Masterarbeit, 2015
108 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
2 Theoretischer Bezugsrahmen
2.1 Behinderung
2.1.1 Begriffsklärung
2.1.2 Klassifizierung von Behinderungsarten
2.1.3 Einstellungen und Verhaltensmuster gegenüber Menschen mit einer Behinderung
2.1.4 Ansätze zur Erklärung sozialer Reaktionen gegenüber Menschen mit einer Behinderung
2.1.5 Optionale Modifikationen des Verhaltens von Nichtbehinderten gegenüber Menschen mit einer Behinderung
2.1.6 Behinderung und Sport
2.2 Inklusion
2.2.1 Begriffsklärung
2.2.2 Gründe für Inklusion
2.2.3 Inklusion in der Schule
2.2.4 Inklusion im organisierten Sport
2.2.5 Kritik
2.3 Inklusionsprojekt: DSA-Tour
2.4 Untersuchungsziele
3 Empirischer Teil
3.1 Methode
3.1.1 Untersuchungsplan
3.1.2 Fragebogenkonstruktion
3.1.3 Stichprobe
3.1.4 Untersuchungsdurchführung
3.2 Ergebnisse
3.2.1 Datenauswertung
3.2.2 Item- und Reliabilitätsanalyse
3.2.3 Faktorenanalyse
3.2.4 Hypothesenüberprüfung
4 Diskussion
Das primäre Ziel dieser Masterarbeit ist die Konstruktion und wissenschaftliche Überprüfung eines Fragebogens, der zur Erfassung von Einstellungen und Verhaltensindikatoren von Schülern gegenüber Menschen mit Behinderung im sportlichen Kontext dienen soll. Die Arbeit adressiert dabei die Forschungsfrage, wie die Einstellungen und Verhaltensabsichten bei Schülern ohne Behinderung beschaffen sind und inwieweit diese durch Faktoren wie Vorerfahrungen, Alter und Geschlecht beeinflusst werden, um letztlich eine Grundlage für die Evaluation inklusiver Sportprojekte wie der "DSA-Tour" zu schaffen.
2.1.3.1 Einstellungen gegenüber Menschen mit einer Behinderung
Einstellungen stellen ein „stabiles System von positiven oder negativen Bewertungen, gefühlsmäßigen Haltungen und Handlungstendenzen in Bezug auf ein soziales Objekt [...]“ dar (Krech, Crutchfield & Ballachey, 1962; zitiert nach Cloerkes, 2007, S. 104). Unter der Einstellung gegenüber Menschen mit einer Behinderung versteht Tröster (1990, S. 56):
„[...] eine dauerhafte, über unterschiedliche Situationen und Zeitpunkte hinweg stabile Disposition [...], auf behinderte Personen mit positiven oder negativen Gefühlen zu reagieren, vorteilhafte oder unvorteilhafte Meinungen über sie zu vertreten und sich gegenüber behinderten Menschen in zugewandter oder ablehnender Weise zu verhalten. Die Einstellung gegenüber Behinderten wird also als eine relativ überdauernde, transsituationale Reaktions- und Verhaltensbereitschaft gegenüber behinderten Personen betrachtet.“
Diesbezüglich lassen sich drei Einstellungskomponenten unterscheiden: die kognitive Komponente, die konative Komponente sowie die affektive Komponente. Die kognitive Komponente bezeichnet Cloerkes (2007, S. 104) ebenfalls als die „Wissenskomponente“, welche sich auf die spezielle Wahrnehmung des „Einstellungsobjektes“ bezieht und „sich in den Vorstellungen, Überzeugungen und bewertenden Urteilen des Individuums gegenüber einem Einstellungsobjekt“ zeigt. Die konative, oder laut Cloerkes die „Handlungskomponente“, äußert sich in den jeweiligen „Verhaltensintentionen oder Handlungstendenzen gegenüber dem Einstellungsobjekt“. Die dritte Komponente, die affektive bzw. die „Gefühlskomponente, nimmt Bezug auf die emotionale Ebene, das heißt auf „die (positiven oder negativen) Gefühle und subjektiven Bewertungen des Individuums gegenüber einem Einstellungsobjekt“. Sie wird vor allem im Behindertendiskurs als besonders relevant angesehen und stellt den sogenannten „Kern einer sozialen Einstellung“ dar (Cloerkes, 2007, S. 104).
