Bachelorarbeit, 2016
38 Seiten, Note: 1,3
1.Einleitung
2. Zielsetzung der Bachelorarbeit
3. Open Source Software
3.1 Eigenschaften von Software
3.2 Charakteristika von Open Source Software
3.3 Vor- und Nachteile von Open Source Software
3.4 Beispiele für erfolgreiche Open Source Software Projekte
4. Open Source Software als öffentliches Gut?
5. Gründe für das Mitwirken an Open Source Projekten
5.1 Gründe für Entwickler
5.2 Gründe für Unternehmen
6. Bereitstellung von Software
6.1 Bereitstellung durch Märkte
6.2 Bereitstellung durch die Open Source Gemeinschaft
7. Vergleich von Open- und Closed Source Software in Hinblick auf Effizienzpunkte und Wechselwirkung
8. Fazit und Ausblick
Die Arbeit untersucht die ökonomischen Aspekte von Open Source Software (OSS) im Vergleich zu kommerzieller, proprietärer Software (Closed Source Software). Dabei steht die Frage im Vordergrund, wie OSS trotz der fehlenden Marktbepreisung ein hohes Qualitätsniveau erreicht, welche Anreize Akteure zur Mitarbeit bewegen und wie das Zusammenspiel zwischen OSS und kommerziellen Unternehmen effizient gestaltet werden kann.
3.1 Eigenschaften von Software
Software lässt sich als Erfahrungsgut charakterisieren. Der User der Software kann den Nutzen, den er aus dem Gebrauch erhält, nicht vor dem Kauf feststellen. Das nötige Wissen erhält der Nutzer also erst nach Kauf und Umgang mit der Software. Die Entscheidung, die hier getroffen wird, ist also eine Entscheidung unter Unsicherheit. (vgl. Ewers u. a. (2003), S.286) Der Nutzer der Software baut durch die regelmäßige Verwendung ein spezifisches Humankapital auf. Dieses Humankapital ist insofern spezifisch, dass der Nutzer im Verlauf der Zeit Wissen und Erfahrung im Umgang mit der Software aufbaut. Die Produktivität steigt also mit der Nutzung der Software, da der Nutzer sie immer besser kennenlernt und beherrscht. Anders formuliert: Es steigt die Produktivität mit steigendem Humankapital. An dieser Stelle zeigt sich, dass Software, wie bei vielen anderen Werkzeugen, erst durch die Fähigkeit sie zu orientiert anzuwenden (Aufbau Humankapital) Nutzen stiftet. (vgl. Pasche und von Engelhardt, 2004)
Bei der Herstellung von Software, ist die Kostenfunktion von sehr hohen Entwicklungs kosten geprägt. Diese Kosten, sogenannte „first-copy-costs“, fallen zum größten Teil auf Entwicklung, Programmierung und Testläufe an. Hierbei handelt es sich gleichzeitig um „sunk-costs“. Die Grenzkosten hingegen sind sehr gering. (vgl. Kalwey 2003, S.20) Liegt die Software in digitaler Form vor, sind die anfallenden Kosten für Verpackung und Vertrieb sehr gering. Bei einem Vertrieb über das Internet gehen diese Kosten sogar gegen null. Durch diese degressiven Durchschnittskostenverläufe kann die Softwareindustrie Skalenvorteile ausnutzen. Verdeutlicht wird dieser degressive Durchschnittskostenverlauf durch Abbildung 1. Gleichzeitig gilt, dass die Grenzkosten den durchschnittlichen variablen Kosten entsprechen. (Knebel und Kürner, 2015)
1.Einleitung: Dieses Kapitel führt in die steigende Bedeutung von Open Source Software ein und erläutert die historische Entwicklung anhand von drei Software-Ären.
2. Zielsetzung der Bachelorarbeit: Hier wird das Ziel der Arbeit definiert, OSS aus volkswirtschaftlicher Sicht sowie in ihrer Wechselwirkung zu kommerzieller Software zu analysieren.
