Bachelorarbeit, 2017
62 Seiten, Note: 3,0
1 EINLEITUNG
1.1 PROBLEMSTELLUNG
1.2 ZIELSETZUNG
1.3 AUFBAU UND STRUKTUR
1.4 METHODIK
2 THEORETISCHE GRUNDLAGEN
2.1 BETRIEBSFORMEN DES HANDELS
2.2 GESCHÄFTSMODELLE
2.3 DIGITALE TRANSFORMATION
2.4 ZUSAMMENFASSUNG
3 DER STATUS QUO DES HANDELS
3.1 STANDORTBESTIMMUNG
3.2 EINFLUSSFAKTOREN
3.3 ZUSAMMENFASSUNG
4 CHANCEN, RISIKEN UND HERAUSFORDERUNGEN
4.1 CHANCEN FÜR DEN HANDEL
4.2 RISIKEN FÜR DEN HANDEL
4.3 HERAUSFORDERUNGEN FÜR DEN HANDEL
4.4 ZUSAMMENFASSUNG
5 DIGITALE TRANSFORMATION IM STATIONÄREN HANDEL
5.1 ELEMENTE DIGITALER GESCHÄFTSMODELLE
5.2 EXEMPLARISCHE ROADMAP
5.3 ZUSAMMENFASSUNG
6 FAZIT UND AUSBLICK
Die vorliegende Arbeit untersucht die Auswirkungen der digitalen Transformation auf den stationären Einzelhandel und identifiziert Chancen, Risiken sowie Herausforderungen. Ziel ist es, theoretische Grundlagen zu vermitteln und Ansätze zur Anpassung von Geschäftsmodellen im Kontext der fortschreitenden Digitalisierung aufzuzeigen.
3.1.2 Vorteile und Nachteile im Vergleich
Unbestritten gibt es im Offline- wie im Online-Handel jeweils Vorteile und Nachteile, die einen unterschiedlich großen Einfluss auf den Kaufprozess der Konsumenten ausüben. In einem Vergleich können diese aus Kunden- und Unternehmenssicht betrachtet werden. Die zentralen Vor- und Nachteile des Offline-Handels (siehe Abbildung 5) beinhalten:
Vorteile aus Kundensicht: Der ausgewählte Artikel steht sofort zur Verfügung und kann haptisch und visuell überprüft werden. Entspricht der Artikel nicht den Vorstellungen kann man oftmals von einem auf Kulanzbasis gewährten Umtauschrecht gebrauch machen. Da die Zahlung mit dem Erhalt der Ware erfolgt, besteht kein Risiko bei der Abwicklung. Kunden schätzen am Einkauf, beispielsweise in einem Shopping-Center, die unzähligen Zusatzangebote die ein subjektiv empfundenes Einkaufserlebnis erzeugen.
Nachteile aus Kundensicht: Der Kunde muss sich Zeit nehmen seinen Einkauf während der gesetzlich festgelegten Öffnungszeiten zu tätigen und trägt dabei Kosten für An- und Abfahrt sowie etwaige Parkkosten. Die Auswahl der Artikel ist auf das ausgestellte Sortiment begrenzt und kann nicht mit anderen Produkten verglichen werden. Die individuelle Beratung ist sehr stark von der Kompetenz des Verkäufers abhängig und wird oft als ungenügend eingestuft.
Vorteile aus Handelssicht: Der Handel kann den Konsumenten mittels Kundenbindungsprogrammen zum Nachkauf animieren und über eine ansprechende Ladengestaltung die Möglichkeit ein besonderes Einkaufserlebnis zu gestalten. Im direkten Kundenkontakt kann der Verkäufer, soweit vorhanden, seine Beratungskompetenz einbringen und dem Kunden zusätzliche oder hochwertigere Artikel verkaufen.
Nachteile aus Handelssicht: Hohe Kosten für Personal, Lager und Miete schlagen sich in den Verkaufspreisen nieder und erschweren den Wettbewerb mit regionalen Mitbewerbern und dem Online-Handel. Bei fehlenden Werbeinvestitionen kann nur eine geringe Reichweite erzielt werden. Der stationäre Handel steht oftmals vor der so genannten Free-Rider-Problematik, da Kunden gerne die kostenintensive Fachberatung in Anspruch nehmen, die Artikel dann aber doch Online kaufen.
