Bachelorarbeit, 2018
41 Seiten, Note: 2,3
1. Einleitung
2. Theoretischer Hintergrund
2.1 Momentane Stellung des Themas im Mathematikunterricht
2.2 Vorkenntnisse der SuS zum Thema Wahrscheinlichkeit
2.3 Zugänge für die Grundschule
2.4 Gründe für die Behandlung in der Grundschule
2.5 Definition des Begriffs Wahrscheinlichkeit
2.5.1 der klassische Wahrscheinlichkeitsbegriff
2.5.2 der frequentistische Wahrscheinlichkeitsbegriff
2.5.3 Ziele des Wahrscheinlichkeitsbegriffs
2.6 Fehlvorstellungen / Heuristiken
2.6.1 Repräsentativitätsheuristik
2.6.2 Gambler’s Fallacy
2.6.3 Verfügbarkeitsheuristik
2.6.4 Bedeutsamkeitsansatz
2.6.5 Gleichwahrscheinlichkeit
2.6.6 Erreichbarkeitsansatz
2.6.7 Outcome Approach
2.6.8 Animistische Vorstellungen
2.6.9 Glück / Pech
3. Methode
3.1 Forschungsfrage und Hypothesen
3.2 Untersuchungsdesign
3.3 Erhebungsinstrument
3.4 Stichprobe
3.5 Testbeschreibung
3.5.1 Items zum klassischen Wahrscheinlichkeitsbegriff
3.5.2 Items zum frequentistischen Wahrscheinlichkeitsbegriff
4. Ergebnisse
5. Diskussion
Diese Arbeit untersucht die Vorkenntnisse, Denkstrukturen und Fähigkeiten von Grundschulkindern der 3. und 4. Klasse im Bereich des Wahrscheinlichkeitsbegriffs, um daraus Erkenntnisse für eine effektivere Vermittlung stochastischer Inhalte im Primarbereich zu gewinnen.
2.6.8 „Animistische Vorstellungen als Ursache für das Eintreten zufälliger Ereignisse“(Schnell, 2014, S.44).
Eine Studie nach Wollring beweist, dass SuS im Primarbereich animistische Vorstellungen zu zufallsbedingten Phänomenen haben. Im weiteren Verlauf soll erklärt werden, wie animistische Vorstellungen die Entwicklung des Wahrscheinlichkeitsbegiffs beeinflussen können. Der Begriff Animismus bedeutet, dass für Kinder ein Wesen existiert, dass das Spielergebnis bzw. auch die Handlung beherrscht. Die SuS schreiben gewissen Sachen eine Seele beziehungsweise ein Inneres zu, beispielsweise sei ein Wesen, das im Inneren des Würfels lebt, dafür zuständig, dass man eine Sechs würfelt (Krauthausen, 2018). Wollring betrachtet diese animistische Denkweisen als Unterrubrik der Manipulation der Kinder an, da diese versuchen mit dem Wesen Kontakt aufzunehmen (Schnell,2014). Das Wesen kann unterschiedliche Hierarchiestellungen für die SuS haben.
1. Einleitung: Dieses Kapitel verortet das Thema Wahrscheinlichkeit im Alltag und in Bildungsplänen und skizziert die Fragestellung der Arbeit sowie das methodische Vorgehen.
2. Theoretischer Hintergrund: Hier werden die mathematischen Grundlagen, wie der klassische und der frequentistische Wahrscheinlichkeitsbegriff, sowie bekannte kindliche Fehlvorstellungen und Heuristiken dargelegt.
3. Methode: Dieser Abschnitt beschreibt das Forschungsdesign, die Hypothesenbildung, die Stichprobe und die detaillierte Konstruktion des verwendeten Erhebungsinstruments.
4. Ergebnisse: In diesem Kapitel werden die Daten der empirischen Untersuchung ausgewertet und grafisch aufbereitet, um die aufgestellten Hypothesen zu überprüfen.
5. Diskussion: Das abschließende Kapitel reflektiert die Ergebnisse, interpretiert die festgestellten Fehlvorstellungen und leitet Konsequenzen für den Mathematikunterricht in der Grundschule ab.
Wahrscheinlichkeit, Grundschule, Stochastik, Zufallsexperiment, klassischer Wahrscheinlichkeitsbegriff, frequentistischer Wahrscheinlichkeitsbegriff, Fehlvorstellungen, Heuristiken, Repräsentativitätsheuristik, Gambler’s Fallacy, Empirische Untersuchung, Primarstufe, mathematische Bildung, Vorkenntnisse, Lernprozess.
Die Arbeit befasst sich mit der empirischen Untersuchung der Fähigkeiten von Schülerinnen und Schülern der 3. und 4. Klasse zum Thema Wahrscheinlichkeitsbegriff.
Im Zentrum stehen die theoretische Einbettung der Stochastik im Grundschulunterricht, die Unterscheidung zwischen verschiedenen Wahrscheinlichkeitsdefinitionen sowie die Analyse kindlicher Fehlvorstellungen.
Ziel ist es zu evaluieren, welches Vorwissen und welche Denkstrukturen Grundschulkinder in Bezug auf Zufallsphänomene besitzen, um daraus Hinweise für die Unterrichtsgestaltung abzuleiten.
Es wurde eine quantitative empirische Untersuchung in Form einer schriftlichen Befragung mittels eines eigens entwickelten Testhefts mit 88 Probanden durchgeführt.
Der Hauptteil gliedert sich in einen theoretischen Abschnitt zu stochastischen Grundlagen sowie einen methodischen Teil, der das Forschungsdesign, die Hypothesen und die Datenauswertung erläutert.
Wichtige Begriffe sind insbesondere der Laplace-Ansatz, die frequentistische Wahrscheinlichkeit, Fehlvorstellungen wie die Gambler’s Fallacy und der Einfluss des Geschlechts bzw. der Klassenstufe auf das mathematische Verständnis.
Der Laplace-Ansatz betrachtet die Wahrscheinlichkeit als Verhältnis günstiger zu möglichen Fällen bei symmetrischen Zufallsgeneratoren, während der frequentistische Ansatz auf der Beobachtung relativer Häufigkeiten in Versuchsreihen basiert.
Die Untersuchung zeigt, dass Kinder bei Zufallsereignissen manchmal ein Wesen vermuten, das den Ausgang manipuliert, was den Erwerb eines objektiven Wahrscheinlichkeitsbegriffs erschweren kann.
Überraschenderweise zeigte sich in den Ergebnissen, dass die Drittklässler in bestimmten Bereichen leistungsfähiger waren als die Viertklässler, was der Ausgangshypothese widerspricht.
Der Autor empfiehlt, stochastische Inhalte nicht als isolierte Einheit, sondern als kontinuierlich aufbauenden Prozess bereits ab dem 1. Schuljahr in den Mathematikunterricht zu integrieren.
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