Fachbuch, 2020
61 Seiten
1 Einleitung und Problemstellung
2 Zielsetzung
3 Gegenwärtiger Kenntnisstand
3.1 Intermittierendes Fasten allgemein
3.2 Varianten von IF
3.2.1 16/8
3.2.2 Ramadan (Saum)
3.2.3 Sunna
3.2.4 Alternate Day Fasting
3.2.5 Intermittent Caloric Restriction (ICR)
3.3 Messgrößen der Körperzusammensetzung
3.4 Leistungsfähigkeit
3.4.1 Physische Leistungsfähigkeit
3.4.2 Kognitive Leistungsfähigkeit
3.5 Relevante labormedizinische Parameter des Metabolismus
3.5.1 Blutzucker und Glukosetoleranz
3.5.2 Glukagon
3.5.3 Insulin
3.5.4 Leptin
3.5.5 Adiponektin
3.5.6 Triiodthyronin (T3)
3.5.7 Kortisol
4 Methodik
4.1 Forschungsfrage
4.2 Untersuchungsobjekte
4.2.1 Allgemeine Vorgehensweise und verwendete Suchmaschinen
4.2.2 Einschlusskriterien
4.2.3 Ausschlusskriterien
4.3 Konkrete Suchstrategie, Filterung und Quantität der Resultate
4.3.1 Einfluss von IF auf die Körperzusammensetzung
4.3.2 Einfluss von IF auf die physische Leistungsfähigkeit
4.3.3 Einfluss von IF auf die kognitive Leistungsfähigkeit
5 Ergebnisse
5.1 Einfluss von IF auf die Körperzusammensetzung
5.1.1 Alsubheen et al. (2017)
5.1.2 Schübel et al. (2016)
5.1.3 Sundfør, Svendsen & Tonstad (2018)
5.1.4 Antoni, Johnston, Collins & Robertson (2018)
5.1.5 López-Bueno, González-Jiménez, Navarro-Prado, Montero-Alonso & Schmidt-RioValle (2014)
5.1.6 Appleton & Baker (2015)
5.1.7 Gabel, Hoddy & Varady (2019)
5.2 Einfluss von IF auf die physische Leistungsfähigkeit
5.2.1 Moro et al. (2016)
5.2.2 Cherif et al. (2016)
5.2.3 Naharudin & Yusof (2018)
5.2.4 Dannecker et al. (2013)
5.2.5 Chaouachi et al. (2009)
5.2.6 Brisswalter et al. (2011)
5.3 Einfluss von IF auf die kognitive Leistungsfähigkeit
5.3.1 Cherif, Roelands, Meeusen & Chamari (2016)
5.3.2 Harder-Lauridsen, Pederso & Krogh-Madsen (2017)
6 Diskussion
6.1 Methodendiskussion
6.2 Ergebnisdiskussion
6.2.1 Einfluss von IF auf die Körperzusammensetzung
6.2.2 Einfluss von IF auf die physische Leistungsfähigkeit
6.2.3 Einfluss von IF auf die kognitive Leistungsfähigkeit
6.2.4 Praktikabilität von IF
6.3 Ausblick
7 Zusammenfassung
Diese Arbeit untersucht systematisch mittels einer Literaturrecherche, inwieweit unterschiedliche Formen des intermittierenden Fastens (IF) die Gewichtsreduktion, die Körperzusammensetzung sowie die physische und kognitive Leistungsfähigkeit beeinflussen können.
1 Einleitung und Problemstellung
Intermittierendes Fasten bezeichnet eine Ernährungsform, bei der das Zeitfenster der Nahrungsaufnahme limitiert wird. Dies kann bei einem täglichen Zyklus beispielsweise eine Fastenzeit von 16 Stunden und ein Nahrungsfenster von 8 Stunden bedeuten (Malinowski et al., 2019). Es handelt sich somit nicht um eine Diät im klassischen Sinne, vielmehr um ein chronologisches Ernährungsprotokoll. Lebensmittelauswahl, Nährstoffverteilung und Energiezufuhr werden hierbei nicht definiert. Studien geben Anzeichen für verschiedenste positive physiologische Auswirkungen einer solchen Ernährungsform – diese reichen von erhöhter Produktion des menschlichen Wachstumshormons (Ho et al., 1988) über Fettverlust (Heilbronn, Smith, Martin, Anton und Ravussin, 2005) bis hin zu höherer Lebenserwartung (Martin, Mattson und Maudsleya, 2006).
