Bachelorarbeit, 2018
40 Seiten, Note: 1,8
1. Einleitung
2. Analyse der Figuren in Michael Endes „Momo“
2.1 Die Protagonistin „Momo“
2.1.1 Die „Glücksbringerin“
2.1.2 Das „Gute“ in Momo
2.1.3 Zur Konzeption der Figur
2.2 Momos Freunde
2.2.1 Beppo Straßenkehrer
2.2.1.1 Das „Gute“ in Beppo
2.2.1.2 Verführung durch die grauen Herren
2.2.2 Gigi Fremdenführer
2.2.2.1 Das „Gute“ in Gigi
2.2.2.2 Verführung durch die grauen Herren
2.2.3 Zur Konzeption der Figuren
2.3 Die grauen Herren
2.3.1 Äußere Merkmale des Bösen
2.3.2 Kälte und Tod
2.3.3 Parasitismus
2.3.4 Kriminelle Machenschaften
2.3.5 Zur Konzeption der Figuren
3. Analyse der Figuren in Andreas Steinhövels „Der mechanische Prinz“
3.1 Der Protagonist Max
3.1.1 Auslöser des „Bösen“ in Max
3.1.2 Das „Gute“ in Max
3.1.3 Das „Böse“ in Max
3.1.4 Max moralischer Werdegang: Im Reich des mechanischen Prinzen
3.1.5 Zur Konzeption der Figur
3.2 Die Kontrastfigur Jan
3.2.1 Das „Gute“ in Jan
3.2.2 Das „Böse“ in Jan
3.2.3 Zur Konzeption der Figur
3.3 Max und Jan als Einheit
3.4. Die Prüfungsinstanz: Der mechanische Prinz
3.4.1 Das „Böse“ im Prinzen
3.4.2 Das „Gute“ im Prinzen
3.4.3 Zur Konzeption der Figur
3.5 Die Erzähl-/ Reflexionsinstanz: Der Kinderbuchautor
3.5.1 Das „Böse“ im Autor
3.5.2 Das „Gute“ im Autor
3.5.3 Zur Konzeption der Figur
4. Fazit
Die Arbeit untersucht die Konzeption guter und böser Figuren in Michael Endes „Momo“ sowie Andreas Steinhövels „Der mechanische Prinz“. Ziel ist es zu ergründen, ob Figuren in der phantastischen Kinder- und Jugendliteratur eindeutig den Polen „gut“ oder „böse“ zuzuordnen sind oder ob sie sich in einem Graubereich zwischen diesen Extremen bewegen.
2.1.1 Die „Glücksbringerin“
Bei der Protagonistin Momo handelt es sich um ein Waisenmädchen, welches sich im Vergleich mit anderen Kindern atypisch verhält und dadurch einen besonderen Status erlangt. So lebt sie beispielsweise allein5 und ist scheinbar nicht von Erwachsenen abhängig (Vgl. MM 9). Darüber hinaus wird bereits zu Beginn deutlich, dass sie eine besonders positive Wirkung auf die Menschen ihres Umfelds hat: So „konnten [die Kinder] so gut spielen wie nie zuvor“ (MM 23) und vergessen sogar ihre Angst, wenn sie bei Momo sind: „Vor allem das Mädchen […] wunderte sich, dass es ganz vergessen hatte sich vor Blitz und Donner zu fürchten“ (MM 35). Momos bloße Gegenwart scheint demnach eine Art Refugium zu schaffen, in dem die Kinder eine besondere Art der Zuwendung und des Schutzes erfahren. Die größte Gabe des Mädchens liegt aber in ihrer besonderen Fähigkeit, dem Zuhören:
„Sie konnte so zuhören, dass ratlose oder unentschlossene Leute auf einmal ganz genau wussten, was sie wollten. Oder dass Unglückliche und Bedrückte zuversichtlich und froh wurden. Und wenn jemand meinte, sein Leben sei ganz verfehlt und bedeutungslos und er selbst nur irgendeiner unter Millionen […] wurde ihm, noch während er redete auf geheimnisvolle Weise klar, dass er sich gründlich irrte, dass es ihn […] unter allen Menschen nur ein einziges Mal gab und dass er deshalb auf seine besondere Weise für die Welt wichtig war.“ (MM 15)
Hier wird also Momos positive Wirkung nochmals explizit dargestellt und es wird deutlich, dass es ihr gelingt, die Menschen nur durch den Akt des Zuhörens glücklich zu machen.
