Diplomarbeit, 2004
71 Seiten, Note: 2,0
1 Einleitung
2 Grundlagen
2.1 Begriff des Leasings
2.2 Erscheinungsformen des Leasings
2.3 Bilanzielle Zurechnung von Leasingobjekten
2.3.1 Operate-Leasing-Verträge
2.3.2 Vollamortisations-Finanzierungsleasingverträge
2.3.3 Teilamortisations-Finanzierungsleasingverträge
3 Quantitative Analyse aus Sicht des Leasingnehmers
3.1 Prämissen des Vorteilhaftigkeitsvergleichs
3.2 Bestimmung des Vorteilhaftigkeitskriteriums
3.3 Quantitative Analyse ohne Steuern
3.4 Einbeziehung von Steuerwirkungen in die Analyse
3.4.1 Prämissen und Eingrenzungen
3.4.2 Verkehrs- und Substanzsteuern
3.4.3 Analyse der Ertragsteuerwirkungen
3.4.3.1 Gewerbesteuer
3.4.3.2 Körperschaftsteuer
3.4.3.3 Bestimmung des Nettokalkulationszinssatzes
3.4.3.4 Wohldefinierter Auszahlungsbarwert bei Leasing
3.4.3.5 Wohldefinierter Auszahlungsbarwert bei Kreditkauf
3.4.3.6 Belastungsgleiche bzw. kritische Leasingrate
3.4.4 Möglichkeiten der Abschreibungsgestaltung
3.4.5 Investitionszulagen und Investitionszuschüsse
3.5 Sensitivitätsanalysen
3.5.1 Begriff und Annahmen
3.5.2 Variation des Gewerbesteuerhebesatzes
3.5.2.1 Variation des Hebesatzes bei Leasing
3.5.2.2 Variation des Hebesatzes bei Kreditkauf
3.5.2.3 Vergleich der Gewerbesteuerhebesatzeinflüsse
3.5.3 Variation des Zinsniveaus
3.5.3.1 Variation des Zinsniveaus bei Leasing
3.5.3.2 Variation des Zinsniveaus bei Kreditkauf
3.5.3.3 Vergleich der Zinseinflüsse
3.5.4 Variation des kalkulierten Restwerts
3.5.5 Variation der Nutzungsdauer
4 Zusammenfassung
Ziel dieser Arbeit ist die Entwicklung eines Entscheidungsmodells, um auf Basis quantitativer Faktoren zu beurteilen, ob für einen Investor eine Investition mittels Leasing oder Kreditkauf vorteilhafter ist. Dabei werden insbesondere die Auswirkungen unterschiedlicher steuerlicher Gegebenheiten sowie verschiedener Abschreibungsmethoden analysiert, um eine kritische Leasingrate als Entscheidungskriterium herzuleiten.
3.4.3.6 Belastungsgleiche bzw. kritische Leasingrate
Nun soll aus den oben hergeleiteten Gleichungen für die Auszahlungsbarwerte die belastungsgleiche bzw. kritische Leasingrate hergeleitet werden. Die kritische Leasingrate ist erreicht, wenn die Auszahlungsbarwerte der Finanzierungsalternativen Leasing und Kreditkauf den gleichen Wert annehmen81. Zunächst werden also Gleichung (24) und Gleichung (30) gleichgesetzt.
(32) [Summe L*t / (1+inDS)^t - (VK-RW)/(1+inDS)^n] * (1-sk)/(1+m*h) = 1 - [VK/(1+inDS)^n] - [Summe AfAt / (1+inDS)^t - (VK-RW)/(1+inDS)^n] * (sk+m*h)/(1+m*h)
Entsprechend o.g. Prämisse ist der Betrag, den der Investor vom Veräußerungserlös erhält bzw. angerechnet bekommt, trotz einer nicht 100%igen Beteiligung beim Leasing in beiden Finanzierungsalternativen gleich hoch. Dies wurde im Wesentlichen mit der größeren Erfahrung der Leasinggesellschaft hinsichtlich der Verwertung des Leasinggegenstands erklärt82. Wenn dieser Betrag jedoch gleich ist, dann muss die kritische Leasingrate vom Veräußerungserlös unabhängig sein. Durch einige Umformungen entfällt deshalb Veräußerungserlös als Variable.
