Bachelorarbeit, 2019
69 Seiten, Note: 1,1
Diese Arbeit untersucht die Auswirkungen der Identitätspolitik auf den ethnischen Pluralismus in Bosnien-Herzegowina nach dem Zerfall Jugoslawiens. Sie beleuchtet, wie der Ethnonationalismus das Zusammenleben von Menschen unterschiedlicher ethnischer Herkunft erschwert oder gar zerstört hat. Die Arbeit analysiert die Ursachen der ethnischen Spaltung, die Rolle der politischen Elite, den Einfluss des Krieges und die Folgen des Dayton-Abkommens.
Das erste Kapitel liefert einen historischen und politischen Kontext, indem es den Zerfall Jugoslawiens und die damit verbundene Welle des Nationalismus beschreibt. Das zweite Kapitel analysiert die ethnonationalistische Wendung in Bosnien-Herzegowina vor dem Krieg, betrachtet das Begriffsverständnis des Ethnonationalismus und beleuchtet die Rolle von Religion und Nationalismus in diesem Prozess. Das dritte Kapitel widmet sich dem Krieg in Bosnien-Herzegowina und seinem instrumentellen Charakter als Mittel der nationalistischen Identitätspolitik. Das vierte Kapitel untersucht die Zerstörung des ethnischen Pluralismus nach dem Krieg, analysiert das Dayton-Abkommen und dessen Folgen, beleuchtet die Spaltung der Gesellschaft in den Bereichen Bildung, soziale Strukturen, territoriale Verschiebung und Kultur.
Ethnonationalismus, Identitätspolitik, Bosnien-Herzegowina, Zerfall Jugoslawiens, Dayton-Abkommen, ethnischer Pluralismus, politische Elite, Krieg, Segregation, Spaltung der Gesellschaft, Bildung, soziale Strukturen, Kultur.
Es ist eine Identitätspolitik, die Menschen auf Basis ihrer ethnischen oder religiösen Zugehörigkeit mobilisiert, um staatliche Macht zu erlangen.
Das Abkommen beendete den Krieg, zementierte aber die ethnische Trennung durch eine territoriale und politische Aufteilung zwischen den Volksgruppen.
In ethnisch getrennten Schulen werden oft einseitige, nationalistisch geprägte Geschichtsbilder vermittelt, was die Identifikation mit dem Gesamtstaat verhindert.
Vor allem die politischen Eliten der drei großen Konfliktparteien nutzen den Nationalismus als Machtinstrument zur Sicherung ihrer Positionen.
Die Arbeit hinterfragt kritisch, ob das friedliche Zusammenleben wirklich vernichtet ist oder ob die Spaltung primär durch Politik und Medien künstlich aufrechterhalten wird.
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