Die aktuellen Essgewohnheiten unserer Gesellschaft ähneln dieser Ernährungsform nicht. Lediglich 6% der Deutschen verzichten auf das Frühstück (Nestlé, 2009) und zwischen 18 und 19 Uhr wird der größte Anteil der Nahrungsenergie aufgenommen (Wittig, Hummel, Wenzler und Heuer, 2017). Der Anteil übergewichtiger Personen (BMI > 25kg/m²) lag in Deutschland im Jahr 2017 bei 43,1% bei Frauen bzw. 62,1% bei Männern (Statistisches Bundesamt [StBA], 2017). „Übergewicht und Adipositas sind eine typische Begleiterscheinung [sic] von Wohlstandsgesellschaften und stellen eines der schwerwiegendsten gesundheitspolitischen Probleme dar“ (Korczak & Kister, 2013, S.1).
1 Einleitung und Problemstellung: Dieses Kapitel führt in das Konzept des intermittierenden Fastens ein und definiert die gesellschaftliche Relevanz im Kontext von Übergewicht und Gesundheitsfragen.
2 Zielsetzung: Hier werden die zentralen Forschungsfragen der Arbeit formuliert, die sich auf die Auswirkungen von IF auf Körperzusammensetzung sowie physische und kognitive Leistungsfähigkeit konzentrieren.
3 Gegenwärtiger Kenntnisstand: Das Kapitel definiert grundlegende Begriffe, stellt verschiedene Fastenvarianten sowie Messgrößen zur Körperzusammensetzung und Leistungsfähigkeit vor und erläutert relevante Stoffwechselparameter.
4 Methodik: Es wird der systematische Ansatz der Literaturrecherche beschrieben, inklusive der verwendeten Suchmaschinen, Suchoperatoren sowie der spezifischen Ein- und Ausschlusskriterien für die betrachteten Studien.
5 Ergebnisse: In diesem Hauptteil werden die extrahierten Studien systematisch nach den drei Forschungsaspekten Körperzusammensetzung, physische und kognitive Leistungsfähigkeit kategorisiert und tabellarisch zusammengefasst.
6 Diskussion: Die Ergebnisse werden kritisch reflektiert, methodische Stärken und Schwächen des Reviews sowie die Praktikabilität der verschiedenen Fastenformen im Alltag werden diskutiert.
7 Zusammenfassung: Dieses Kapitel fasst die wesentlichen Erkenntnisse der Arbeit zusammen und bewertet das Potenzial von intermittierendem Fasten als Ernährungsstrategie.
Intermittierendes Fasten, IF, Gewichtsreduktion, Körperzusammensetzung, Leistungsfähigkeit, Fastenprotokoll, Stoffwechsel, Ramadanfasten, Kalorienrestriktion, kognitive Funktionen, metabolische Parameter, 16/8-Fasten, Sport, Ernährungswissenschaft, systematische Übersicht.
Die Arbeit beschäftigt sich mit dem Konzept des intermittierenden Fastens als zeitgesteuertes Ernährungsprotokoll und untersucht dessen Auswirkungen auf physiologische und kognitive Faktoren.
Die zentralen Schwerpunkte sind die Gewichtsreduktion, die Veränderung der Körperzusammensetzung sowie die Leistungsfähigkeit von Menschen unter Fastenbedingungen.
Ziel ist es zu klären, ob intermittierendes Fasten ein sinnvoller Ansatz zur Gewichtsabnahme ist und inwiefern es die körperliche sowie kognitive Leistungsfähigkeit beeinflusst.
Es handelt sich um ein systematisches Review, für das Humanstudien der letzten fünf bis zehn Jahre systematisch ausgewählt, extrahiert und verglichen wurden.
Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung des Kenntnisstandes, die Erläuterung der methodischen Suchstrategie sowie die detaillierte Ergebnispräsentation und Diskussion der ausgewählten Fachstudien.
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie intermittierendes Fasten, Körperzusammensetzung, Leistungsfähigkeit, Kalorienrestriktion und metabolische Prozesse charakterisiert.
Die untersuchte Metaanalyse deutet darauf hin, dass IF langfristig die Kognition verbessern kann, wenngleich akute Unterzuckerungsphasen zu Beginn die Leistung kurzfristig beeinträchtigen können.
Ja, IF wird als chronologisches Ernährungsprotokoll definiert, bei dem das Zeitfenster der Nahrungsaufnahme limitiert wird, anstatt die Nährstoffzusammensetzung oder Energiezufuhr starr vorzugeben.
Die Ergebnisse zeigen, dass Sportler oft eine Adaptionszeit benötigen; kurzfristiges Fasten, insbesondere mit gleichzeitigem Flüssigkeitsverzicht (wie beim Ramadan), kann die physische Leistung eher negativ beeinflussen.
Die Praktikabilität hängt von der Variante ab; während 16/8 als recht alltagstauglich bewertet wird, berichten Probanden bei strengeren Formen wie ICR häufig von starkem Hungergefühl und Stimmungsschwankungen.
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