Bachelorarbeit, 2016
81 Seiten, Note: 1,3
1. Einführung
1.1 Problemstellung
1.2 Ziel und Aufbau
2. Hintergründe der Rechnungslegung gemäß HGB
2.1 Ziele der Rechnungslegung
2.1.1 Dokumentationsfunktion
2.1.2 Zahlungsbemessungsfunktion
2.1.3 Informationsfunktion
2.2 Bestandteile der Rechnungslegung
2.2.1 Buchführung
2.2.2 Jahresabschluss und Lagebericht
2.2.3 Sonstige Bestandteile des handelsrechtlichen Jahresabschlusses
2.3 Normen der Rechnungslegung
2.3.1 Handelsgesetzbuch
2.3.2 Deutsche Rechnungslegungs Standards
2.3.3 Institut der Wirtschaftsprüfer
2.3.4 Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung
3. Der Geschäfts- oder Firmenwert als immaterieller Vermögensgegenstand
3.1 Begriffliche Abgrenzung der immateriellen Vermögensgegenstände
3.1.1 Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände
3.1.2 Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände
3.2 Bilanzierung von immateriellen Vermögensgegenständen
3.3 Originärer Geschäfts- oder Firmenwert
3.4 Derivativer Geschäfts- oder Firmenwert
3.4.1 Definition und Bestimmung des derivativen Geschäfts- oder Firmenwerts
3.4.2 Geplante Nutzungsdauer des derivativen Geschäfts- oder Firmenwerts
3.4.3 Folgebewertung des derivativen Geschäfts- oder Firmenwerts
3.5 Negativer Geschäfts- oder Firmenwert
4. Bilanzielle Entwicklung des Geschäfts- oder Firmenwerts
4.1 Bilanzierung bis zum Bilanzmodernisierungsgesetz
4.1.1 Bilanzierung vor dem Bilanzrichtliniengesetz
4.1.2 Auswirkungen des Bilanzrichtliniengesetzes
4.2 Bilanzierung ab dem Bilanzmodernisierungsgesetz
4.2.1 Aktivierungspflichtiger Vermögensgegenstand
4.2.2 Angaben im Anhang
4.3 Bilanzierung ab dem Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz
5. Werthaltigkeit des derivativen Geschäfts- oder Firmenwerts
5.1 Außerplanmäßige Abschreibung des derivativen Geschäfts- oder Firmenwerts
5.2 Beurteilung der Werthaltigkeit im Handelsrecht
5.3 Unternehmensbewertung
5.3.1 Discounted-Cashflow-Verfahren
5.3.2 Ertragswertverfahren
5.4 Werthaltigkeitstest gemäß IDW RS HFA 10
5.4.1 Verfahren nach IDW RS HFA 10
5.4.2 Fallbeispiel
5.5 Werthaltigkeitstest gemäß DRS 23
5.5.1 Vorstellung und Hintergründe des DRS 23
5.5.2 Konzept der außerplanmäßigen Abschreibung
5.5.3 Fallbeispiel
5.6 Kritische Würdigung
6. Zusammenfassung und Ausblick
Das Hauptziel dieser Arbeit ist es, einen fundierten Überblick über die verschiedenen Verfahren zur Überprüfung der Werthaltigkeit von Geschäfts- oder Firmenwerten (GoF) im Rahmen nationaler Rechnungslegungsnormen zu geben. Dabei wird insbesondere untersucht, wie Bilanzierende die Werthaltigkeit beurteilen und unter welchen Voraussetzungen eine außerplanmäßige Abschreibung nach Handelsrecht erforderlich ist.
1.1 Problemstellung
Schon Moxter nannte sie die „ewigen Sorgenkinder des Bilanzrechts“, die immateriellen Vermögensgegenstände. Einen nicht unbedeutenden Teil – im Gegenteil – eher besonderen Teil dieser Bilanzproblematik stellt der Geschäfts- oder Firmenwert dar. Nicht grundlos ist dieser Gegenstand zahlreicher Änderungen gesetzlicher (BilMoG, BilRUG) sowie allgemein anerkannter Normen (IDW Stellungnahmen, DRSC Standards) und sorgt für regen Diskussionsbedarf.
