Diplomarbeit, 2005
81 Seiten, Note: 2,7
1 Einführung in die Thematik
1.1 Forschungsfrage und Relevanz des Themas
1.2 Zielsetzung und Aufbau der Arbeit
2 Bedeutende gesellschaftliche Veränderungen für das Markenmanagement
2.1 Demographische Alterung der Gesellschaft
2.2 Der wachsende Best Ager Markt
2.2.1 Die 50 Plus Phase
2.2.2 Verändertes Markenbewusstsein
2.3 Der heterogene Jugendmarkt
2.3.1 Die Jugendphase
2.3.2 Marken zwischen Individualität und Gruppenzugehörigkeit
2.4 Generationenannäherung
2.4.1 Sinkende Bedeutung der Alterskriterien
2.4.2 Werteannäherung
2.5 Zwischenfazit
3 Markenmanagement im Reisemarkt
3.1 Begriffsbestimmungen
3.1.1 Marke
3.1.2 Markenmanagement
3.2 Reisemarkt
3.2.1 Entwicklung
3.2.2 Reisetypologien
3.3 Eine Marke für Jugendliche und Best Ager
3.3.1 Subtypologien in beiden Generationen
3.3.1.1 Best Ager-Typen
3.3.1.2 Jugend-Typen
3.3.1.3 Ähnliche / Gleiche Typologien
3.3.2 Positionierungsstrategien
3.3.2.1 Preispositionierung
3.3.2.2 Qualitätspositionierung
3.3.2.3 Lifestylepositionierung
3.3.3 Abgeleitete Managementimplikationen für die gemeinsame Generationenansprache
3.4 Mehrere Marken für Jugendliche und Best Ager
3.4.1 Gezielte Ansprache einer Generation durch Alterspositionierung
3.4.1.1 Einzelmarkenstrategie
3.4.1.2 Familienmarkenstrategie
3.4.2 Abgeleitete Managementimplikationen für die getrennte Generationenansprache
3.5 Zusammenfassende Managementimplikationen
4 Validierung der Managementimplikationen durch Case Studies des Reisemarktes
4.1 Eine Marke für beide Generationen
4.1.1 Breite Positionierung
4.1.2 Preispositionierung
4.1.3 Qualitätspositionierung
4.1.4 Lifestylepositionierung
4.2 Mehrere Marken zur gezielten Generationenansprache
4.2.1 Gezielte Ansprache der älteren Generation
4.2.2 Gezielte Ansprache der jüngeren Generation
4.3 Erfolgsindizien der Markenstrategien
4.4 Zusammenfassende Darstellung
5 Fazit und Ausblick
Diese wissenschaftliche Arbeit untersucht vor dem Hintergrund des demografischen Wandels und sich angleichender Wertesysteme, ob Unternehmen ihre Marken sowohl für die Generation der Best Ager als auch für Jugendliche gleichermaßen attraktiv gestalten können oder ob eine Mehrmarkenstrategie vorzuziehen ist, wobei der Reisemarkt als zentrales Fallbeispiel dient.
3.3.2.3 Lifestylepositionierung
Da sich die Werte der beiden Generationen immer mehr annähern, siehe auch Kapitel 2.4.2, ist es nun möglich, Marken mit Assoziationen aufzuladen, die den Werten der Nachfrager entsprechen und somit beide Generationen durch die Lifestylepositionierung gleichzeitig ansprechen, da „Gesellschaftliche Werte Einstellungen bestimmen, und Einstellungen das Verhalten“. Unter Lifestyle wird hier eine „Lebensart, die die persönlichen Werte und Einstellungen widerspiegelt“ verstanden, wobei sich die typischen Verhaltensmuster, die ein Lebensstil anzeigt, sich auf die einzelnen Lebensbereiche, wie z.B. den sportlichen Lebensstil, oder auf größere kulturelle und subkulturelle Verhaltensbereiche beziehen.
„Ziel dieses Ansatzes in der Marketingpraxis ist es, mit Hilfe des Lebensstilkonzepts Marktsegmente abzugrenzen, die sich durch gleiches oder ähnliches Konsumverhalten auszeichnen.“ Zum einen die Jugendlichen, die durch Marken einerseits ihre Individualität, andererseits auch ihre Gruppenzugehörigkeit darstellen wollen, zum anderen die Best Ager, speziell die junggebliebenen, die sich gerne mit jugendlichen Produkten und Marken umgeben. Die Jugendlichen können so ihre wirkliche Cliquenzugehörigkeit darstellen, sich aber auch bestimmter Markenimages bedienen, um sich so selbst aufzuwerten.
