Examensarbeit, 2000
71 Seiten, Note: Sehr gut
1. EINLEITUNG
2. DIE CHRISTLICHE APOLOGETIK
2.1 Die christliche Apologetik als wissenschaftliche Rechtfertigung des Christentums
2.2 Die biblisch-theologische Begründung der Apologetik
2.3 Die Rolle der Apologetik für die religionspädagogische Praxis
3. C. S. LEWIS ALS APOLOGET DES 20. JAHRHUNDERTS
3.1 Lewis’ Sicht des intellektuellen und geistlichen Klimas des 20. Jahrhunderts
3.2 Wer war C. S. Lewis? - Wichtige Stationen seines Lebens
3.3 Die bedeutendsten christlichen Bücher von C. S. Lewis
4. DIE ZENTRALEN APOLOGETISCHEN THEMEN BEI C. S. LEWIS
4.1 Die Existenz Gottes: Begründung aus dem Sittengesetz
4.1.1 Das Sittengesetz
4.1.2 Gott offenbart sich in Natur und Verstand
4.1.3 Das christliche Gottesbild
4.1.4 Gottes Botschaft an die Menschen
4.2 Die Existenz Gottes: Begründung aus dem Supranaturalismus
4.2.1 Naturalismus und Supranaturalismus
4.2.2 Mögliche Einwände gegen Wunder
4.2.3 Die Grundlage für den Glauben an das Übernatürliche
4.2.4 Das große Wunder: Die Inkarnation
4.2.5 Die neutestamentlichen Wunder
4.3 Die Problematik von Schmerz und Leid
4.3.1 Die Allmacht Gottes
4.3.2 Die Gutheit Gottes
4.3.3 Die menschliche Natur
4.3.4 Die Bedeutung menschlichen Schmerzes
4.3.5 Die Frage nach der Gerechtigkeit
4.3.6 Lewis’ persönliche Erfahrung von Schmerz
4.4 Freude - der Ruf Gottes im Menschen
4.4.1 Die Eigenschaften der Freude
4.4.2 Der Nutzen der Freude
5. DIE NARNIA-CHRONIKEN VON C. S. LEWIS
5.1 Zum Inhalt der Narnia-Chroniken
5.2 Entstehung und Form der Chroniken
5.3 Zum Verständnis der Märchen
5.4 Christliche Symbolik in den Narnia-Chroniken
5.5 Der ethische Gehalt
6. AUSWIRKUNGEN AUF DIE RELIGIONSPÄDAGOGISCHE PRAXIS
Die Arbeit untersucht die apologetische Methodik von C. S. Lewis, mit der er in einem säkularisierten Zeitalter rationale Brücken zum christlichen Glauben schlug, und analysiert deren Relevanz sowie Anwendungsmöglichkeiten für die heutige religionspädagogische Praxis.
4.1.1 Das Sittengesetz
Als gemeinsamen Ausgangspunkt für alle seine Leser bzw. Hörer wählt Lewis nicht Gott, die Bibel oder Jesus Christus, sondern eine Erfahrung, die allen Menschen gemein ist. Nach Lewis zeigt sich im täglichen Miteinander, daß die Menschen eine gemeinsame Vorstellung von dem haben, was richtig und was falsch ist. Dies nennt er das Sittengesetz, das die Menschen - ähnlich wie das Naturgesetz - als gegeben hinnehmen. Sie können nicht entscheiden, ob sie es mögen oder nicht, sondern es ist einfach da. Der Unterschied zwischen dem Naturgesetz und dem Sittengesetz ist aber der, daß man dem Naturgesetz unterworfen ist, während man sich dem Sittengesetz auch widersetzen kann.
Daß das Sittengesetz nicht einfach menschlichen Überlegungen entstammen kann, sieht Lewis dadurch bestätigt, daß die Normen für sittliches Verhalten bei allen Völkern zu jeder Zeit in den grundlegenden Fragen beinahe identisch war.