1 EINLEITUNG: Dieses Kapitel führt in die Thematik der digitalen Transformation des Einzelhandels ein, definiert die Problemstellung sowie das Ziel der Arbeit und erläutert die methodische Vorgehensweise.
2 THEORETISCHE GRUNDLAGEN: Hier werden die zentralen Begriffe wie Betriebsformen des Handels, Geschäftsmodelle und digitale Transformation definiert, um das notwendige Grundverständnis für die weitere Analyse zu schaffen.
3 DER STATUS QUO DES HANDELS: Dieses Kapitel analysiert die aktuelle Situation des Handels, beleuchtet Einflussfaktoren wie Technologie und das veränderte Konsumentenverhalten und bewertet die Vor- und Nachteile verschiedener Handelsformen.
4 CHANCEN, RISIKEN UND HERAUSFORDERUNGEN: Hier werden die durch die Digitalisierung entstehenden Chancen, Risiken und Herausforderungen für den Einzelhandel systematisch identifiziert und aus Kunden- sowie Handelssicht diskutiert.
5 DIGITALE TRANSFORMATION IM STATIONÄREN HANDEL: Dieses Kapitel beschreibt konkrete Ansätze und Elemente digitaler Geschäftsmodelle und bietet eine exemplarische Roadmap für deren Umsetzung im stationären Handel.
6 FAZIT UND AUSBLICK: Das letzte Kapitel fasst die wesentlichen Erkenntnisse der Arbeit zusammen und gibt einen Ausblick auf die zukünftige Entwicklung sowie potenzielle Forschungsfelder.
Digitale Transformation, Einzelhandel, E-Commerce, Multi-Channel-Handel, Online-Handel, Konsumentenverhalten, Geschäftsmodelle, Customer Journey, Touchpoints, Mobile Commerce, Big Data, Kundenbindung, stationärer Handel, Handelslandschaft, Strategie
Die Arbeit befasst sich mit der digitalen Transformation im Einzelhandel und untersucht, wie stationäre Händler auf die Herausforderungen durch den wachsenden Online-Handel reagieren können.
Die Schwerpunkte liegen auf der Definition von Geschäftsmodellen, der Analyse der aktuellen Handelssituation, der Bewertung von Chancen und Risiken durch Digitalisierung und der Erstellung einer Roadmap für Transformationsprozesse.
Das Hauptziel ist es, die aktuellen Chancen und Herausforderungen für den Handel zu identifizieren und theoretische Grundlagen für eine erfolgreiche digitale Transformation von Geschäftsmodellen zu vermitteln.
Die Arbeit basiert auf einer systematischen Literaturrecherche und der anschließenden Analyse von Fachbüchern, Fachzeitschriften und wissenschaftlichen Literaturdatenbanken zur Beantwortung der Forschungsfragen.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretischen Grundlagen, eine Status-quo-Analyse des Handels, die Identifikation von Chancen und Risiken sowie die Darstellung digitaler Transformationsmodelle für den stationären Handel.
Wichtige Begriffe sind insbesondere Digitale Transformation, Multi-Channel-Handel, Online-Handel, Customer Journey und Geschäftsmodelle im Einzelhandel.
ROPO steht für "Research Online, Purchase Offline" (oder umgekehrt) und beschreibt die Wechselwirkung zwischen digitalen Informationskanälen und dem tatsächlichen Kauf im stationären Ladengeschäft.
Das Modell wird eingesetzt, weil es eine visuelle, leicht verständliche und effiziente Möglichkeit bietet, komplexe Geschäftsmodell-Strukturen darzustellen, Chancen zu erkennen und Strategien einfach anzupassen.
Beim Pure-Online-Handel vertreiben Unternehmen ihre Produkte ausschließlich über Online-Shops, ohne über ein stationäres Ladengeschäft zur direkten Kundeninteraktion zu verfügen.
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