Bachelorarbeit, 2019
40 Seiten, Note: 2,3
1 Einleitung
2 Kinder mit geistiger Behinderung in der Gesellschaft
2.1 Sozialer Aspekt
2.2 Struktureller Aspekt
2.3 Kinder mit Trisomie 21 in der Gesellschaft
2.4 Behinderung im Zusammenhang mit Integration und Inklusion
2.4.1 Integration im pädagogischen Kontext
2.4.2 Inklusion im pädagogischen Kontext
3 Kinder mit Behinderung als Thema in der Kinder- und Jugendliteratur
3.1 Die Darstellung von Trisomie 21 im Werk „Halbe Helden“
3.2 Der didaktische Hintergrund von Kinder- und Jugendliteratur, die Behinderung thematisiert
4 Schluss
Die Arbeit untersucht, wie Kinder mit geistiger Behinderung, speziell mit Trisomie 21, in der zeitgenössischen Kinder- und Jugendliteratur dargestellt werden und inwiefern diese Literatur dazu beitragen kann, Vorurteile abzubauen und Inklusion zu fördern. Die zentrale Forschungsfrage fokussiert auf die literarische Darstellung sowie die notwendigen Voraussetzungen, damit problemorientierte Erzählungen eine positive Einstellung gegenüber Menschen mit Behinderung bewirken können.
3.1 Die Darstellung von Trisomie 21 im Werk „Halbe Helden“
In dem Jugendbuch „Halbe Helden“ von Erin Jade Lange wird die Geschichte einer seltsamen Freundschaft zweier Jungen aus der Sicht des 16-jährigen Dane erzählt. Dane ist ein klassischer Schlägertyp, wenn er provoziert wird, ist Gewalt seine Lösung. In der Schule brachte ihm das schon oft Ärger ein, deshalb steht er, trotz seiner guten Noten kurz davor der Schule verwiesen zu werden. Seine letzte Chance ist Billy D., ein Junge mit Down-Syndrom, der vor kurzem mit seiner Mutter in das Haus auf der anderen Straßenseite gezogen ist. Der Disziplinarrat der Schule beschließt, dass Dane seine Schulakte aufbessern kann, indem er Billy D. zur Seite steht und ihm bei der Eingewöhnung in der Schule hilft. Dane hat darauf natürlich keine Lust, vor allem weil der Neue, wie er schon feststellen musste, anhänglich ist und alles wörtlich nimmt, was Dane sagt. Billy D. sieht Dane direkt als seinen Mentor an und möchte von ihm lernen, wie man kämpft. Für Dane ist das die leichteste Aufgabe. Als etwas komplizierter gestaltet sich jedoch Billys zweite Forderung: Dane soll ihm bei der Suche nach seinem Vater helfen, der ihn und seine Mutter vor einiger Zeit verlassen hat. Dane hat keine andere Wahl und hilft Billy. Der hat sich in den Kopf gesetzt, seinen Vater mit Hilfe eines Atlas voller Rätsel über Orte mit seltsamen Namen, den sein Vater ihm hinterlassen hat, zu finden. Billy D will Dane davon überzeugen, dass auch er nach seinem Vater suchen soll, dessen Identität er nicht kennt. Dane will jedoch gar nicht wissen, wer sein Vater ist. Nach einem Nachmittag, den sie mal wieder mit dem Kampftraining auf dem Spielplatz verbracht haben, lernen sie die coole Seely kennen, von der beide Jungen begeistert sind. Seely unterstützt sie nicht nur bei der Lösung der Rätsel im Atlas, sondern auch bei den Kabbeleien, die in der neuen Freundschaft zwischen Dane und Billy D. ab und zu entstehen.
1 Einleitung: Die Einleitung begründet die Relevanz des Themas Inklusion für angehende Pädagogen und erläutert die zentrale Forschungsfrage sowie das methodische Vorgehen der Arbeit.
2 Kinder mit geistiger Behinderung in der Gesellschaft: Dieses Kapitel liefert einen theoretischen Rahmen über die gesellschaftliche Wahrnehmung, soziale Entwicklung und schulische Situation von Kindern mit geistiger Behinderung sowie die Differenzierung von Integration und Inklusion.
3 Kinder mit Behinderung als Thema in der Kinder- und Jugendliteratur: Hier wird der Zusammenhang zwischen literarischer Darstellung und außerliterarischer Realität analysiert, wobei das Werk „Halbe Helden“ als Fallbeispiel dient und didaktische Kriterien für geeignete Literatur herausgearbeitet werden.
4 Schluss: Das Schlusskapitel resümiert die Analyseergebnisse, beantwortet die Forschungsfragen und gibt einen Ausblick auf die Notwendigkeit weiterführender inklusionsorientierter Projekte.
Inklusion, Integration, Trisomie 21, Down-Syndrom, Kinder- und Jugendliteratur, Geistige Behinderung, Halbe Helden, Problemorientierte Literatur, Soziale Teilhabe, Sonderpädagogik, Vorurteilsabbau, Didaktik, Erin Jade Lange, Peergroup, Identifikation.
Die Arbeit befasst sich mit der inklusiven Bildung und der Art und Weise, wie Kinder mit Trisomie 21 in der modernen Kinder- und Jugendliteratur dargestellt werden.
Zentrale Themen sind die theoretischen Grundlagen geistiger Behinderung, die Konzepte Integration und Inklusion im pädagogischen Kontext sowie die Analyse von Kinder- und Jugendliteratur als Medium zur Förderung von Akzeptanz.
Ziel ist es zu untersuchen, ob und unter welchen Voraussetzungen problemorientierte Literatur dazu beitragen kann, Vorurteilen bei Kindern ohne Behinderung entgegenzuwirken und einen inklusiven Umgang zu fördern.
Die Arbeit stützt sich auf eine theoretische Aufarbeitung der Thematik durch Fachliteratur sowie eine exemplarische literaturwissenschaftliche Analyse des Jugendbuches „Halbe Helden“ von Erin Jade Lange.
Der Hauptteil gliedert sich in einen umfassenden Theorieteil über Behinderung, Integration und Inklusion sowie eine detaillierte literaturwissenschaftliche und didaktische Untersuchung, wie das Buch „Halbe Helden“ die Thematik der Behinderung umsetzt.
Wichtige Begriffe sind Inklusion, Trisomie 21, Kinder- und Jugendliteratur, gesellschaftliche Teilhabe und didaktische Literaturvermittlung.
Die Autorin ordnet das Buch als „second-fiddle story“ ein, in der zwar Ansätze von Stereotypen vorhanden sind, die aber dennoch die Persönlichkeitsentwicklung des Protagonisten und die kritische Auseinandersetzung mit Vorurteilen thematisiert.
Die Arbeit betont, dass literarische Auseinandersetzung allein nicht ausreicht; erst in Kombination mit persönlichen Begegnungen zwischen Kindern mit und ohne Behinderung kann die erarbeitete Literatur ihre volle Wirkung zur Überwindung von Berührungsängsten entfalten.
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