Diese Selbstergänzung spielt besonders im Best Ager Markt eine große Rolle, dabei ist es nicht zwingend notwendig, dass ein Individuum seinen Bezugsgruppen auch selbst angehört, vielmehr orientiert es sich oft an Gruppen, die das ideale Selbstimage widerspiegeln. Dabei haben die Kids begriffen, dass sie es sind, deren Image auf ein Produkt übergehen soll, sie also nicht mehr nur Zielgruppe sind, sondern dem Produkt vorher den verkaufbaren Jugend-Appeal geben sollen. Der demonstrative Konsum dieser kann hier als das Streben der Best Ager nach Profilierung, Selbstentfaltung und Selbstdarstellung seiner Umwelt gegenüber gesehen werden.
1 Einführung in die Thematik: Die Einleitung beleuchtet die Relevanz des Themas im Kontext einer alternden Gesellschaft und definiert die Forschungsfrage, ob eine einheitliche Markenstrategie für zwei heterogene Generationen möglich ist.
2 Bedeutende gesellschaftliche Veränderungen für das Markenmanagement: Dieses Kapitel analysiert demografische Trends und den beobachtbaren Wertewandel bei den untersuchten Zielgruppen sowie deren zunehmende Annäherung.
3 Markenmanagement im Reisemarkt: Der Hauptteil erläutert theoretische Grundlagen des Markenmanagements und diskutiert spezifische Strategien für die Reisebranche, um unterschiedliche Generationen entweder integriert oder getrennt anzusprechen.
4 Validierung der Managementimplikationen durch Case Studies des Reisemarktes: Basierend auf Experteninterviews und Unternehmensanalysen werden die zuvor abgeleiteten Strategien anhand konkreter Beispiele aus der Touristikpraxis überprüft.
5 Fazit und Ausblick: Das Kapitel fasst die zentralen Erkenntnisse zusammen und diskutiert die Anwendbarkeit der Strategien sowie zukünftigen Forschungsbedarf.
Markenmanagement, Best Ager, Jugendmarkt, Wertewandel, Reisemarkt, Positionierungsstrategie, demografischer Wandel, Marketing, Zielgruppenansprache, Integration, Lifestyle, Konsumverhalten, Markenidentität, Mehrmarkenstrategie, Dienstleistungsmarketing
Die Arbeit befasst sich mit der Herausforderung für das Markenmanagement, im Kontext einer alternden Gesellschaft und sich wandelnder Wertevorstellungen sowohl die Generation der Best Ager als auch die Jugendlichen als Konsumenten zu gewinnen.
Zentrale Themen sind der demografische Wandel in Deutschland, die Identifikation von Lebensstil-Typen, die Entwicklung von Markenstrategien sowie die Anwendung dieser Erkenntnisse im Reisemarkt.
Die Forschungsfrage ist, ob Unternehmen mit einer einzelnen Marke beide Generationen gleichzeitig ansprechen können oder ob mehrere spezifische Marken erforderlich sind.
Die Arbeit nutzt Literaturanalysen, die Auswertung von Marktstudien sowie Experteninterviews und Fallstudien aus der Reisebranche.
Im Hauptteil werden Begriffsdefinitionen vorgenommen, der Reisemarkt analysiert, Positionierungsstrategien (Preis, Qualität, Lifestyle) diskutiert und daraus Managementimplikationen abgeleitet.
Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Markenmanagement, Best Ager, Jugendmarkt, Wertewandel, Reisemarkt, Positionierung und Generationenannäherung.
Aufgrund der klassischen Segmentierung der Marketingaktivitäten und der Autorenmeinungen werden alle Personen über 50 Jahre als Best Ager gezählt.
Die Branche wurde gewählt, weil sie für alle Generationen gleichermaßen relevant ist, die Strukturen weniger festgefahren sind und sie ein hohes Potenzial für Lifestyle- und Erlebnispositionierungen bietet.
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