Bachelorarbeit, 2020
47 Seiten, Note: 1,7
1. Einleitung
2. Das Konzept des Erziehenden Sportunterrichts
2.1 Pädagogische Leitidee
2.2 Merkmale eines Erziehenden Sportunterrichts
2.3 Die sechs pädagogischen Perspektiven nach Dietrich Kurz
2.4 Didaktisch-methodische Prinzipien eines Erziehenden Sportunterrichts aus dem Rahmenlehrplan Nordrhein-Westfalen
3. Die Trendsportart Parkour
3.1 Philosophie und Entstehung
3.2 Bewegungsidee
4. Didaktische Überlegungen zur Umsetzung des Erziehenden Sportunterrichts innerhalb der Trendsportart Parkour
4.1 Die Bedeutung des Parkoursports für den Sportunterricht
4.2 Die pädagogischen Perspektiven nach Kurz im Parkour
4.3 Methodische Umsetzung des Parkourunterrichts
5. Das praktische Beispiel einer Unterrichtsstunde
5.1 Vorüberlegungen zum Unterrichtsentwurf
5.2 Unterrichtsentwurf für die Unterrichtseinheit Lauf- und Gleichgewichtstechnik
6. Fazit
Die Arbeit untersucht die Forschungsfrage, welche besonderen Bildungspotenziale sich hinter dem Konzept des Erziehenden Sportunterrichts verbergen, und zeigt beispielhaft an der Trendsportart Parkour auf, wie diese Potenziale in der sportpädagogischen Praxis umgesetzt werden können.
3.2 Bewegungsidee
Als Sinn und Zweck der Bewegungs- und Fortbewegungsformen des PK stehen die Effizienz, Schnelligkeit und Flüssigkeit im Vordergrund. Somit sind prinzipiell alle Bewegungen erlaubt, solange sie diesen Zweck erfüllen. Es können also beispielswiese ,,vielfältige Lauf-, Sprung-, Hangel-, Kletter-, Stütz- , Roll- und Kriechbewegungen gemacht werden, je nach Hindernis und Streckenprofil‘‘(Pape-Kramer & Heinlin 2007, S. 170). Auch wenn diese Bewegungen an die klassischen Turntechniken erinnern, ist die Sinnhaftigkeit dieser Bewegungen eine komplett Andere. Effizienz und Schnelligkeit stehen im Vordergrund, sodass es vorkommen kann, dass durch die individuellen Ausführungsvarianten komplett neue Techniken entstehen können. Dabei muss jeder Traceur (Sportler des PK) darauf achten, dass es nicht das Ziel dieser Sportart ist, andere Traceure zu beeindrucken und somit sind waghalsige und spektakuläre Aktionen, wie beispielsweise Salti, nicht effizient. Ziel ist es sich gegenseitig anzuspornen und seine eigenen Fähigkeiten von Woche zu Woche zu verbessern.
Die nahe Verbindung zu den klassischen Turn- und Leichtathletiktechniken ist besonders bei den Grundformen zu erkennen. Jedoch ist neben der Sinnhaftigkeit ein weiterer wesentlicher Unterschied die Art der Ausführung der Bewegungen. Während im Turnen die Technik und die Haltung einer Bewegung exakt vorgeschrieben werden, also durch Ausführungsbestimmungen normiert sind, bleibt im PK die Hindernisüberwältigung mittels einer Bewegung jedem Traceur frei. Nur die oben beschriebene Effizienz und Schnelligkeit dienen als Vorgabe einer Bewegung, nicht aber die technische und haltungsmäßige Ausführung.
1. Einleitung: Beschreibt den Legitimationsdruck des Sportunterrichts in den 1990er Jahren und die Entwicklung des Konzepts des Erziehenden Sportunterrichts als Antwort darauf.
2. Das Konzept des Erziehenden Sportunterrichts: Definiert die pädagogische Leitidee, die sechs Merkmale des erziehenden Unterrichts, die sechs pädagogischen Perspektiven nach Kurz sowie die didaktisch-methodischen Prinzipien.
3. Die Trendsportart Parkour: Beleuchtet die Philosophie, Entstehung und Bewegungsidee von Parkour als Trendsportart.
4. Didaktische Überlegungen zur Umsetzung des Erziehenden Sportunterrichts innerhalb der Trendsportart Parkour: Analysiert die Bedeutung von Parkour für den Sportunterricht und verbindet die pädagogischen Perspektiven sowie die methodische Umsetzung mit der Sportart.
5. Das praktische Beispiel einer Unterrichtsstunde: Präsentiert konkrete Vorüberlegungen und einen detaillierten Unterrichtsentwurf für die Einheit Lauf- und Gleichgewichtstechnik.
6. Fazit: Fasst die Ergebnisse zusammen und bestätigt das hohe Potenzial von Parkour zur Umsetzung der Ziele des Erziehenden Sportunterrichts.
Erziehender Sportunterricht, Parkour, Schulsport, Bildungspotenziale, pädagogische Perspektiven, Mehrperspektivität, Bewegungsgestaltung, Lauftechnik, Gleichgewichtstechnik, Sportpädagogik, Unterrichtsentwurf, Traceur, Kompetenzorientierung, Sportdidaktik, Körpererfahrung.
Die Arbeit untersucht, welche pädagogischen Bildungspotenziale das Konzept des Erziehenden Sportunterrichts bietet und wie diese am Beispiel der Trendsportart Parkour didaktisch und praktisch umgesetzt werden können.
Die zentralen Themen umfassen die sportpädagogischen Grundlagen des Erziehenden Sportunterrichts, die philosophischen und praktischen Merkmale von Parkour sowie die didaktische Verknüpfung beider Bereiche für den Schulunterricht.
Das Ziel ist es, herauszufinden, ob und wie Parkour dazu beitragen kann, die Anforderungen der normativen Leitidee des Erziehenden Sportunterrichts im schulischen Kontext zu erfüllen.
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Fundierung durch Literaturanalyse und mündet in die Erstellung eines beispielhaften, praxisorientierten Unterrichtsentwurfs für eine 9. Klasse.
Im Hauptteil werden zunächst das Konzept des Erziehenden Sportunterrichts und die Charakteristika von Parkour theoretisch erläutert, bevor diese anschließend in didaktische Überlegungen und eine beispielhafte Unterrichtseinheit überführt werden.
Die Arbeit lässt sich primär durch Begriffe wie Erziehender Sportunterricht, Parkour, Mehrperspektivität, pädagogische Perspektiven und sportpädagogische Bildungspotenziale beschreiben.
Die Perspektive Wagnis ist deshalb fundamental, weil sie direkt mit der Philosophie von Parkour verknüpft ist, die SuS zu einem sicheren Umgang mit herausfordernden Situationen und zur Selbsteinschätzung ihrer eigenen Fähigkeiten anleitet.
Durch die Integration von Hilfestellungen bei Balance- und Kriechübungen übernehmen die SuS Verantwortung für ihre Mitschüler, was ihr Rollenbewusstsein stärkt und das Miteinander in der Klasse fördert.
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