Fachbuch, 2020
66 Seiten
1 Einleitung
1.1 Bezugnahme zum Studienprojekt (2018/19)
2 Theorien, Methodik und Definition der im Kontext relevanten Begriffe
2.1 Evolution und Spiritualität
2.2 Theorien
2.3 Methodik
3 Spiritualität – was ist das?
3.1 Spiritualität und Bildungsarbeit – eine kurze Retrospektive
3.2 Spiritualität, ein Grundbedürfnis?
3.3 Spiritualität als Sinn
3.4 Spiritualität als Verbundenheit
4 Spiritualität in der Pädagogik
4.1 Spirituelle Praktiken als Unterrichtsmittel
5 Zusammenfassung und Beantwortung der Forschungsfrage
6 Schlussbetrachtung und Ausblick
Die vorliegende Arbeit untersucht die Relevanz von Spiritualität für die Bildungsarbeit in einer zunehmend technisierten und neoliberal geprägten Gesellschaft. Ziel ist es, durch die Analyse natur- und geisteswissenschaftlicher Erkenntnisse ein zeitgemäßes Verständnis von Spiritualität zu entwickeln und dessen Potenzial für die pädagogische Praxis aufzuzeigen, um den Herausforderungen der Entfremdung entgegenzuwirken.
3.4.1 Analoge Verbundenheit
Der britische Biologe Rupert Sheldrake beschäftigt sich seit Jahrzehnten mit dem Rätsel der biologischen Formenentstehung (Morphogenese). Im Rahmen seiner Forschungstätigkeit über die Morphogenese der Pflanzen entwickelte er die Theorie der Morphogenetischen Felder kurz Morphischen Felder (Sheldrake, Rupert: Das Gedächtnis der Natur – Das Geheimnis der Entstehung der Formen, Übers. von Jochen Lehner, Scherz Verlag, Frankfurt a. M., 2. 2016) und deren Wirkung auf die Entwicklung biologischen Lebens.
„Morphische Felder sind, wie die bekannten Felder der Physik, nichtmaterielle Kraftzonen, die sich im Raum ausbreiten und in der Zeit andauern. Sie befinden sich innerhalb und in der Umgebung des Systems, welches sie organisieren“
(Sheldrake, 2. 2016, S. 15).
Diese Felder stehen aus seiner Sicht auch in Verbindung mit der Entwicklung von Tieren und schlussendlich auch dem Menschen bis hin zu gesamten Gesellschaftsgefügen. Aus diesen Feldern heraus werden die Informationen über die geplante Morphogenese (Formenentwicklung) an das jeweilige Struktursystem (Pflanze, Tier, Mensch, Gesellschaft) übertragen.
Die Essenz seiner Arbeit bezieht sich auf die informationelle Qualität dieser Felder, welche sich formgebend auf biologisches Leben auswirken, deren Ursprung bisweilen aber noch nicht adäquat geklärt werden konnte. Interessanterweise zeichnen sich diese Felder als Gewohnheitsfelder durch eine Art Gedächtnis aus, welches die jeweiligen Struktursysteme mit den Entwicklungsschritten vorangegangener Generationen verbindet und von diesem an das nächste weitergegeben wird (morphische Resonanz).
„Das Konzept der morphischen Resonanz beinhaltet die Übertragung formativer Kausaleinflüsse durch Raum und Zeit. Der Erinnerungsgehalt eines morphischen Feldes ist kumulativ, und das ist der Grund dafür, dass alle Dinge durch Wiederholung immer mehr den Charakter des Gewohnheitsmäßigen annehmen“
(Sheldrake, 2. 2016, S. 15).
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die historische Suche nach dem Sinn des Daseins und stellt die Herausforderungen des 21. Jahrhunderts für den Menschen sowie die Rolle der Pädagogik dar.
2 Theorien, Methodik und Definition der im Kontext relevanten Begriffe: Dieses Kapitel verankert die Untersuchung theoretisch und methodisch, indem es zentrale Begriffe wie Spiritualität, Verbundenheit und Sinn definiert und in den wissenschaftlichen Diskurs einbettet.
3 Spiritualität – was ist das?: Es erfolgt eine wissenschaftliche Annäherung an das Phänomen Spiritualität, wobei insbesondere die Aspekte Sinnstiftung, Verbundenheit und die psychodynamischen Auswirkungen auf das Individuum analysiert werden.
4 Spiritualität in der Pädagogik: Das Kapitel überträgt die theoretischen Erkenntnisse auf konkrete pädagogische Anwendungsfelder, wie Meditation, Gebet und Naturerfahrung, und bewertet deren Nutzen für die Bildungsarbeit.
5 Zusammenfassung und Beantwortung der Forschungsfrage: Die Ergebnisse werden synthetisiert, um die zentrale Forschungsfrage nach dem Nutzen eines spirituell erweiterten Weltbildes für die Praxis zu beantworten.
6 Schlussbetrachtung und Ausblick: Der Abschluss reflektiert die Notwendigkeit einer "zweiten Aufklärung" und plädiert für eine zukunftsfähige Pädagogik, die den Menschen in seiner Verbundenheit mit der Schöpfung wahrnimmt.
Spiritualität, Pädagogik, Bildungsarbeit, Sinnfindung, Verbundenheit, Morphische Felder, Quantenphilosophie, Digitalisierung, Naturerfahrung, Meditationspraxis, Transpersonales Lernen, Ganzheitliche Entwicklung, Neoliberalismus, Bewusstsein, Ökosystem Erde.
Die Arbeit untersucht die Bedeutung von Spiritualität im pädagogischen Kontext und wie ein zeitgemäßes spirituelles Weltbild zur Persönlichkeitsentwicklung und Sinnerfahrung beitragen kann.
Die zentralen Felder sind die Definition von Spiritualität, die Auswirkungen der digitalen Welt auf das menschliche Wohlbefinden, die Konzepte von Sinn und Verbundenheit sowie deren Anwendung in der Bildungsarbeit.
Das Ziel ist es, den Nutzen eines durch Spiritualität erweiterten Welt- und Menschenbildes für die pädagogische Praxis zu analysieren, um der zunehmenden Entfremdung des Menschen von der Natur entgegenzuwirken.
Es werden Erkenntnisse aus verschiedenen Wissenschaftsdisziplinen wie Psychologie, Biologie, Biophysik und Quantenphysik herangezogen und hermeneutisch miteinander in Bezug gesetzt.
Im Hauptteil werden neben theoretischen Fundamenten spezifische spirituelle Praktiken als Unterrichtsmittel diskutiert, sowie der Einfluss von Digitalisierung auf die Wahrnehmung von Verbundenheit untersucht.
Kernbegriffe sind Spiritualität, Verbundenheit, Sinnfindung, Pädagogik, Morphische Felder und ganzheitliche Entwicklung.
Spiritualität wird als ein individueller Entwicklungs- und Bewusstseinsprozess verstanden, der auf die Erfahrung von Verbundenheit mit sich selbst, der sozialen Mitwelt und der Natur abzielt.
Die Arbeit warnt vor einer "digitalen Ersatzrealität", die zu einer Desensibilisierung führen kann und den Mangel an echter, qualitativer Verbundenheit durch eine quantitative Anhäufung von Daten zu kompensieren versucht.
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