(33) [Summe L*t / (1+inDS)^t] * (1-sk)/(1+m*h) + [RW/(1+inDS)^n] * (1-sk)/(1+m*h) = 1 - [Summe AfAt / (1+inDS)^t] * (sk+m*h)/(1+m*h) - [RBW/(1+inDS)^n] * (sk+m*h)/(1+m*h)
Konstante Leasingraten vorausgesetzt, lässt sich Gleichung (33) unter Verwendung der Rentenbarwertformel83 nach Umstellung wie folgt schreiben84.
(34) L* = [(1+inDS)^n * inDS / ((1+inDS)^n - 1)] * [(1+m*h)/(1-sk) / (sk+m*h)/(1-sk) * Summe(AfAt / (1+inDS)^t)] - [inDS / ((1+inDS)^n - 1)] * [RW - (sk+m*h)/(1-sk) * RBW / (inDS / ((1+inDS)^n - 1))]
1 Einleitung: Die Einleitung motiviert die Relevanz von Leasing als Finanzierungsalternative in Deutschland und grenzt die Arbeit auf eine quantitative Analyse unter Ausklammerung qualitativer Aspekte ein.
2 Grundlagen: Dieses Kapitel definiert den Leasingbegriff, beleuchtet Erscheinungsformen und erläutert die Kriterien der bilanziellen Zurechnung von Leasingobjekten nach geltender Finanzverwaltungspraxis.
3 Quantitative Analyse aus Sicht des Leasingnehmers: Das Hauptkapitel entwickelt ein Entscheidungsmodell auf Basis der Kapitalwertmethode, bezieht Steuerwirkungen ein, behandelt Abschreibungsmöglichkeiten und führt umfassende Sensitivitätsanalysen für verschiedene Inputfaktoren durch.
4 Zusammenfassung: Die Zusammenfassung resümiert, dass keine allgemeingültige Entscheidung für Leasing oder Kreditkauf möglich ist und die individuelle Berechnung der kritischen Leasingrate zur fundierten Entscheidungsfindung empfohlen wird.
Leasing, Kreditkauf, Finanzierungsalternative, Kapitalwertmethode, quantitative Analyse, Steuerwirkungen, Gewerbesteuer, Körperschaftsteuer, Abschreibung, Sensitivitätsanalyse, kritische Leasingrate, Investition, Barwert, Finanzierung, Steuerlast
Die Arbeit untersucht, unter welchen quantitativen Bedingungen Leasing für ein Unternehmen vorteilhafter ist als eine Kreditfinanzierung.
Im Fokus stehen die steuerlichen Auswirkungen, Abschreibungsmethoden und die mathematische Bestimmung von Vorteilhaftigkeitskriterien zwischen Leasing und Kreditkauf.
Das Ziel ist die Entwicklung eines Entscheidungsmodells, um mithilfe einer zu berechnenden kritischen Leasingrate objektiv zu beurteilen, welche Finanzierungsform in einem konkreten Fall vorteilhafter ist.
Die Arbeit nutzt dynamische Investitionsrechnungsverfahren, insbesondere die Kapitalwertmethode, um Zahlungsströme unter Berücksichtigung von Steuern zu vergleichen.
Der Hauptteil widmet sich der mathematischen Modellierung der Zahlungsströme bei Leasing und Kreditkauf, der expliziten Einbeziehung von Steuerwirkungen (Gewerbe- und Körperschaftsteuer) sowie der Durchführung von Sensitivitätsanalysen bei Variation verschiedener Inputfaktoren.
Leasing, Kreditkauf, Kapitalwertmethode, quantitative Analyse, Steuerwirkungen, Gewerbesteuer, Körperschaftsteuer, kritische Leasingrate.
Der Gewerbesteuereffekt ist deshalb entscheidend, weil Zinszahlungen beim Kreditkauf im Gegensatz zum Zinsanteil in der Leasingrate nur zu 50% gewerbesteuerlich abzugsfähig sind.
Die Analyse zeigt, dass kürzere Nutzungsdauern tendenziell das Leasing begünstigen, da der Gewerbesteuereffekt bei kurzer Laufzeit stärker ins Gewicht fällt.
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