Einen Beweis dafür, daß die Menschen an die Gültigkeit von Recht und Unrecht glauben, sieht Lewis im Bemühen der Menschen um richtiges Verhalten und in ihrem Versuch, Entschuldigungen zu finden, falls es ihnen nicht gelingt, sich richtig zu verhalten. Sie wollen die Schuld für den Verstoß gegen das Sittengesetz nicht auf sich nehmen und versuchen deshalb, die Verantwortung anderen zuzuschieben.
1. EINLEITUNG: Einführung in die Person C. S. Lewis und den Zweck der Arbeit, die sowohl seine apologetische Methode als auch sein literarisches Werk beleuchtet.
2. DIE CHRISTLICHE APOLOGETIK: Grundlegende Definition der Apologetik als wissenschaftliche Rechtfertigung des Glaubens und ihre Bedeutung für die religionspädagogische Praxis.
3. C. S. LEWIS ALS APOLOGET DES 20. JAHRHUNDERTS: Darstellung der historischen Situation des 20. Jahrhunderts sowie der biographischen Hintergründe von Lewis, die seine Rolle als Apologet prägten.
4. DIE ZENTRALEN APOLOGETISCHEN THEMEN BEI C. S. LEWIS: Vertiefte Analyse der Argumente für Gott, der Problematik von Leid und der Rolle der Sehnsucht.
5. DIE NARNIA-CHRONIKEN VON C. S. LEWIS: Untersuchung der Narnia-Reihe hinsichtlich ihrer Entstehung, Symbolik und ihres ethischen Gehalts als Mittel der Glaubensvermittlung.
6. AUSWIRKUNGEN AUF DIE RELIGIONSPÄDAGOGISCHE PRAXIS: Kritische Reflexion über die Eignung von Lewis' apologetischen Ansätzen und Märchen für die moderne religiöse Erziehung.
C. S. Lewis, Apologetik, Christentum, Narnia-Chroniken, Sittengesetz, Supranaturalismus, Theodizee, Leid, Freude, Sehnsucht, Religionspädagogik, Glaube, Vernunft, Inkarnation, Literaturwissenschaft.
Die Arbeit analysiert die christliche Apologetik von C. S. Lewis, indem sie untersucht, wie dieser Autor rationale Argumente und erzählerische Formen einsetzte, um das Christentum im 20. Jahrhundert zu verteidigen.
Die Schwerpunkte liegen auf der intellektuellen Begründung Gottes, der Auseinandersetzung mit der Frage nach Leid und Schmerz, der Bedeutung menschlicher Sehnsucht sowie der Wirksamkeit von Märchen als apologetische Mittel.
Das Hauptziel besteht darin, die theologischen Grundgedanken und die Argumentationsweise von Lewis darzustellen und deren Potenzial für die heutige religionspädagogische Praxis kritisch zu bewerten.
Die Arbeit verwendet eine textanalytische Methode, bei der zentrale apologetische Werke von C. S. Lewis (u.a. "Mere Christianity", "The Problem of Pain", "Miracles") sowie die "Narnia-Chroniken" untersucht werden.
Der Hauptteil gliedert sich in die philosophische Herleitung Gottes, die Analyse der Theodizee-Problematik, die Bedeutung der "Freude" als religiöse Sehnsucht und die Untersuchung der Narnia-Chroniken als symbolische Vermittler christlicher Inhalte.
Wichtige Begriffe sind unter anderem C. S. Lewis, Apologetik, Supranaturalismus, Sittengesetz, Narnia, Theodizee und Religionspädagogik.
Er argumentiert, dass das menschliche Bewusstsein für Recht und Unrecht – das Sittengesetz – eine objektive Norm darstellt, die nicht durch den Menschen selbst oder soziale Konventionen erklärbar ist, sondern auf einen transzendenten Ursprung verweist.
Lewis sah in den Märchen ein Medium, das "an den Wächtern der Vernunft vorbeischlüpfen" kann, um Kindern und Erwachsenen die Bedeutung des christlichen Glaubens durch Erfahrung und Gefühl nahezubringen, ohne sofort eine theologische Analyse zu erzwingen.
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