Fachbuch, 2020
140 Seiten
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Aufbau und Zielsetzung der Arbeit
1.3 Expansives Problemverhalten - Klärung der verwendeten Begrifflichkeiten
2 Theoretische Grundlagen
2.1 Formen expansiven Verhaltens- Klassifikation und Symptomatik
2.2 Prävalenz
2.3 Verlauf und Komorbiditäten
2.4 Entwicklungspsychopathologie- Risiko- und Schutzfaktoren
2.5 Behandlungsansätze
2.6 Elterntrainings
2.7 Fragestellung
3 Methodik
4 Ergebnisse
4.1 Kompetenztraining für Eltern sozial auffälliger Kinder (KES), Lauth & Heubeck, 2006
4.2 Parent- Child- Interaction Therapy (PCIT), Eyberg (1988)
4.3 Präventionsprogramm für expansives Problemverhalten (PEP), Plück, Wieczorrek, Wolff Metternich, Döpfner (2006)
4.4 Therapieprogramm für Kinder mit hyperkinetischem und oppositionellem Problemverhalten (THOP), Döpfner, Schürmann, Fröhlich (2002)
5 Qualitative Bewertung und Diskussion der Ergebnisse
6 Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht die Wirksamkeit deutschsprachiger Elterntrainings bei Kindern mit expansivem Problemverhalten. Das primäre Ziel besteht darin, einen systematischen Überblick über evidenzbasierte Trainingsprogramme im deutschsprachigen Raum zu geben und deren Einfluss auf kindliche Verhaltenssymptome sowie die Stärkung protektiver Faktoren zu bewerten, um Ableitungen für zukünftige Forschungs- und Modifikationsbedarfe zu generieren.
1.3 Expansives Problemverhalten - Klärung der verwendeten Begrifflichkeiten
Expansive Verhaltensweisen stellen in den meisten Fällen Entwicklungsphänomene dar, die im Rahmen einer normalen Entwicklung zeitlich begrenzt auftreten können und in der Regel keiner therapeutischen und/ oder medizinischen Diagnostik und Behandlung bedürfen.
Unter bestimmten Voraussetzungen jedoch entwickeln sich besagte Verhaltensweisen zu manifestierten, persistierenden und klinisch bedeutsamen Verhaltensstörungen, die die Konsultation von Fachleuten und entsprechende therapeutische Interventionen aus verschiedenen, an späterer Stelle näher erläuterten Gründen notwendig machen.
Der Terminus „Expansives Problemverhalten“ bezeichnet zusammenfassend das Auftreten aufsässiger, oppositioneller, impulsiver und/ oder aggressiver, dissozialer bis delinquenter Verhaltensweisen, die das normale Maß entwicklungsbedingten Trotzverhaltens übersteigen und insbesondere die Eltern, wie auch die Lehrer betroffener Kinder und Jugendlicher vor immense Herausforderungen stellen.
In dieser Arbeit wird nach den in Abschnitt 2.0 folgenden Erläuterungen über die Klassifikation der klinischen Störungsbilder, unabhängig vom Vorliegen einer Diagnose, Dauer, Schweregrad, Kategorisierung oder der Ausprägung der Symptomatik, überwiegend der Terminus des „expansiven Problemverhaltens“ oder der „expansiven Verhaltensstörungen“ verwendet, weil sich unter ihnen die gemeinsamen, externalisierenden - entsprechend der Wortbedeutung – nach außen gerichteten Verhaltensprobleme, auch im subklinischen Bereich subsumieren lassen und eine Ausdifferenzierung bezüglich Diagnose, Ursache und Schweregrad für die hier grundsätzlich behandelte Thematik nicht notwendig erscheint.
1 Einleitung: Dieses Kapitel führt in das Themenfeld der externalisierenden Verhaltensstörungen ein, erläutert die Problemstellung sowie die Zielsetzung der Arbeit und definiert die zentralen Begrifflichkeiten.
2 Theoretische Grundlagen: Hier werden die klinischen Klassifikationssysteme (ICD-10, DSM-V), Prävalenzraten, Verlauf und Komorbiditäten sowie der biopsychosoziale Erklärungsansatz für expansive Verhaltensstörungen dargelegt.
3 Methodik: Der Abschnitt beschreibt das systematische Vorgehen zur Literaturrecherche und die Kriterien für die Auswahl der untersuchten Elterntrainingsprogramme.
4 Ergebnisse: Dieses Kapitel stellt die vier identifizierten evidenzbasierten Trainingsprogramme (KES, PCIT, PEP, THOP) detailliert vor, inklusive deren theoretischem Hintergrund, Aufbau, Inhalten und bisherigen Evaluationsergebnissen.
5 Qualitative Bewertung und Diskussion der Ergebnisse: Hier werden die Befunde kritisch reflektiert, die Wirksamkeit der Programme anhand wissenschaftlicher Standards diskutiert und die methodischen Grenzen der Studien betrachtet.
6 Fazit: Das abschließende Kapitel fasst die zentralen Erkenntnisse zusammen, bewertet den aktuellen Bedarf an Forschung und Implementierung und formuliert Empfehlungen für die Zukunft.
Expansives Problemverhalten, Elterntraining, Externalisierende Verhaltensstörungen, KES, PCIT, PEP, THOP, Erziehungskompetenz, Kind-Eltern-Interaktion, Prävention, Intervention, Wirksamkeit, Risikofaktoren, Schutzfaktoren, Biopsychosoziales Modell.
Die Arbeit befasst sich mit der Wirksamkeit von evidenzbasierten Elterntrainings bei Kindern und Jugendlichen, die ein expansives bzw. externalisierendes Problemverhalten zeigen.
Zentrale Themen sind die Ätiologie von Verhaltensstörungen, die Vorstellung spezifischer Trainingsprogramme sowie deren Einfluss auf familiäre Interaktionsmuster und die Symptomreduktion.
Ziel ist es, einen systematischen Überblick über die in Deutschland praktizierten, evidenzbasierten Elterntrainings zu geben und deren Wirksamkeit sowie Fokus auf Risiko- und Schutzfaktoren wissenschaftlich zu untersuchen.
Es wurde eine systematische Literaturrecherche durchgeführt, um relevante Studien und Evaluationsdaten zu den identifizierten Programmen aus dem Zeitraum 2005-2018 zu extrahieren und qualitativ auszuwerten.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung der Störungsbilder und eine detaillierte Analyse der vier ausgewählten Programme KES, PCIT, PEP und THOP.
Charakterisierende Begriffe sind unter anderem expansives Problemverhalten, Elterntraining, Interventionsforschung, Erziehungskompetenz und Wirksamkeitsbelege.
Diese Kriterien definieren messbare Ziele für Eltern, die sie in Interaktionssequenzen mit dem Kind erreichen müssen, um den Übergang vom Spieltraining zur Erziehungsphase zu legitimieren.
Die Analysen deuten darauf hin, dass Einzeltrainings oftmals zu größeren Effekten führen, da eine individuellere Anpassung der Inhalte und eine höhere Verbindlichkeit der Teilnahme realisiert werden können.
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