher "Fatburner".
2. Was ist L-Carnitin?: Biochemische Grundlagen, Eigensynthese, Aufnahme über die Nahrung, Speicherung im Körper sowie die medizinische Bedeutung des L-Carnitin-Mangels.
3. L-Carnitin im Sport: Analyse der theoretischen Wirkmechanismen als ergogene Substanz und kritische Gegenüberstellung mit dem aktuellen Forschungsstand zur Leistungsfähigkeit und Fettverbrennung.
4. Das Marketing-Produkt L-Carnitin: Untersuchung der Vermarktungspraktiken der Hersteller, Übersicht gängiger Präparate und Auswertung einer eigenen Umfrage unter Fitness-Sportlern zu Erfahrungen und subjektiven Wirkungen.
5. Zusammenfassung: Abschließende Einordnung, dass die versprochenen positiven Wirkungen wissenschaftlich nicht belegt sind und eine Substitution bei gesunden Sportlern keinen Nutzen bringt.
L-Carnitin, Nahrungsergänzungsmittel, Sporternährung, Fettverbrennung, Leistungsfähigkeit, ergogene Hilfen, Fettstoffwechsel, Mitochondrien, Supplementierung, Carnitinmangel, Sportler, Fitness, Ausdauertraining, Placebo-Effekt, Studienanalyse.
Die Arbeit analysiert kritisch den Nutzen und die angeblichen Wirkungen von L-Carnitin-Supplementen, die im Sport häufig zur Fettverbrennung und Leistungssteigerung beworben werden.
Die zentralen Felder umfassen die biochemischen Grundlagen von L-Carnitin, den wissenschaftlichen Forschungsstand zur Supplementierung sowie die Vermarktungspraktiken der Hersteller.
Das Ziel ist zu klären, ob die Versprechen der Hersteller bezüglich Fettverbrennung und Leistungssteigerung wissenschaftlich haltbar sind und ob eine Einnahme für Sportler sinnvoll ist.
Neben einer ausführlichen Literaturanalyse und der Auswertung bestehender Studien führte die Autorin eine eigene, nicht repräsentative Umfrage unter Fitness-Sportlern und Personal durch.
Der Hauptteil gliedert sich in die biochemischen Grundlagen, die Analyse spezifischer Studien zu Fettverbrennung und Leistungsfähigkeit sowie die Untersuchung des "Marketing-Produkts" L-Carnitin.
Wichtige Begriffe sind unter anderem L-Carnitin, Sportler, Fettverbrennung, Leistungsfähigkeit, Supplementierung, Stoffwechsel und wissenschaftlicher Forschungsstand.
Die Autorin kommt zu dem Schluss, dass L-Carnitin keine fettverbrennende Wirkung hat und eine Supplementierung bei gesunden Menschen keinen Einfluss auf den Fettstoffwechsel besitzt.
Da eine Supplementierung die Carnitin-Konzentration in der Muskulatur nicht erhöht und keine signifikanten leistungsfördernden Effekte nachgewiesen werden konnten, ist sie laut der Autorin nicht sinnvoll.
Die Autorin stellt fest, dass der Placebo-Effekt eine wesentliche Rolle bei der subjektiv wahrgenommenen Wirkung spielen kann, da der Glaube an ein Präparat die Motivation im Training steigern kann.
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