Masterarbeit, 2019
89 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
2 Religiöse Pluralität
2.1 Religiöse Pluralität – eine Begriffsklärung
2.2 Religiöse Vielfalt in Pluralisierungsprozessen
2.3 Der Bildungsauftrag im Umgang mit Pluralität der deutschen Bischöfe
2.3.1 Die Aufgaben des katholischen Religionsunterrichts
2.3.2 Die Aufgaben der Religionslehrer/innen
3 Hintergrund der Fragestellung
4 Aktueller Forschungsstand
4.1 Einstellungen von Schülerinnen und Schülern zu religiöser Pluralität
4.2 Einstellungsbegriff nach Natascha Bettin
4.3 Forschungsergebnisse der SINUS-Jugendstudie
4.4 Religiöse Pluralität aus Sicht Jugendlicher nach Ziebertz et al.
5 Rahmenbedingungen
5.1 Die Relevanz des gewählten Themas
5.2 Problemaufriss und Bezug zum Johann-Conrad-Schlaun-Berufskolleg
6 Fragestellung und Hypothesen
7 Methodik der eigenen Untersuchung
7.1 Stichprobe
7.2 Forschungsdesign und Forschungsmethode
8 Ergebnisse
8.1 Darstellung der wichtigsten Ergebnisse/ Befunde
8.2 Interpretation und Diskussion
8.3 Handlungsempfehlungen
8.4 Fazit
9 Reflexion
9.1 Persönliche Reflexion
9.2 Ausblick und offene Fragen
Die Masterarbeit untersucht die Einstellungen von Schülerinnen und Schülern eines Berufskollegs zu religiöser Pluralität und reflektiert dabei den Religionsunterricht als einen Ort, der zur Pluralitätsbefähigung beitragen kann. Ziel ist es, durch eine empirische Untersuchung die Haltungen der Lernenden zu erfassen und zu interpretieren, um Impulse für die Gestaltung zukünftiger religiöser Bildungsprozesse in einer heterogenen Schülerschaft zu geben.
1 Einleitung
Jeder Bürgerin und jedem Bürger in Deutschland wird es nicht entgangen sein, dass Menschen in unserem Umfeld leben, die andere Gewohnheiten, Herkünfte oder religiöse Ansichten haben als man selbst. Es scheint, als sei Pluralität in der heutigen Gesellschaft normal geworden zu sein. Gleichzeitig sind aber immer häufiger Plakate mit Aufschriften wie „Der Islam gehört nicht zu Deutschland“ oder „Multikulti stoppen“ an öffentlichen Orten oder in den Medien zu finden. Dabei wird lautstark gegen (religiöse) Pluralität protestiert. Diese Kritik richtet sich hauptsächlich gegen den Islam, dessen Mitglieder als fremd oder gefährlich dargestellt werden.
Derartig verbreitete Meinungen führen zu einem veränderten Blick und vorschnell gefällten Vorurteilen, insbesondere wenn es um Themen wie Kopftücher, Moscheen und Minarette geht. Was zunächst normal erscheint wird plötzlich als etwas anderes angesehen. Aber selbst innerhalb des eigenen Glaubens lassen sich Unterschiede aufzeigen: Während die einen fromme Mitglieder einer Religion sind und andere lediglich zu Weihnachten in der Kirche anzutreffen sind, kennen wieder andere nicht einmal die Bedeutung der Feiertage ihres Glaubens. All diese Varianten lassen sich zusammengefasst als religiöse Pluralität beschreiben.
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die zunehmende religiöse Pluralität in Deutschland und ihre gesellschaftliche Wahrnehmung, während sie die Relevanz einer Untersuchung an berufsbildenden Schulen begründet.
2 Religiöse Pluralität: Dieses Kapitel klärt die theoretischen Begrifflichkeiten und erörtert den kirchlichen Bildungsauftrag im Umgang mit einer pluralen Gesellschaft sowie die spezifischen Aufgaben der Religionslehrkräfte.
3 Hintergrund der Fragestellung: Der Abschnitt diskutiert die Säkularisierung und den Wandel der Religiosität in der modernen Gesellschaft als Kontext für die Lebenswelt heutiger Jugendlicher.
