Examensarbeit, 2005
74 Seiten, Note: 1,3
A. GEGENSTAND UND AUFBAU DER ARBEIT
B. DAS THEMA »DDR-STAATSSICHERHEIT« IN DER DEUTSCHEN LITERATUR VOR UND NACH DER »WENDE«
I. Exkurs:
1. Das MfS – „Schild und Schwert“ - Wer oder was war die ‚Stasi’
2. Sprache der Spitzel - »lingua securitatis«
II. Der Themenkomplex ‚Stasi’ - von der Tabuisierung zur Literarisierung
C. TEXTANALYSE
I. Erich Loest: Nikolaikirche – Dokumentation und Fiktion
1. Erich Loest: Ein deutscher Chronist
2. Aufbau und Erzählhaltung – Fiktionalität und historische Wirklichkeit
3. Die Staatssicherheit auf der Verliererseite
a). Die Staatssicherheit als ‚Kind’ der Gründergeneration
b) »operative Bearbeitung« und Geruchslappen
c) Sprache der ‚Stasi’ – Akkuratesse vs. Zerfall
4. Fazit
II. Thomas Brussig: Helden wie wir – Klischee und Relativierung
1. Thomas Brussig: Die ‚Spätlingsgeneration’
2. Der biographische Rückblick im Interview
3. Staatssicherheit
a) Die ‚Stasi’ um die Ecke
b) Klaus und seine Kollegen: Die ‚Stasi’ als Klischee
4. Fazit: Relativierung mittels Erzählstrategie
D. SCHLUSSBETRACHTUNG
Die Arbeit untersucht die literarische Darstellung des Ministeriums für Staatssicherheit (MfS) in den Romanen "Nikolaikirche" von Erich Loest und "Helden wie wir" von Thomas Brussig. Ziel ist es, die ästhetischen Mittel und Strategien zu analysieren, mit denen die Autoren das Thema MfS und dessen "Stasi"-Jargon in der Nach-Wendezeit literarisch verarbeiten, ohne dabei in eine einfache Dämonisierung oder Verharmlosung zu verfallen.
Die Stasi Ballade 1967
Menschlich fühl ich mich verbunden
mit den armen Stasi-Hunden
die bei Schnee und Regengüssen
mühsam auf mich achten müssen
die ein Mikrophon einbauten
um zu hören all die lauten
Lieder, Witze, leisen Flüche
auf dem Clo und in der Küche
- Brüder von der Sicherheit
ihr allein kennt all mein Leid
A. GEGENSTAND UND AUFBAU DER ARBEIT: Einführung in den Fokus der Untersuchung zur literarischen Aufarbeitung der DDR-Staatssicherheit.
B. DAS THEMA »DDR-STAATSSICHERHEIT« IN DER DEUTSCHEN LITERATUR VOR UND NACH DER »WENDE«: Theoretische Einordnung des MfS und dessen Sprache in den Kontext der literarischen Tabuisierung und späteren Aufarbeitung.
C. TEXTANALYSE: Kernstück der Arbeit, in dem die Romane von Loest und Brussig hinsichtlich ihrer ästhetischen Umsetzung des Themas Stasi detailliert untersucht werden.
D. SCHLUSSBETRACHTUNG: Zusammenfassendes Fazit über die unterschiedlichen literarischen Ansätze zur Vergangenheitsbewältigung in den beiden analysierten Romanen.
Staatssicherheit, MfS, Stasi, DDR-Literatur, Wenderoman, Vergangenheitsbewältigung, Erich Loest, Thomas Brussig, Nikolaikirche, Helden wie wir, linga securitatis, Erinnerungskultur, Erzählstrategie, Fiktion, Systemkritik.
Die Hausarbeit untersucht, wie der Themenkomplex „Staatssicherheit“ (MfS) in zwei bekannten deutschen Wenderomanen literarisch verarbeitet wird.
Im Zentrum stehen die literarische Darstellung des Stasi-Apparats, der Sprachgebrauch der Behörde und die Frage, wie Autoren der Nach-Wendezeit die Rolle von Tätern und Opfern reflektieren.
Es wird analysiert, mit welchen literarischen Mitteln Loest und Brussig die Staatssicherheit darstellen und ob diese Texte zu einer Entdämonisierung oder Verniedlichung des Themas beitragen.
Die Arbeit nutzt primär die literaturwissenschaftliche Textanalyse, ergänzt durch einen exkursartigen Einblick in die historische Sprache des MfS.
Der Hauptteil gliedert sich in Einzelanalysen zu Erich Loests „Nikolaikirche“ (fokussiert auf Dokumentation und Fiktion) sowie Thomas Brussigs „Helden wie wir“ (fokussiert auf Groteske und Satire).
Die zentralen Begriffe sind Stasi, Wende, Vergangenheitsbewältigung, literarische Fiktion und MfS-Sprachduktus.
Loest nutzt einen stärker dokumentarischen und historisch orientierten Ansatz, während Brussig eine grotesk-ironische und satirische Perspektive wählt.
Die Arbeit zeigt, dass die spezifische bürokratische und militante Sprache des MfS („lingua securitatis“) als wichtiges ästhetisches Mittel dient, um das dehumanisierte Denken des Apparats zu entlarven.
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