Bachelorarbeit, 2019
35 Seiten, Note: 2,0
Geschichte Europas - Neueste Geschichte, Europäische Einigung
Diese Bachelorarbeit untersucht den Brexit-Vertrag aus integrationstheoretischer Perspektive, indem sie die Präferenzen der EU-Mitgliedstaaten Frankreich und Polen im Kontext der Brexit-Verhandlungen analysiert. Das Ziel ist es, die Präferenzen dieser beiden Staaten innerhalb des theoretischen Rahmens des Liberalen Intergouvernementalismus (LI) zu erklären und zu verstehen, wie diese die Gestaltung des Brexit-Vertrags beeinflusst haben.
Die Einleitung führt in die Thematik des Brexit und die Relevanz des Brexit-Vertrags für die europäische Integration ein. Der Methodenteil erläutert die gewählte Forschungsmethode, den Liberalen Intergouvernementalismus, sowie die verwendeten Daten und Analyseinstrumente. Kapitel III beleuchtet den Liberalen Intergouvernementalismus als theoretischen Rahmen für die Analyse der Staatspräferenzen. Kapitel IV skizziert den Verlauf der Brexit-Verhandlungen bis zur Ratifizierung des Brexit-Vertrags. In Kapitel VI werden die Positionen und Präferenzen Frankreichs und Polens zum Brexit analysiert. Kapitel VII widmet sich der Anwendung des LI auf den Brexit-Vertrag unter Einbezug der Präferenzen der beiden Mitgliedstaaten.
Die zentralen Schlüsselwörter der Arbeit sind: Brexit, Europäische Integration, Desintegration, Liberaler Intergouvernementalismus, Staatspräferenzen, Frankreich, Polen, Brexit-Vertrag, Austrittsverhandlungen, Kosten-Nutzen-Abwägung, EU-Mitgliedschaft.
Der LI sieht den Brexit-Vertrag als Ergebnis rationaler Kosten-Nutzen-Abwägungen der Mitgliedstaaten, bei denen nationale wirtschaftliche Interessen die Verhandlungspositionen bestimmen.
Frankreich verfolgte primär ökonomische Interessen und war weniger auf die zwischenstaatliche Kooperation angewiesen als andere Staaten, was ihm eine starke Verhandlungsmacht verlieh.
Die Präferenzen beider Staaten hatten unterschiedliche Rangfolgen; Polen war stärker auf eine Einigung und die Ratifizierung des Vertrags angewiesen, um seine wirtschaftlichen Interessen zu wahren.
Die Arbeit zeigt, dass wirtschaftliche Motive zwar dominant waren, aber nicht in allen Fällen die einzige Rolle spielten, obwohl letztlich ein rationales wirtschaftliches Interesse an einer funktionierenden EU überwog.
Der Vertrag dient als „Austrittsleitfaden“ und Präzedenzfall für zukünftige Prozesse der Desintegration oder Integration innerhalb der Europäischen Union.
Trotz unterschiedlicher Verhandlungsmacht führten Überschneidungen in den Präferenzen (z.B. zwischen Frankreich und Polen) dazu, dass wesentliche Interessen der Mitgliedstaaten im Vertrag etabliert wurden.
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