3. Open Source Software: Das Kapitel definiert OSS, beschreibt die Eigenschaften von Software als Erfahrungsgut und beleuchtet Vor- sowie Nachteile sowie prominente Beispiele.
4. Open Source Software als öffentliches Gut?: Es wird untersucht, inwiefern OSS die Kriterien eines öffentlichen Gutes erfüllt und wie das damit verbundene Trittbrettfahrerproblem theoretisch gelöst werden kann.
5. Gründe für das Mitwirken an Open Source Projekten: Dieses Kapitel analysiert die Motive von Entwicklern (Rentensucher vs. Spender) sowie die strategischen Beweggründe für Unternehmen, OSS-Projekte zu unterstützen.
6. Bereitstellung von Software: Es werden die zwei unterschiedlichen Bereitstellungsmodelle – der marktbasierte Vertrieb von Closed Source Software und die dezentrale Produktion in der OS-Gemeinschaft – einander gegenübergestellt.
7. Vergleich von Open- und Closed Source Software in Hinblick auf Effizienzpunkte und Wechselwirkung: Dieses Kapitel vergleicht beide Produktionsarten hinsichtlich statischer und dynamischer Effizienz sowie deren Einfluss auf den technischen Fortschritt.
8. Fazit und Ausblick: Die Arbeit fasst die Ergebnisse zusammen und betont, dass OSS eine wertvolle Alternative darstellt, wobei zukünftige Forschung zur Beitragsmessung und Effizienz notwendig bleibt.
Open Source Software, OSS, Closed Source Software, CSS, Softwareökonomie, Öffentliche Güter, Trittbrettfahrerproblem, Humankapital, Netzwerkeffekte, Lizenzmodelle, General Public License, GPL, Innovationsanreize, Wissens-Spill-over, Marktversagen
Die Arbeit befasst sich mit einer ökonomischen Untersuchung von Open Source Software (OSS) und analysiert, warum diese trotz fehlender direkter Marktentlohnung erfolgreich existieren kann.
Die zentralen Felder sind die ökonomische Einordnung von Software, die Anreizstrukturen für Entwickler und Unternehmen sowie der Vergleich der Effizienz zwischen OSS und kommerzieller Closed Source Software.
Das Ziel ist es, die ökonomische Rationalität hinter der OSS-Produktion zu ergründen und die Wechselwirkungen zwischen quelloffener und kommerzieller Software zu beleuchten.
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse ökonomischer Studien und Modelle, ergänzt durch eine kritische Betrachtung bestehender Ansätze (u.a. von Pasche/Engelhardt und Lerner/Tirole).
Der Hauptteil behandelt die Eigenschaften von Software, die Abgrenzung von OSS, Motive für die Mitwirkung, Produktionsmodelle und einen detaillierten Effizienzvergleich zwischen Open und Closed Source.
Wichtige Begriffe sind OSS, CSS, öffentliche Güter, Trittbrettfahrerproblem, Netzwerkeffekte, GPL und Humankapital.
Lizenzen wie die GPL dienen als institutioneller Rahmen, um die Offenheit des Codes zu bewahren und Trittbrettfahren durch kommerzielle Anbieter einzuschränken.
Unternehmen investieren, um von der gemeinsamen Forschung und Entwicklung zu profitieren, Standards zu setzen oder Komplementärprodukte in einem stabilen Umfeld besser vermarkten zu können.
Das Hauptproblem ist das Trittbrettfahrerproblem, da Anreize sinken, wenn der Quellcode für jeden frei verfügbar ist, ohne dass man selbst unmittelbar monetär entlohnt wird.
Die Produktivität steigt durch den Aufbau von spezifischem Humankapital, da der Nutzer durch die kontinuierliche Anwendung der Software ein tieferes Verständnis und höhere Effizienz im Umgang mit ihr erlangt.
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