Examensarbeit, 2005
74 Seiten, Note: 1,3
Die vorliegende Hausarbeit analysiert die Darstellung der DDR-Staatssicherheit in den Romanen „Nikolaikirche“ von Erich Loest und „Helden wie wir“ von Thomas Brussig. Das Ziel der Arbeit ist es, den Wandel im Umgang mit dem Thema „DDR-Staatssicherheit“ in der deutschen Literatur von der Tabuisierung in der DDR-Literatur bis zur verstärkten Literarisierung in der „Wende-“ und „Nach-Wendezeit“ aufzuzeigen und die literarästhetischen Strategien der beiden Romane im Hinblick auf die Darstellung der Staatssicherheit zu untersuchen.
Kapitel A beschreibt den Gegenstand und den Aufbau der Arbeit und erläutert die Relevanz des Themas „DDR-Staatssicherheit“ in der deutschen Literatur. Kapitel B geht auf den Wandel im Umgang mit diesem Thema in der Literatur ein, von der Tabuisierung in der DDR-Literatur bis zur verstärkten Literarisierung in der „Wende-“ und „Nach-Wendezeit“. Kapitel C analysiert die beiden Romane „Nikolaikirche“ und „Helden wie wir“ im Hinblick auf ihre Darstellung der Staatssicherheit. Kapitel D fasst die Ergebnisse der Arbeit zusammen und diskutiert deren Relevanz für das Verständnis der deutschen Literatur und Geschichte.
Die wichtigsten Schlüsselwörter der Arbeit sind: DDR-Staatssicherheit, MfS, Stasi, Literatur, „Nikolaikirche“, Erich Loest, „Helden wie wir“, Thomas Brussig, Wende, Nach-Wendezeit, Tabuisierung, Literarisierung, historische Wirklichkeit, Fiktion, Erinnerungskultur.
Loest stellt die Staatssicherheit dokumentarisch-fiktional als eine Institution der „Gründergeneration“ dar, die mit akkurater Bürokratie (z.B. Geruchsproben) arbeitet, aber letztlich auf der Verliererseite der Geschichte steht.
Brussig nutzt in „Helden wie wir“ eine satirische Erzählstrategie. Er stellt die Stasi oft als klischeehaft, lächerlich-kleinbürgerlich oder sogar monströs-pervers dar, um das Thema zu entmystifizieren.
Damit ist die spezifische Sprache der Geheimpolizei und ihrer Spitzel gemeint, die durch bürokratische Präzision und oft entmenschlichende Fachbegriffe („operative Bearbeitung“) gekennzeichnet ist.
Während das Thema in der DDR weitgehend tabuisiert war, setzte nach 1990 eine massive Literarisierung ein. Dabei schwankte die Darstellung oft zwischen „perverser Monstrosität“ und „lächerlicher Kleinbürgerlichkeit“.
Die Arbeit untersucht die literarästhetischen Strategien, mit denen Loest und Brussig die DDR-Staatssicherheit verarbeiten, und ordnet dies in den Kontext der deutschen Erinnerungskultur ein.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