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in den aktuellen Inklusionsdiskurs ein und skizziert die Problematik, dass trotz gesetzlicher Verpflichtungen Barrieren im schulischen und sportlichen Bereich die soziale Teilhabe von Menschen mit Behinderung erschweren.
2 Theoretischer Bezugsrahmen: Dieses Kapitel erläutert grundlegende Begriffe zu Behinderung und Inklusion, beleuchtet psychologische sowie soziologische Erklärungsmodelle für soziale Reaktionen und diskutiert aktuelle Konzepte zur Umsetzung inklusiver Praxis im Bildungs- und Sportsektor.
3 Empirischer Teil: Dieser Teil beschreibt die methodische Entwicklung eines Fragebogens zur Erfassung von Einstellungen, dessen Pilotierung mittels Itemanalyse und Reliabilitätsprüfung sowie die anschließende statistische Überprüfung der aufgestellten Hypothesen.
4 Diskussion: In der Diskussion werden die methodischen Ergebnisse kritisch reflektiert, die Ergebnisse der Hypothesentests im Kontext der Fachliteratur bewertet und Grenzen sowie Verbesserungspotenziale für zukünftige Forschungsarbeiten aufgezeigt.
Inklusion, Sportwissenschaft, Behinderung, Einstellungsforschung, Fragebogenkonstruktion, Reliabilitätsanalyse, soziale Interaktion, Verhaltensindikatoren, Schulsport, Inklusionsprojekt, DSA-Tour, Kontaktbedingung, Diskriminierung, Einstellungskomponenten, Heterogenität.
Die Arbeit befasst sich mit der Entwicklung und Überprüfung eines psychologischen Messinstruments, um Einstellungen von Schülern gegenüber Menschen mit Behinderung im Kontext von sportlichen Aktivitäten zu erfassen.
Neben den theoretischen Grundlagen zu Behinderung und Inklusion bildet die empirische Untersuchung von Einstellungen und das Verständnis für Inklusionsprozesse in Schule und Verein den Kern der Arbeit.
Das Hauptziel liegt in der Bereitstellung eines validen Fragebogens, der für die wissenschaftliche Evaluation des Inklusionsprojekts "DSA-Tour" eingesetzt werden kann.
Es handelt sich um eine quantitative Studie, bei der mittels eines standardisierten Fragebogens Daten erhoben wurden, die einer Itemanalyse, Reliabilitätsprüfung sowie einer Faktorenanalyse unterzogen wurden.
Der Hauptteil gliedert sich in einen umfassenden theoretischen Rahmen, der soziale Reaktionsmuster auf Behinderungen und Inklusionskonzepte analysiert, sowie einen empirischen Teil, der die Konstruktion und statistische Auswertung des Messinstruments darlegt.
Zentrale Begriffe sind Inklusion, Einstellungsforschung, Kontaktbedingungen im Sport und die Validierung psychometrischer Skalen.
Die Faktorenanalyse war entscheidend, um die interne Struktur der Einstellungs-, Norm- und Verhaltensskalen zu klären und Items zu identifizieren, die nicht zur Messung der beabsichtigten Dimensionen beitrugen.
Basierend auf den Daten und der Theorie stellt die Arbeit fest, dass Erfahrung im Umgang mit Menschen mit Behinderung zwar tendenziell zu positiveren Einstellungen führt, dies jedoch kein Automatismus ist, da auch soziale Erwünschtheit das Ergebnis beeinflussen kann.
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