1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Problematik des Motivs von Gut gegen Böse in der phantastischen Literatur ein und steckt den Rahmen der Analyse anhand der Romane „Momo“ und „Der mechanische Prinz“ ab.
2. Analyse der Figuren in Michael Endes „Momo“: Dieses Kapitel untersucht die statische Konzeption der Protagonistin Momo, ihrer Freunde Beppo und Gigi sowie der als Personifikationen konzipierten grauen Herren.
3. Analyse der Figuren in Andreas Steinhövels „Der mechanische Prinz“: Die Analyse widmet sich der dynamischen Entwicklung der Hauptfigur Max, der Kontrastfigur Jan, der Funktion des mechanischen Prinzen sowie der Rolle des Kinderbuchautors.
4. Fazit: Das Fazit stellt die unterschiedlichen Figurenkonzeptionen der beiden Romane gegenüber und ordnet sie in den Kontext literarischer und gesellschaftlicher Entwicklungen ein.
Phantastische Literatur, Gut und Böse, Michael Ende, Andreas Steinhövel, Figurenkonzeption, Momo, Der mechanische Prinz, Charakterentwicklung, Statische Figuren, Dynamische Figuren, Moralisches Handeln, Individuum, Typus, Personifikation, Zeitspar-Maschinerie.
Die Arbeit untersucht die Darstellung und Konzeption von moralisch „guten“ und „bösen“ Figuren in zwei ausgewählten Romanen der phantastischen Kinder- und Jugendliteratur.
Im Zentrum stehen die Kategorisierung literarischer Figuren, der Vergleich von statischen versus dynamischen Figurenkonzepten sowie die Auswirkungen von Moral und persönlichen Entscheidungen auf das Schicksal der Akteure.
Das Ziel ist es zu analysieren, ob sich literarische Figuren in diesen Werken klar in die Kategorien „gut“ oder „böse“ einteilen lassen oder ob die Grenze zwischen diesen Extremen fließend verläuft.
Es wird eine literaturwissenschaftliche Figurenanalyse vorgenommen, die auf Definitionen von Figurentypen (statisch vs. dynamisch) und verschiedenen Erzählebenen (Histoire und Discours) basiert.
Der Hauptteil ist zweigeteilt: Zuerst werden die Figuren in Michael Endes „Momo“ auf ihre statische Anlage hin untersucht, danach erfolgt die Analyse der dynamischen Figuren in Steinhövels „Der mechanische Prinz“.
Zentrale Begriffe sind Phantastik, Gut und Böse, Figurenkonzeption, Charakterentwicklung, Statik, Dynamik sowie die Analyse der beiden primären Romanwerke.
Die grauen Herren fungieren als statische Personifikationen des Bösen, während Steinhövels Figuren oft eine komplexere, dynamische Entwicklung durchlaufen, die sie zwischen den moralischen Polen pendeln lässt.
Der Kinderbuchautor fungiert als Erzähl- und Reflexionsinstanz, die durch ihre eigene ambivalente Entwicklung und schroffe Art zum Verständnis der komplexen Themen wie Selbstfindung und Angst beiträgt.
Momo wird aufgrund ihres festen Merkmalssatzes an positiven Eigenschaften und ihrer Funktion, die Menschheit vor der Entfremdung durch die grauen Herren zu bewahren, als „Erlöserin“ und typologische „Gute“ charakterisiert.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