4 Aktueller Forschungsstand: Hier werden relevante Studien (u.a. SINUS-Jugendstudie, vesuf-Studie) herangezogen, um den aktuellen Kenntnisstand zu religiösen Einstellungen Jugendlicher zu systematisieren.
5 Rahmenbedingungen: Dieses Kapitel erläutert die Besonderheiten des Johann-Conrad-Schlaun-Berufskollegs und begründet die Notwendigkeit des gewählten Forschungsthemas innerhalb dieses Settings.
6 Fragestellung und Hypothesen: Es werden die forschungsleitenden Hypothesen zur Toleranz und zum Dialoginteresse der Schülerinnen und Schüler aufgestellt.
7 Methodik der eigenen Untersuchung: Der Abschnitt beschreibt das quantitative Forschungsdesign sowie die Stichprobenauswahl und die Konzeption des Fragebogens.
8 Ergebnisse: Hier erfolgt die deskriptive Darstellung und anschließende Interpretation der erhobenen Daten im Kontext der aufgestellten Hypothesen.
9 Reflexion: Dieses Kapitel bietet Raum für eine persönliche Reflexion der Autorin zur religiösen Bildung an Schulen sowie einen Ausblick auf offene Fragen zur Zukunftsgestaltung des Religionsunterrichts.
Religiöse Pluralität, Religionsunterricht, Jugendliche, Berufskolleg, Pluralitätsbefähigung, Toleranz, Interreligiöses Lernen, Einstellung, Säkularisierung, Identität, Dialogfähigkeit, Religionspädagogik, Empirische Untersuchung, Werte, Konfessionelle Zugehörigkeit
Die Arbeit untersucht, wie Schülerinnen und Schüler an einem Berufskolleg religiöse Pluralität wahrnehmen und welche Einstellungen sie zum Religionsunterricht als Ort der Pluralitätsbefähigung haben.
Zu den zentralen Themen gehören religiöse Pluralität, der Bildungsauftrag der Kirchen, der aktuelle Forschungsstand zu jugendlicher Religiosität sowie das interreligiöse Lernen und die Bedeutung von Einstellungen.
Das Ziel ist es, die Einstellungen der Lernenden aufzudecken und zu interpretieren, um herauszufinden, ob und wie der Religionsunterricht als Ort der Pluralitätsbefähigung genutzt werden kann, um Vorurteilen entgegenzuwirken.
Die Arbeit basiert auf einer quantitativen Untersuchung mittels eines standardisierten Fragebogens, der an insgesamt 56 Schülerinnen und Schüler verteilt wurde, ergänzt durch zwei offene Fragen.
Der Hauptteil umfasst die theoretische Fundierung zu Pluralität und Bildungsauftrag, die Analyse bestehender Studien, die methodische Erläuterung der eigenen Untersuchung sowie die Auswertung und Diskussion der gewonnenen empirischen Daten.
Wichtige Begriffe sind religiöse Pluralität, Religionsunterricht, Pluralitätsbefähigung, Jugendliche, Toleranz, Interreligiöses Lernen und empirische Forschung.
Die Schülerinnen und Schüler der AV-Klasse zeigen eine vergleichsweise hohe Toleranz und Offenheit, was vermutlich auf die dort herrschende größere religiöse Vielfalt im Klassenalltag zurückzuführen ist.
Die Konfessionszugehörigkeit hat keinen direkten Einfluss auf die Relevanz des Religionsunterrichts; vielmehr zeigt sich, dass Lernende, die sich im Glauben beheimatet fühlen, dem Fach tendenziell einen höheren Stellenwert beimessen.
Die Ergebnisse zeigten, dass auch Schülerinnen und Schüler in Bildungsgängen mit niedrigeren Bildungsabschlüssen eine hohe Toleranz und Dialogbereitschaft aufweisen, womit die Annahme einer rein bildungsgradabhängigen Toleranz empirisch nicht bestätigt werden konnte.
Sie plädiert für einen Religionsunterricht, der neben der christlichen Tradition auch religionskundliche Elemente integriert, um die Dialogfähigkeit und ein friedliches Miteinander in einer pluralen Gesellschaft zu fördern.
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