Bachelorarbeit, 2019
55 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
2. Theoretischer Hintergrund
2.1 Prokrastination
2.1.1 Verortung von Prokrastination im Rubikonmodell von Heckhausen und Gollwitzer (1989)
2.1.2 Akademische Prokrastination
2.1.3 Erfassung von Prokrastination
2.2 Selbstkonzept
2.2.1 Definition und Abgrenzung
2.2.2 Historischer Rückblick
2.2.3 Akademisches Selbstkonzept
2.2.4 Erfassung des akademischen Selbstkonzepts
2.3 Studienerfolg
2.3.1 Determinanten von Studienerfolg
2.3.2 Erfassung von Studienerfolg
2.4 Erwartungs-mal-Wert-Modell von Wigfield und Eccles (2000)
2.5 Ableitung der Hypothesen
2.5.1 Hypothese 1
2.5.2 Hypothese 2
2.5.3 Hypothesen 3a und 3b
2.5.4 Hypothese 4
2.5.5 Hypothese 5
3. Methode
3.1 Stichprobe
3.2 Durchführung
3.3 Instrumente
3.4 Statistische Analysen
4. Ergebnisse
4.1 Überprüfung der Voraussetzungen
4.2 Deskriptive Statistiken und Interkorrelationen der relevanten Merkmale
4.3 Hypothesentests
4.3.1 Ergebnisse der Überprüfung von Hypothese 1
4.3.2 Ergebnisse der Überprüfung von Hypothese 2
4.3.3 Ergebnisse der Überprüfung von Hypothesen 3a und 3b
4.3.4 Ergebnisse der Überprüfung von Hypothese 4
4.3.5 Ergebnisse der Überprüfung von Hypothese 5
5. Diskussion
5.1 Zusammenfassung der Ergebnisse
5.2 Interpretation der Ergebnisse
5.3 Limitationen der vorliegenden Arbeit und Ausblick auf weitere Forschung
Die vorliegende Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen dem akademischen Selbstkonzept und der Prokrastination von Fernstudierenden sowie deren gemeinsamen Effekt auf den Studienerfolg, basierend auf dem Erwartungs-mal-Wert-Modell von Wigfield und Eccles.
2.1.1 Verortung von Prokrastination im Rubikonmodell der Handlungsphasen (Heckhausen & Gollwitzer, 1987)
Im Rubikonmodell werden Handlungen als eine Abfolge von vier Phasen dargestellt: Abwägen, Planen, Handeln und Bewerten. Für Prokrastinierende ist es genau so wichtig wie für nicht Prokrastinierende ihr Ziel zu erreichen. Jedoch schaffen sie den Schritt von der Intention zur Ausführung nicht. Darüber hinaus können bei prokrastinierenden Personen die vier Handlungsphasen betroffen sein (Höcker et al., 2017), denn, wird Prokrastinationstendenz als Persönlichkeitsmerkmal konzipiert, muss man davon ausgehen, dass sie wie alle Persönlichkeitsmerkmale zu einem großen Teil mitbestimmt, wie eine Situation wahrgenommen und eingeschätzt wird.
Die Abwägungsphase, in welcher im Sinne eines Erwartungs-mal-Wert-Modells alternative Ziele gegeneinander abgewogen werden, schließt mit einer Intentionsbildung ab. Zurückliegende Erfahrungen mit prokrastinierendem Verhalten können hier mit in die Waagschale geworfen werden und als lernhinderliche Anreize die Entscheidung beeinflussen (Gollwitzer, 1996). In der Planungsphase wird die Handlung in einzelne Schritte zerlegt und es wird überlegt, wie etwaigen Schwierigkeiten begegnet werden könnte. Laut Dewitte und Lens (2000) können prokrastinierende Personen hier Schwierigkeiten haben, die Handlung im Gesamtzusammenhang zu sehen. Ebenso sehen Helmke und Schrader (2000) in dieser Phase die Gefahr eines zu detaillierten Zeitplans.
