Diplomarbeit, 2006
81 Seiten, Note: 2,0
1 EINLEITUNG
1.1 Problemstellung
1.2 Zielsetzung
1.3 Gang der Arbeit
2 ENTWICKLUNGEN UND ABGRENZUNGEN
2.1 Going Public
2.2 Deutscher Mittelstand
2.2.1 Begriffliche Abgrenzung
2.2.1.1 Nach quantitativen und qualitativen Kriterien
2.2.1.2 Abgrenzung in der vorliegenden Arbeit
2.2.2 Unternehmensfinanzierung im Wandel
2.2.2.1 Probleme der traditionellen Finanzierung
2.2.2.2 Basel II und die Folgen
2.3 Kapitalmarkt
2.3.1 Definition und begriffliche Abgrenzung
2.3.2 Börsenmarkt im Wandel
3 MITTELSTANDSSPEZIFISCHE BÖRSENSEGMENTE
3.1 Segmente an inländischen Börsenplätzen
3.1.1 Freiverkehr der FWB
3.1.1.1 Anforderungen und Folgepflichten
3.1.1.2 Beurteilung
3.1.2 Entry Standard der FWB
3.1.2.1 Anforderungen und Folgepflichten
3.1.2.2 Beurteilung
3.1.3 Gate-M der Stuttgarter Wertpapierbörse
3.1.3.1 Anforderungen und Folgepflichten
3.1.3.2 Beurteilung
3.1.4 M:access der Münchner Wertpapierbörse
3.1.4.1 Anforderungen und Folgepflichten
3.1.4.2 Beurteilung
3.2 Segmente an ausländischen Börsenplätzen
3.2.1 Alternative Investment Market der LSE
3.2.1.1 Anforderungen und Folgepflichten
3.2.1.2 Beurteilung
3.2.2 Alternext der Wertpapierbörsenvereinigung Euronext
3.2.2.1 Anforderungen und Folgepflichten
3.2.2.2 Beurteilung
3.3 Kritische Würdigung
4 GOING PUBLIC – ANFORDERUNGEN UND MÖGLICHKEITEN
4.1 Überblick und Abgrenzung
4.2 Planungsphase
4.2.1 Vor- und Nachteile einer Börsennotierung
4.2.2 Börsenreife des Unternehmens
4.2.2.1 Wirtschaftliche
4.2.2.2 Rechtliche
4.2.3 Kalkulierung der Emissionskosten
4.2.4 Auswahl der Emissionsbegleiter
4.3 Strukturierungsphase
4.3.1 Due Diligence
4.3.2 Equity Story
4.3.3 Unternehmensbewertung
4.3.4 Wertpapierverkaufsprospekt
4.4 Platzierungsphase
4.4.1 Bestimmung der Investorengruppen
4.4.2 Aktienmarketing
4.4.3 Bookbuilding und Erstnotierung
4.5 Nach dem Börsengang
4.5.1 Kursstabilisierung und Greenshoe
4.5.2 Investor Relations
4.6 Kritische Würdigung
5 FAZIT UND AUSBLICK
Die Arbeit verfolgt das Ziel, das Going Public als alternative Finanzierungsform für mittelständische Unternehmen zu untersuchen. Im Zentrum steht dabei die Analyse des Emissionsprozesses sowie die kritische Prüfung spezifischer Börsensegmente, die für eine Notierung mittelständischer Unternehmen geeignet sind.
4.2.1 Vor- und Nachteile einer Börsennotierung
In diesem Abschnitt werden die in der Fachliteratur durchweg am häufigsten genannten Vor- und Nachteile getrennt aufgeführt und erläutert. So sind für ein Unternehmen folgende Vorteile mit einem Going Public verbunden:
Verbesserte Bedingungen für die Unternehmensfinanzierung: Die Ausgabe neuer Aktien eines Unternehmens bei seinem Börsengang erhöht dauerhaft dessen Eigenkapitalbasis und sichert ihm damit seine Eigenständigkeit und die Option auf weitere Finanzierungen über den Kapitalmarkt. Bei solchen Emissionen erhält das Unternehmen einmalige Erlöse durch den Aktienverkauf in Millionenhöhe. Außerdem steht das erhaltene Eigenkapital der Aktiengesellschaft im Gegensatz z.B. zu einer Personengesellschaft dauerhaft zur Verfügung und kann nur durch Beschluss der Hauptversammlung verringert werden.
