Diplomarbeit, 2005
59 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
1.1 Thema der Arbeit
1.2 Begründung für das Thema
1.3 Vorgehensweise
2 Vietnam – Ein Überblick
2.1 Die Wirtschaft Vietnams in den 1960er bis 1980er Jahren
2.2 Die Reformpolitik der 1980er Jahre (Doi Moi)
2.3 Neuere Politische Tendenzen
2.4 Internationale Abkommen
2.5 Gesetzliche Grundlagen ausländischer Investitionen
2.6 Ausländische Investitionen
2.7 Vietnam – Ein interessanter Standort für Investoren
2.8 Ausblick
2.9 Wirtschaftsdaten Vietnams im Überblick
3 Inflation und Währungsrisiken
3.1 Inflation
3.2 Währungsrisiken
4 Auswahl des relevanten Risiko-Rendite-Modells
5 Das Capital Asset Pricing Model (CAPM)
5.1 Das Standard CAPM
5.2 Die Vor- und Nachteile des CAPM
5.2.1 Vorteile
5.2.2 Nachteile
5.3 Die Anwendbarkeit des CAPM in Entwicklungsländern
5.4 Integrierte und segmentierte Märkte
5.4.1 Integrierte Märkte
5.4.2 Segmentierte Märkte
5.4.3 Vietnam – ein teilsegmentierter Markt
5.4.4 Kapitalmarkt in Vietnam
5.5 Länderrisiko
5.5.1 Methoden zur Bestimmung der Landesrisikoprämie
5.5.2 Länderscores
5.5.3 Ratingansatz
5.5.4 Country Bond Default Spreads
5.5.5 Country Bond Default Spreads vs. Ratingansatz
5.5.6 Länder mit unbekannter Landesrisikoprämie
5.5.7 Ermittlung der Landesrisikoprämie für Vietnam
5.5.7.1 Projektspezifische Landesrisikoprämie
5.5.7.2 Der Bludgeon Approach
5.5.7.3 Der Beta Approach
5.5.7.4 Der Lambda Approach
5.6 Das modifizierte CAPM
5.6.1 Beschreibung des modifizierten CAPM
5.6.2 Anwendung des modifizierten CAPM
5.6.3 Anmerkung zum Ergebnis
5.7 Das Damodaran Modell
5.7.1 Beschreibung Damodaran Modell
5.7.2 Anwendung Damodaran Modell
5.7.3 Anmerkung zum Ergebnis
5.8 Das lokale CAPM
5.8.1 Beschreibung des lokalen CAPM
5.8.2 Anwendung des lokalen CAPM
5.8.3 Anmerkung zum Ergebnis
5.9 Beurteilung der Ergebnisse
6 Zusammenfassung
Die vorliegende Diplomarbeit hat zum Ziel, die Eigenkapitalkosten für ein geplantes Hotelresort in Vietnam zu ermitteln, wobei die besondere Herausforderung in der Datenknappheit und den spezifischen Risiken eines Entwicklungslandes liegt.
5.4.2 Segmentierte Märkte
Segmentierte Märkte im Gegensatz dazu bestehen, wenn internationale Transaktionen beschränkt oder sogar verboten sind. In segmentierten Märkten kann man nicht einfach den Wert des ausländischen Cashflows ermitteln als ob er von Gastlandsinvestoren gehalten werden würde. Durch das Fehlen von freien Kapitalflüssen gibt es keinen Mechanismus, der den Preis und die Diskontierungsrate zwischen zwei Märkten widerspiegelt. Daher muss man ermitteln, was Heimatlandinvestoren normalerweise für den Cashflow zu zahlen bereit sind. Dies geschieht indem man einen Cashflow identifiziert, der ähnliche Risiken hat und der bereits in der Heimwährung gepreist ist. Ist dies geschehen, diskontiert man diesen mit der ermittelten Diskontierungsrate. Um diesen Prozess durchzuführen, benötigt man eine Theorie wie die des Capital Asset Pricing Modells.
