Diplomarbeit, 2005
94 Seiten, Note: 1,7
1 Einleitung
2 Grundlagen
2.1 Begriffsbestimmungen
2.2 Der Pfandbrief
2.2.1 Pfandbriefarten
2.2.2 Pfandbriefemittenten
2.2.3 Rechtliche Rahmenbedingungen
2.2.3.1 Regelungen in Europa
2.2.3.2 Regelungen in Deutschland
2.3 Mortgage Backed Securities
2.3.1 Grundstruktur einer Verbriefung
2.3.2 Die wichtigsten Transaktionsbeteiligten und ihre Aufgaben
2.3.3 Ausprägungsformen der Mortgage Backed Securities
2.3.4 Synthetische versus True-Sale-Transaktionen
2.3.5 Rechtliche Rahmenbedingungen
2.3.5.1 Regelungen der BaFin
2.3.5.2 Rechtsunsicherheiten
3 Die Instrumente im Vergleich
3.1 Motive für den Einsatz von MBS
3.1.1 Einsparung von regulatorischem Eigenkapital
3.1.2 MBS als Instrument der Risikosteuerung
3.1.3 Diversifikation der Refinanzierungsquellen
3.1.4 Bilanzstrukturmanagement
3.2 Emissionskosten
3.2.1 Kosten einer Pfandbriefemission
3.2.2 Kosten einer MBS-Emission
3.3 Das Underlying
3.4 Der Markt
3.4.1 Marktentwicklung Pfandbriefe
3.4.2 Marktentwicklung Mortgage Backed Securities
3.5 Die Investoren und ihre Motive
3.5.1 Pfandbriefe
3.5.2 Mortgage Backed Securities
3.6 Abschließende Gegenüberstellung
3.7 Modellrechnung zur Wahl des geeigneten Refinanzierungsinstruments
4 Gesetzesänderungen und mögliche Auswirkungen
4.1 Basel II
4.1.1 Geplante Änderungen
4.1.2 Auswirkungen auf den Pfandbrief
4.1.3 Auswirkungen auf Mortgage Backed Securities
4.2 Das neue Pfandbriefgesetz
4.2.1 Unterschiede zum Hypothekenbankgesetz
4.2.2 Auswirkungen auf den Pfandbriefmarkt
4.3 Einführung eines Refinanzierungsregisters
5. Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht und vergleicht die Refinanzierungsinstrumente Pfandbriefe und Mortgage Backed Securities (MBS) aus betriebswirtschaftlicher Sicht. Ziel ist es, zu analysieren, ob MBS den Pfandbrief als dominierendes Produkt ablösen können oder ob eine Koexistenz beider Instrumente zu erwarten ist, insbesondere unter Berücksichtigung regulatorischer Änderungen wie Basel II.
3.1 Motive für den Einsatz von MBS
Im Folgenden sollen die wichtigsten Anreize für eine MBS-Transaktion näher betrachtet werden. Es handelt sich dabei um die Aspekte, die dieses Instrument abgesehen von der Liquiditätsgenerierung liefern kann, sprich um Zusatznutzen gegenüber dem Pfandbrief. Sollten MBS den Pfandbrief ersetzen können, lägen die Ursachen in diesen Gegebenheiten begründet.
3.1.1 Einsparung von regulatorischem Eigenkapital
Eine ausreichende Eigenkapitalausstattung dient den Banken als Risikopuffer für den Fall, dass durch vermehrte Kreditausfälle hohe Wertberichtigungen getätigt werden müssen. Dadurch wird die Finanzbranche stabilisiert und die Gläubiger der Banken erhalten zusätzliche Sicherheit. Eigenkapitalgläubiger werden bei Insolvenz nach den Fremdkapitalgläubigern bedient. Sie tragen demnach ein erhöhtes Risiko, welches sie sich durch höhere Renditen in Form von höheren Zinsen bezahlen lassen. Es ist damit offensichtlich, dass Eigenkapital für Banken einen nicht zu unterschätzenden Kostenfaktor darstellt.
1 Einleitung: Die Arbeit thematisiert den Vergleich zwischen Pfandbriefen und MBS unter Berücksichtigung aktueller Marktentwicklungen und regulatorischer Anforderungen.
2 Grundlagen: Es erfolgt eine begriffliche Klärung, die Darstellung der Grundstrukturen sowie eine Erläuterung der rechtlichen Rahmenbedingungen für beide Instrumente.
3 Die Instrumente im Vergleich: Ein detaillierter Vergleich der Motive, Kosten, Märkte und Investoren für Pfandbriefe und MBS sowie eine beispielhafte Modellrechnung zur Refinanzierungsentscheidung.
4 Gesetzesänderungen und mögliche Auswirkungen: Untersuchung der Folgen von Basel II, des neuen Pfandbriefgesetzes und der Einführung eines Refinanzierungsregisters auf den Markt.
5. Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Ergebnisse und Ausblick auf die komplementäre Nutzung beider Refinanzierungsinstrumente.
Pfandbrief, Mortgage Backed Securities, MBS, Verbriefung, Eigenkapitalentlastung, Risikosteuerung, Basel II, Pfandbriefgesetz, Refinanzierungsregister, Asset Backed Securities, ABS, Bankenaufsicht, Hypothekenbankgesetz, Kapitalmarkt, True Sale.
Die Arbeit vergleicht das Pfandbrief-Instrument mit Mortgage Backed Securities (MBS) als Refinanzierungsmethoden für Kreditinstitute.
Die zentralen Felder sind die strukturelle Analyse beider Instrumente, ihre betriebswirtschaftlichen Einsatzmotive, die Emissionskosten sowie der Einfluss regulatorischer Änderungen.
Das Ziel ist zu klären, ob MBS den Pfandbrief als Refinanzierungsinstrument ablösen oder ob eine Koexistenz beider Instrumente wahrscheinlich ist.
Die Arbeit nutzt eine theoretische Analyse sowie eine modellbasierte quantitative Gegenüberstellung der Refinanzierungskosten und Eigenkapitaleffekte.
Der Hauptteil behandelt die Motive für MBS (wie Eigenkapitalentlastung und Risikomanagement), vergleicht die Kosten beider Instrumente und diskutiert die Auswirkungen von Basel II und neuer Gesetzgebung.
Wesentliche Begriffe sind Pfandbrief, MBS, Eigenkapitalentlastung, Verbriefung, Basel II und Pfandbriefgesetz.
Basel II führt zu einer stärker bonitätsabhängigen Eigenkapitalunterlegung, wodurch die Anreize für reine Kapitalarbitrage mittels MBS sinken, während die Risikodiversifizierung an Bedeutung gewinnt.
Das Register dient der insolvenzfesten Übertragung von Forderungen und Sicherheiten, um bestehende Rechtsunsicherheiten bei der Verbriefung zu beseitigen.
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