Neben der weiteren Beschaffung von Eigenkapital durch erneute Kapitalerhöhungen und Ausgabe neuer Aktien, stehen einem börsennotierten Unternehmen auch weitere, interessante Finanzierungsinstrumente des Kapitalmarktes offen, die für nicht-börsennotierten Gesellschaften oftmals nicht zugänglich sind. Diesen fehlt entweder die rechtliche Grundlage oder sie besitzen nicht den durch eine Notierung erreichten Bekanntheitsgrad, um ein benötigtes Volumen erfolgreich zu platzieren.
Des Weiteren kann das erhaltene Eigenkapital zur Finanzierung von Tätigkeitsfeldern mit erhöhtem Risiko für Fehlinvestitionen, wie z.B. dem der Forschung und Entwicklung, eingesetzt werden, da hier oftmals Banken den Unternehmen aufgrund des unrentablen Charakters die entsprechenden Kredite nicht gewähren.
1 EINLEITUNG: Die Einleitung beleuchtet die Finanzierungsproblematik des Mittelstands, definiert das Ziel der Arbeit und skizziert den methodischen Gang durch die Untersuchung.
2 ENTWICKLUNGEN UND ABGRENZUNGEN: Dieses Kapitel definiert zentrale Begriffe wie Going Public, Mittelstand und Kapitalmarkt und beleuchtet die veränderten Finanzierungsrahmenbedingungen durch Entwicklungen wie Basel II.
3 MITTELSTANDSSPEZIFISCHE BÖRSENSEGMENTE: Hier erfolgt eine detaillierte Analyse in- und ausländischer Börsensegmente sowie deren Eignung für die Emission mittelständischer Unternehmen.
4 GOING PUBLIC – ANFORDERUNGEN UND MÖGLICHKEITEN: Dieses Kapitel strukturiert den Börsengang in vier Phasen und erläutert detailliert die Anforderungen, Kalkulationsgrundlagen und operativen Schritte.
5 FAZIT UND AUSBLICK: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bewertet die Chancen und Herausforderungen für den Mittelstand beim Gang an den Kapitalmarkt.
Going Public, Mittelstand, Kapitalmarkt, Börsensegmente, Eigenkapital, Emissionsprozess, Börsenreife, Due Diligence, Equity Story, Unternehmensbewertung, Wertpapierverkaufsprospekt, Platzierung, Bookbuilding, Basel II, Finanzierung.
Die Arbeit untersucht die Möglichkeiten und den Prozess der Börseneinführung (Going Public) speziell für deutsche mittelständische Unternehmen als alternative Finanzierungsquelle.
Die zentralen Themenfelder umfassen die Eigenkapitalfinanzierung des Mittelstands, die rechtlichen und wirtschaftlichen Anforderungen an eine Börsennotierung sowie die Analyse spezieller Börsensegmente.
Das Ziel ist es, den Emissionsprozess theoretisch aufzuarbeiten und die Eignung neuer Handelssegmente für den Mittelstand kritisch zu bewerten.
Der Autor führt eine Literaturanalyse durch, um den Kenntnisstand zu bewerten, und ergänzt dies durch eine konstruktiv kritische Analyse aktueller Börsensegmente und regulatorischer Anforderungen.
Der Hauptteil behandelt zum einen die Abgrenzung und Entwicklung des deutschen Mittelstands sowie zum anderen die konkreten Phasen eines Börsengangs von der Planung bis zur Nachbetreuung.
Neben Going Public sind Begriffe wie Mittelstand, Kapitalmarkt, Eigenkapitalquote und die spezifischen Handelssegmente wie Entry Standard oder M:access zentral.
Der Autor sieht in Basel II einen wesentlichen Treiber für den Druck auf den Mittelstand, sich von der klassischen, bankbasierten Fremdkapitalfinanzierung zu lösen und alternative Wege wie den Kapitalmarkt zu erschließen.
Obwohl der Freiverkehr geringere Publizitätspflichten bietet, führt die damit verbundene fehlende Transparenz zu mangelndem Vertrauen bei Investoren, was die für eine gute Liquidität notwendige Attraktivität schmälert.
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