Fachbuch, 2020
137 Seiten
1 Einleitung
2 Forschungstand
2.1 Inklusion
2.2 Behinderung
2.3 Einstellungen
2.4 Einstellungen zur Inklusion
2.5 Einstellungen und Verhalten gegenüber behinderten Menschen
3 Forschungsfrage
4 Methodik und Stichprobe
4.1 Design und Ablauf des Spiels
4.2 Design des Beobachtungsbogens
4.3 Auswertungsverfahren
4.4 Beschreibung der Stichprobe
5 Ergebnisdarstellung
5.1 Positives Spielverhalten
5.2 Negatives Spielverhalten
5.3 Vergleich zwischen Inklusionsklasse und Regelklasse
6 Diskussion
6.1 Interpretation der Ergebnisse
6.2 Einbettung der Ergebnisse in den bisherigen Forschungsstand
6.3 Limitierung der Aussagekraft
7 Fazit
Die Arbeit untersucht, welche Einstellungen Kinder der ersten und zweiten Jahrgangsstufe gegenüber der Inklusion von Kindern mit sonderpädagogischem Förderbedarf haben, wobei insbesondere Unterschiede zwischen Inklusions- und Regelklassen analysiert werden.
2.1.4.4 Einzelintegration
„Von einer Einzelintegration spricht man, wenn ein Kind, das eine Behinderung aufweist oder davon bedroht ist, in eine wohnortnahe Einrichtung aufgenommen wird“, (Gerspach 2000, S. 175).
Die Einzelintegration kann grundsätzlich in Form einer zielgleichen oder einer zieldifferenzierten Integration umgesetzt werden. Bei einer zielgleichen Integration werden nur die Kinder mit Behinderung in das System der Regelschulen eingegliedert, die den Leistungsanforderungen der jeweiligen Klassenstufe gerecht werden. Diese Form der Integration ist selektiv, denn nicht allen Kindern mit Behinderung ist es möglich, diesen Anforderungen und den Normen der Gleichaltrigen gerecht zu werden.
Es ist zu erkennen, dass eine zielgleiche Integration an Schulen schon immer stattgefunden hat, ohne dass speziell von einer Form der Integration gesprochen wurde. So wurden Kinder, welche den Leistungen der Regelschule ohne größere Probleme erreichen konnten aber eine Behinderung hatten, teilweise in die Regelschulen aufgenommen. Kinder mit einer Körperbehinderung (vgl. Kap. 2.2.3.1.) wurden am häufigsten integrativ unterrichtet.
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in das Konzept der Inklusion ein und definiert den Fokus der Untersuchung auf die Einstellungen von Grundschülern der ersten und zweiten Jahrgangsstufe zur Inklusion von Kindern mit sonderpädagogischem Förderbedarf.
2 Forschungstand: Dieses Kapitel gibt einen umfassenden Überblick über Inklusion, Behindertenmodelle, Einstellungsforschung und deren Relevanz für den schulischen Kontext.
3 Forschungsfrage: Hier wird die zentrale Forschungsfrage formuliert, welche das Ziel verfolgt, die Einstellungen von Grundschulkindern mithilfe eines Spiels zu explorieren.
4 Methodik und Stichprobe: Dieses Kapitel erläutert das methodische Vorgehen der qualitativen Erhebung, inklusive des Designs des Spiels, des Beobachtungsbogens und der Auswertung nach Mayring.
5 Ergebnisdarstellung: Hier werden die Ergebnisse der Untersuchung systematisch präsentiert, unterteilt in positives und negatives Spielverhalten sowie den Vergleich zwischen Inklusions- und Regelklassen.
6 Diskussion: Die Ergebnisse werden in diesem Kapitel interpretiert, in den Forschungsstand eingebettet und kritisch hinsichtlich ihrer Aussagekraft reflektiert.
7 Fazit: Das abschließende Kapitel fasst die wesentlichen Erkenntnisse zusammen und gibt Impulse für zukünftige Forschungsansätze.
Inklusion, Integration, inklusive Pädagogik, Behinderung, Körperbehinderung, ADHS, Lernbehinderung, Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf, Einstellungen, Sozialpsychologie, Einstellungsforschung, Grundschullehrkräfte, Eltern, Inklusionsklasse, Regelklasse
Die Arbeit untersucht die Einstellungen von Kindern der ersten und zweiten Jahrgangsstufe zur Inklusion von Kindern mit sonderpädagogischem Förderbedarf.
Zentrale Themen sind die Inklusionspädagogik, unterschiedliche Behinderungsarten (ADHS, Körperbehinderung, Lernbehinderung) sowie die sozialpsychologische Einstellungsforschung bei Kindern.
Das Ziel ist es, Erkenntnisse darüber zu gewinnen, wie Grundschulkinder Inklusion bewerten und ob Unterschiede zwischen Kindern aus Inklusionsklassen und Regelklassen bestehen.
Die Untersuchung basiert auf einer qualitativen Erhebung in Form eines eigens konzipierten Spiels, ausgewertet durch die qualitative Inhaltsanalyse nach Mayring.
Der Hauptteil befasst sich mit der Etablierung des Forschungsstands, der methodischen Durchführung der Beobachtung (Spielaufbau und Sequenzen) sowie der detaillierten Ergebnisdarstellung und Diskussion.
Die wichtigsten Begriffe sind Inklusion, Einstellungsforschung, sonderpädagogischer Förderbedarf, Grundschule und Inklusions- vs. Regelklasse.
Kinder in Inklusionsklassen reagieren sensibler auf Behinderungen, zeigen jedoch aufgrund ihrer Erfahrungen auch generalisierte Vorstellungen von Hilfebedürftigkeit, während Kinder in Regelklassen weniger Wissen über Behinderungen besitzen und häufiger diskriminierendes Verhalten zeigen.
Die Art der Behinderung beeinflusst das Spielverhalten stark; so übt die körperliche Behinderung (Rollstuhl) eine höhere Faszination aus, während Kinder mit ADHS oder Lernbehinderung häufiger aufgrund mangelnder Konzentrationsfähigkeit oder störendem Verhalten negativ bewertet wurden.
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