Examensarbeit, 2001
81 Seiten, Note: sehr gut
Vorwort
1. Einleitung
2. Die Familiennamen in der Gemeinde Hutthurm
3. Die Gemeinden Hutthurm und Nienstädt im Vergleich
3.1 Geschichte und Informationen über die Orte
3.1.1 Die Gemeinde Hutthurm
3.1.2 Die Samtgemeinde Nienstädt
3.2 Statistische Vergleiche über die Familiennamen der Gemeinden Hutthurm und Nienstädt
3.2.1 Die häufigsten Namen
3.2.2 Einteilung der Namen in verschiedene Kategorien
3.2.3 Die Endungen auf –ing(er), -l(e) und –ke
4. Schluss
5. Bibliographie
Die vorliegende Arbeit untersucht die Herkunft und Verbreitung von Familiennamen in der niederbayerischen Gemeinde Hutthurm und kontrastiert diese mit den Namen in der niedersächsischen Samtgemeinde Nienstädt, um regionale Unterschiede in der Namensbildung aufzuzeigen.
3.2.3 Die Endungen auf –ing(er), -l(e) und –ke
Wenn man sich die Familiennamen ansieht, stellt man fest, dass viele nach dem gleichen Muster gebildet wurden, das heißt, eine gleiche Endung haben. Bei den Namen der Gemeinde Hutthurm, z. B., fallen einem etwa gleich die vielen Namen auf, die alle mit –ing oder –inger enden. Da Hutthurm zum bairischen Sprachgebiet gehört, kann man davon ausgehen, dass die meisten dieser Namen auf einen Ortsnamen oder Örtlichkeitsnamen zurückgehen. Bei manchen Namen ist das offensichtlich, da es einen solchen Ort ganz in der Nähe gibt, wie beispielsweise „Tittling“. Bei den Familiennamen fällt nun der Name „Dillinger“ auf. Wenn man also hört, wie die Menschen in Hutthurm und Umgebung diesen Ortsnamen aussprechen, nämlich „Dilling“, kann man davon ausgehen, dass der Name damals aufgrund der Ortszugehörigkeit oder Herkunft gebildet wurde, also „einer, der aus Tittling kommt oder in Tittling wohnt“.
Auch in der Gemeinde Nienstädt treten durchaus Namen auf –ing auf. Es sind zwar längst nicht so viele, aber doch so, dass es einem auffällt. Diese Namen haben jedoch meistens einen Rufnamen als Stamm, an den das –ing-Suffix gehängt wird, wie zum Beispiel „Clausing“. Hier kann man also nicht von einem „Herkunftsnamen“ sprechen. Im norddeutschen Sprachraum sind diese –ing-Endungen nämlich Diminutivformen oder Koseformen.
1. Einleitung: Die Arbeit erläutert die methodische Vorgehensweise bei der Erfassung und etymologischen Deutung von Familiennamen in Hutthurm und Nienstädt.
2. Die Familiennamen in der Gemeinde Hutthurm: Dieses Kapitel liefert ein systematisches Verzeichnis der in Hutthurm vorkommenden Familiennamen inklusive ihrer etymologischen Herleitung.
3. Die Gemeinden Hutthurm und Nienstädt im Vergleich: Hier werden die historischen Hintergründe der Orte beleuchtet und statistische Vergleiche bezüglich Namenshäufigkeit, Kategorien und morphologischer Besonderheiten angestellt.
4. Schluss: Die Autorin resümiert ihre Forschungsergebnisse und betont die Bedeutung des interregionalen Vergleichs für das Verständnis der deutschen Namenslandschaft.
5. Bibliographie: Ein Verzeichnis der verwendeten Sekundärliteratur und Internetquellen.
Familiennamen, Hutthurm, Nienstädt, Namensforschung, Etymologie, Namensbildung, Rufnamen, Berufsnamen, Ortsnamen, Suffixe, Namensstatistik, bairischer Sprachraum, Dialektforschung, Anthroponyme, Siedlungsgeschichte
Die Arbeit analysiert die Herkunft und Struktur von Familiennamen in der Gemeinde Hutthurm im Vergleich zu einer niedersächsischen Gemeinde.
Die Schwerpunkte liegen auf der etymologischen Deutung von Namen, der statistischen Auswertung von Telefonbucheinträgen und der Kategorisierung von Namenstypen.
Das Ziel ist es, die sprachlichen Unterschiede und Gemeinsamkeiten in der Namenbildung zwischen einem bairischen und einem norddeutschen Sprachraum herauszuarbeiten.
Die Arbeit nutzt eine empirische Datenerhebung mittels Telefonbuchvergleichen sowie die Analyse durch etablierte namensgeschichtliche Sekundärliteratur.
Der Hauptteil enthält ein detailliertes Verzeichnis der Familiennamen in Hutthurm mit Erklärungen sowie statistische Vergleichsdaten zu beiden Gemeinden.
Wichtige Begriffe sind Familiennamen, Namensforschung, Etymologie, Namensbildung und regionale Namensstrukturen.
Nienstädt wurde als Vergleichsgemeinde gewählt, da sie einen geeigneten Gegenpol zum bayerischen Sprachraum darstellt und eine ähnliche Größe aufweist, die einen statistischen Vergleich erlaubt.
Suffixe dienen als regionale Identifikationsmerkmale; während sie in Süddeutschland oft auf Herkunft oder Verkleinerung hinweisen, können sie im Norden primär als Koseformen fungieren.
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