Beim Übergang zur Handlungsphase tritt prokrastinierendes Verhalten auf. Die Initiierung einer auszuführenden Tätigkeit wird hinausgeschoben und es werden stattdessen Alternativhandlungen ausgeführt. Laut Rubikonmodell müssten in der Handlungsphase volitionale Kontrollprozesse mobilisiert werden, um die Tätigkeit auszuführen. Viele Studien belegten jedoch einen mittleren negativen Zusammenhang (r = -.38) zwischen Prokrastination und Selbstregulation (Rakes & Dunn, 2010), sodass es nicht zur nötigen Bereitschaft kommt, um mit der geplanten Handlung zu beginnen. In der Bewertungsphase wird nach Ursachen für den Erfolg, bzw. Misserfolg gesucht, womit hier Attributionsstile ins Spiel kommen.
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet Prokrastination als „Studentenkrankheit“ und definiert das Ziel der Arbeit, deren Zusammenhang mit dem akademischen Selbstkonzept und den Effekt auf den Studienerfolg zu untersuchen.
2. Theoretischer Hintergrund: Dieser Abschnitt erläutert die relevanten Modelle, definiert Prokrastination, das Selbstkonzept sowie den Studienerfolg und leitet daraus die forschungsleitenden Hypothesen ab.
3. Methode: Hier werden die Stichprobe, das Studiendesign, die eingesetzten psychometrischen Instrumente sowie die statistischen Analyseverfahren beschrieben.
4. Ergebnisse: Dieses Kapitel präsentiert die Datenaufbereitung, die deskriptiven Statistiken und die Ergebnisse der Hypothesentests unter Anwendung der Regressions- und Mediationsanalysen.
5. Diskussion: Abschließend werden die Ergebnisse zusammengefasst, interpretiert, kritisch gewürdigt und im Kontext von Limitationen sowie zukünftigen Forschungsfeldern beleuchtet.
akademisches Selbstkonzept, Prokrastination, Studienerfolg, Erwartungs-mal-Wert-Modell, Rubikonmodell, Selbstwirksamkeit, Leistungsverhalten, Fernstudium, Mediation, Moderation, Selbstregulation, Motivationsforschung, Psychologie, akademische Leistung, Zielorientierung
Die Arbeit befasst sich mit der Untersuchung, inwiefern das akademische Selbstkonzept und die Prokrastination bei Fernstudierenden zusammenhängen und wie diese Faktoren den Studienerfolg beeinflussen.
Die zentralen Themenfelder sind die psychologische Fundierung von Prokrastinationsverhalten, die Struktur des akademischen Selbstkonzepts und deren theoretische Einbettung in das Erwartungs-mal-Wert-Modell.
Ziel ist es zu klären, ob das akademische Selbstkonzept einen direkten Einfluss auf den Studienerfolg hat und ob Prokrastination dabei als vermittelnde Variable (Mediator) fungiert.
Es wird ein quantitativer Ansatz verfolgt, bei dem Daten mittels Online-Fragebögen erhoben und anschließend mittels Korrelations-, Regressions- sowie Mediations- und Moderationsanalysen ausgewertet wurden.
Der Hauptteil umfasst eine tiefgehende theoretische Fundierung, die Beschreibung der methodischen Vorgehensweise und eine detaillierte Auswertung der empirischen Ergebnisse bezüglich der aufgestellten Hypothesen.
Zu den Kernbegriffen zählen akademisches Selbstkonzept, Prokrastination, Studienerfolg, das Erwartungs-mal-Wert-Modell sowie motivationale und volitionale Faktoren.
Die Ergebnisse bestätigen, dass Prokrastination einen signifikanten, wenn auch schwachen negativen Effekt auf den Studienerfolg hat und teilweise den Zusammenhang zwischen Selbstkonzept und Erfolg mediiert.
Die Studie konnte keine signifikanten Geschlechtsunterschiede im Prokrastinationsverhalten der untersuchten Fernstudierenden feststellen, was im Widerspruch zu einigen Erwartungen stand.
Ein starkes akademisches Selbstkonzept wirkt laut der Ergebnisse positiv auf den Studienerfolg, da Studierende mit höherer Zuversicht in ihre Fähigkeiten weniger stark zu prokrastinierendem Verhalten neigen.
Zu den Limitationen zählen die starke Repräsentation von Psychologiestudierenden, die nicht-repräsentative Altersstruktur der Stichprobe sowie die Tatsache, dass Daten zeitgleich erhoben wurden, was keine eindeutigen Kausalschlüsse zulässt.
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