Bachelorarbeit, 2016
42 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
2 Chancen
2.1 Attribute und Motivationen der Investoren
2.2 Chancen durch Crowdinvesting
2.2.1 Mehrwerte von Unternehmensgründungen durch Crowdinvesting
2.2.2 Gewinnerzielung
2.2.3 Auswirkungen auf die Finanzbranche
3 Rechtliche Rahmenbedingungen
3.1 Aktueller Stand staatlicher Regulierung
3.1.1 Deutschland
3.1.2 USA
3.1.3 Europa
3.2 Ausgestaltung der Beteiligungsverträge
4 Risiken bei Crowdinvestments aus Investorensicht
4.1 Methodische Aspekte der Risikomessung
4.2 Maximal- und Geschäftsrisiko
4.3 Bewertungsrisiko
4.4 Informationsasymmetrien
4.5 Laufzeit und Übertragbarkeit der Beteiligung
4.6 Psychologische Faktoren
4.7 Weitere Risiken
5 Bewertung der Ergebnisse und mögliche Konsequenzen
5.1 Möglichkeiten der Risikoreduzierung
5.1.1 Investoren
5.1.2 Plattformen
5.1.3 Emittenten
5.2 Bewertung der aktuellen Regulierungssituation und mögliche Konsequenzen für die deutsche Gesetzgebung
6 Fazit und Ausblick
Das Hauptziel dieser Bachelorarbeit besteht in einer umfassenden Analyse der Chancen und spezifischen Risiken, denen Investoren bei Crowdinvesting-Projekten im Startup-Bereich gegenüberstehen, unter besonderer Berücksichtigung der gesetzlichen Rahmenbedingungen.
4.2 Maximal- und Geschäftsrisiko
Beteiligungen auf dem deutschen Crowdinvesting-Markt werden heutzutage fast ausschließlich als qualifizierte, partiarische Nachrangdarlehen vergeben. Diese Form der Vermögensanlage weist eigenkapitalähnliche Eigenschaften auf. So erhalten die Investoren bei einer Insolvenz oder Liquidation erst Gelder, wenn sämtliche vorrangige Fremdgläubiger befriedigt wurden.
Das größte Risiko bei einem Crowdinvestment besteht demnach im Totalverlust des eingesetzten Kapitals, auch Maximalrisiko genannt. Da die Zahlung gewinnabhängiger Bonuszinsen vom wirtschaftlichen Erfolg des Emittenten abhängt, kann sich auch das Geschäftsrisiko nachteilig auf die Rendite des Investments auswirken.
Um diese Risiken angemessen einschätzen zu können, sind folgende Attribute von crowdfinanzierten Startups hilfreich: Etwa die Hälfte der Unternehmen ist zwischen 0 und einem Jahr alt, sie befinden sich also hauptsächlich in der Seed- und Early-Stage-Phase. Der Großteil ist in den Bereichen IT, E-Commerce oder Medien tätig und verwendet die Gelder häufig für Forschung & Entwicklung beziehungsweise zur Markteinführung eines neuen Produktes. Zudem sind die Gründerteams oftmals unerfahren und scheuen vor Risiken nicht zurück. Zusammenfassend findet die Finanzierung also überwiegend in einer Frühphase mit unklaren Erfolgsaussichten statt.
Dies spiegelt sich zum Teil in den Statistiken wider: Rund 17,1% der in 2011 bis 2014 crowdfinanzierten Unternehmen schieden bis Mai 2015 wieder aus; ca. 29,1% der Investoren von 2011 waren zu diesem Zeitpunkt von einem Ausfall betroffen. Diese Zahlen decken sich weitgehend mit den Angaben der marktführenden deutschen Plattformen.
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in das Thema Crowdinvesting ein, skizziert die wachsende Bedeutung der Finanzierungsform im Niedrigzinsumfeld und legt die methodische Vorgehensweise der Arbeit dar.
2 Chancen: Das Kapitel beleuchtet die Motivationen der Investoren sowie die wirtschaftlichen Potenziale von Crowdinvesting, etwa durch Innovationsförderung und Renditechancen für Privatanleger.
3 Rechtliche Rahmenbedingungen: Hier werden der regulatorische Status quo in Deutschland, den USA und Europa sowie die spezifische Ausgestaltung von Beteiligungsverträgen bei marktführenden Plattformen analysiert.
4 Risiken bei Crowdinvestments aus Investorensicht: Dieses Kapitel identifiziert und analysiert kritische Anlegerrisiken wie das Maximal- und Geschäftsrisiko, Bewertungsunsicherheiten, Informationsasymmetrien und psychologische Faktoren.
5 Bewertung der Ergebnisse und mögliche Konsequenzen: Es erfolgt eine Bewertung der bisherigen Erkenntnisse, wobei Handlungsmöglichkeiten für Investoren, Plattformen und Emittenten zur Risikominimierung diskutiert werden, ergänzt durch Empfehlungen für den Gesetzgeber.
6 Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst die Analyse zusammen, betont den bestehenden Verbesserungsbedarf bei der Regulierung und gibt einen Ausblick auf künftige Entwicklungen im Crowdinvesting-Markt.
Crowdinvesting, Startup-Finanzierung, Anlegerschutz, Kleinanlegerschutzgesetz, KASG, Beteiligungsvertrag, partiarisches Nachrangdarlehen, Maximalrisiko, Informationsasymmetrie, Risikominimierung, Venture Capital, Emissionsvolumen, Finanzmarktregulierung, Renditechancen, Unternehmensbewertung.
Die Arbeit beschäftigt sich mit Crowdinvesting als alternative Finanzierungsform für Startups und analysiert dabei kritisch die Chancen sowie die spezifischen Risiken, denen Investoren ausgesetzt sind.
Zentrale Themen sind die Anlegermotivation, die rechtliche Regulierung in verschiedenen Staaten, die vertragliche Gestaltung von Crowdinvestments sowie die Messung und Reduzierung von Anlegerrisiken.
Ziel ist es, neben den Chancen die maßgeblichen Risiken für Kapitalanleger zu identifizieren und Lösungsansätze für einen verbesserten Anlegerschutz im Rahmen der aktuellen gesetzlichen Rahmenbedingungen zu entwickeln.
Die Arbeit nutzt eine Kombination aus Literaturanalyse zur regulatorischen Situation und eine vergleichende Analyse von Beteiligungsverträgen führender deutscher Plattformen sowie den statistischen Abgleich von Insolvenzdaten.
Der Hauptteil umfasst eine detaillierte Darstellung der rechtlichen Rahmenbedingungen (KASG, USA, Europa), eine Analyse von Vertragsstrukturen und eine tiefgehende Untersuchung von Risikofaktoren wie Bewertungsrisiken und Informationsasymmetrien.
Die Arbeit lässt sich am besten durch Begriffe wie Crowdinvesting, Anlegerschutz, partiarisches Nachrangdarlehen, Informationsasymmetrie und Finanzmarktregulierung charakterisieren.
Die Einordnung beeinflusst das rechtliche Schutzniveau, da stille Gesellschaften Anlegern teilweise weitergehende Informationsrechte und gesetzliche Ausfallregelungen einräumen als die in der Praxis oft genutzten partiarischen Nachrangdarlehen.
Die Arbeit schlägt unter anderem vor, dass Plattformen verbindliche Plausibilitätsprüfungen der von Startups eingereichten Unterlagen durchführen und Mechanismen zum Abbau von Interessenkonflikten etablieren, etwa durch eine erfolgsabhängige Partizipation an den Erträgen.
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