Ein weiteres Merkmal von segmentierten Märkten ist das Vorhandensein von signifikanten Unterschieden zwischen den Preisen für lokale und ausländische Werte (risikoadjustiert). In einem integrierten Markt sollten unterschiedliche Preise durch Arbitrage schnell angepasst sein und Anpassungen in der Risiko-Rendite Beziehung sollten fast gleichzeitig auf lokalem und internationalem Niveau geschehen.
1 Einleitung: Darstellung der Problemstellung bezüglich der Eigenkapitalkostenermittlung für ein Hotelresort in Vietnam sowie Erläuterung des methodischen Vorgehens.
2 Vietnam – Ein Überblick: Kurze Zusammenfassung der wirtschaftlichen und politischen Entwicklung Vietnams von den 1960er Jahren bis zur Gegenwart inklusive Investitionsrahmenbedingungen.
3 Inflation und Währungsrisiken: Untersuchung der Auswirkungen von Inflation und Währungsrisiken auf Cashflows in Entwicklungsländern und deren Berücksichtigung.
4 Auswahl des relevanten Risiko-Rendite-Modells: Vergleich verschiedener Finanzmodelle hinsichtlich ihrer Eignung für Entwicklungsländer unter Berücksichtigung der Datenverfügbarkeit.
5 Das Capital Asset Pricing Model (CAPM): Hauptteil der Arbeit, der die Eignung des CAPM, die Problematik der Marktintegration sowie verschiedene Länderrisiko-Anpassungen (z.B. Lambda-Ansatz) detailliert behandelt.
6 Zusammenfassung: Abschließende Synthese der Ergebnisse zur Ermittlung der Eigenkapitalkosten unter Berücksichtigung der diversen gewichteten Bewertungsmodelle.
Eigenkapitalkosten, Vietnam, Hotelresort, CAPM, Länderrisiko, Marktsegmentierung, Diversifikation, Investition, Doi Moi, Landesrisikoprämie, Finanzmodell, Cashflow, Kapitalmarkt, Emerging Markets, Währungsrisiko
Die Diplomarbeit beschäftigt sich mit der mathematisch fundierten Ermittlung von Eigenkapitalkosten für ein spezifisches Investitionsprojekt, konkret den Bau eines Hotelresorts in Vietnam.
Zentrale Themen sind die Finanztheorie, insbesondere das CAPM, die Analyse des vietnamesischen Investitionsumfelds sowie die Bewertungsmethodik für Investitionen in Schwellenländern.
Ziel ist es, eine belastbare Renditeerwartung (Eigenkapitalkosten) zu definieren, die sowohl das Marktrisiko als auch das spezifische Länderrisiko Vietnams adäquat berücksichtigt.
Der Autor nutzt das Capital Asset Pricing Model (CAPM) und modifiziert dieses durch Ansätze wie den Lambda-Approach, um der Marktsegmentierung in Vietnam gerecht zu werden.
Im Hauptteil werden die Eignung des CAPM für Entwicklungsländer, der Einfluss von Marktintegration, Methoden zur Bestimmung der Landesrisikoprämie und die Berechnung konkreter Kapitalkostenwerte vorgestellt.
Schlüsselbegriffe wie Eigenkapitalkosten, Länderrisikoprämie, Vietnam, CAPM, Marktsegmentierung und Diversifikation stehen im Zentrum der Arbeit.
Vietnam weist aufgrund restriktiver Devisenkontrollen und begrenzter Kapitalmarktzugänge Merkmale eines segmentierten Marktes auf, zeigt aber durch internationale Abkommen Tendenzen zur Integration.
Der "Bludgeon" Ansatz addiert das Länderrisiko pauschal für alle Projekte, während der "Lambda" Ansatz eine projektspezifische Gewichtung der Exposition gegenüber dem Landesrisiko erlaubt.
Das Ergebnis ist ein gewichteter Durchschnitt aus einem Modell ohne Landesrisikoprämie (einfach gewichtet) und einem Modell mit Landesrisikoprämie (zweifach gewichtet).
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