Die – in den letzten Jahrzehnten – steigende Anzahl an Unternehmensübernahmen verstärkt die zunehmende Relevanz der daraus entstehenden Geschäfts- oder Firmenwerte. Unter Anbetracht der Tatsache, dass der Geschäfts- oder Firmenwert im Laufe der Zeit einen wesentlichen Teil der Bilanzsumme und des Eigenkapitals (im Durchschnitt 45,6 % der DAX-Unternehmen) eingenommen hat und weiterhin einen zunehmenden Anschein erweckt, kommt die Frage nach dessen Werthaltigkeit auf. Der – zum Teil stark überhöhte – Ausweis eines Geschäfts- oder Firmenwerts von DAX-Unternehmen sorgt für eine Goodwill-Blase, die schon bei kleinsten Veränderungen, einen großen Schaden herbeiführen kann. Trotz der in Deutschland vorgeschriebenen planmäßigen Abschreibung, kommt der außerplanmäßigen Abschreibung eine nicht zu vernachlässigbare Bedeutung zu. Insbesondere bei der vom Gesetzgeber vorgegebenen Nutzungsdauer von zehn Jahren, über welche ein Geschäfts- oder Firmenwert bei fehlender Bestimmbarkeit der Nutzungsdauer abgeschrieben werden kann. Die nationale Bilanzierungspraxis zeigt weiterhin, dass die Werthaltigkeit des Geschäfts- oder Firmenwerts weniger dem Grunde nach, sondern der Höhe nach kritisch zu betrachten ist.
1. Einführung: Darstellung der Problemstellung bezüglich der Bilanzierung von Geschäfts- oder Firmenwerten und Erläuterung des Ziels sowie des Aufbaus der Bachelorthesis.
2. Hintergründe der Rechnungslegung gemäß HGB: Erläuterung der Ziele, Bestandteile und normativen Grundlagen der deutschen Rechnungslegung unter Berücksichtigung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung.
3. Der Geschäfts- oder Firmenwert als immaterieller Vermögensgegenstand: Definition, begriffliche Abgrenzung und bilanzielle Behandlung von originären sowie derivativen Geschäfts- oder Firmenwerten.
4. Bilanzielle Entwicklung des Geschäfts- oder Firmenwerts: Analyse der historischen Entwicklung der Bilanzierungsvorschriften von vor dem Bilanzrichtliniengesetz bis hin zum aktuellen Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz.
5. Werthaltigkeit des derivativen Geschäfts- oder Firmenwerts: Analyse der Werthaltigkeitsprüfung mittels Unternehmensbewertungsverfahren sowie spezifische Anwendung von IDW RS HFA 10 und DRS 23.
6. Zusammenfassung und Ausblick: Synoptische Darstellung der zentralen Ergebnisse der Arbeit sowie eine Einschätzung zur zukünftigen Relevanz der Werthaltigkeitsbeurteilung.
Geschäfts- oder Firmenwert, GoF, Handelsgesetzbuch, HGB, Rechnungslegung, Werthaltigkeit, außerplanmäßige Abschreibung, Impairment, Bilanzrecht, Unternehmensbewertung, IDW RS HFA 10, DRS 23, BilMoG, BilRUG, Nutzungsdauer.
Die Arbeit untersucht die bilanzielle Behandlung und die Werthaltigkeitsprüfung des Geschäfts- oder Firmenwerts nach deutschem Handelsrecht.
Die zentralen Felder umfassen die rechtlichen Grundlagen nach HGB, die historische Entwicklung der GoF-Bilanzierung und moderne Verfahren zur Überprüfung der Werthaltigkeit.
Das Ziel ist es, einen Überblick über Methoden für Werthaltigkeitstests zu verschaffen und die Möglichkeiten zur Prüfung außerplanmäßiger Abschreibungen unter nationalen Normen zu analysieren.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse bestehender Rechnungslegungsnormen, Kommentierungen und Standards (IDW, DRSC) sowie der Erläuterung anhand von Fallbeispielen.
Der Hauptteil widmet sich intensiv den Verfahren der Unternehmensbewertung (DCF, Ertragswert) und deren Anwendung im Rahmen von Werthaltigkeitstests gemäß IDW RS HFA 10 und DRS 23.
Wesentliche Begriffe sind Geschäfts- oder Firmenwert, GoF, Werthaltigkeit, außerplanmäßige Abschreibung, IDW RS HFA 10 und DRS 23.
Da der GoF eine Residualgröße darstellt, ist eine verlässliche Schätzung der wirtschaftlichen Nutzungsdauer oft schwierig, was zu regulatorischen Vorgaben wie der Zehn-Jahres-Frist führt.
Während der IDW RS HFA 10 primär auf einem subjektiven Unternehmenswert basiert, führt der DRS 23 das Konzept eines "impliziten GoF" ein, das methodisch näher an einer fiktiven Erstkonsolidierung liegt.
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