Masterarbeit, 2018
146 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
2 Theoretischer Hintergrund
2.1 Vorurteile
2.2 Ethnische Vorurteile
2.2.1 Ethnie
2.2.2 Definition von ethnischen Vorurteilen
2.2.3 Ethnische Vorurteile aus psychologischer Perspektive
2.2.4 Ethnisches Vorurteil aus soziologischer Perspektive
2.3 Abgrenzung
2.3.1 Stereotype
2.3.2 Stigma
2.4 Entstehung von Vorurteilen
2.5 Maßnahmen gegen Vorurteile
2.5.1 Präventionsmaßnahmen
2.5.2 Interventionsmaßnahmen
2.6 Die Kultur-Kontakt-Hypothese
2.6.1 Historischer Kontext
2.6.2 Kontaktbedingungen
2.6.3 Einschätzung der Kultur-Kontakt-Hypothese
2.7 Interkulturelle Kompetenz
2.7.1 Kultur
2.7.2 Definition Interkulturelle Kompetenz
3 Aktueller Forschungsstand
4 Fragestellung
5 Methode
5.1 Forschungsdesign
5.2 Instrument
5.3 Stichprobe
5.4 Analyseverfahren
6 Ergebnisdarstellung
6.1 Probandin 1
6.1.1 Vor dem Projekt
6.1.2 Nach dem Projekt
6.1.3 Vergleich der Ergebnisse vor und nach dem Projekt
6.2 Probandin 2
6.2.1 Vor dem Projekt
6.2.2 Nach dem Projekt
6.2.3 Vergleich der Ergebnisse vor und nach dem Projekt
6.3 Probandin 3
6.3.1 Vor dem Projekt
6.3.2 Nach dem Projekt
6.3.3 Vergleich der Ergebnisse vor und nach dem Projekt
7 Diskussion
Die Masterarbeit untersucht das interkulturelle Lernen im Kontext eines Kontaktprogrammes zwischen Jugendlichen mit und ohne Fluchthintergrund. Das primäre Ziel ist es, Vorurteile sowie die interkulturelle Kompetenz der Jugendlichen zu erfassen und zu analysieren, wie diese durch gezielte Kontaktmaßnahmen nach der Kultur-Kontakt-Hypothese beeinflusst oder verändert werden können.
2.3.1 Stereotype
Stereotype sind „die sozial geteilten Überzeugungen bezüglich der Attribute, Eigenschaften, Verhalten etc. hinsichtlich derer die Mitglieder einer Gruppe einander ähneln.“ (Stürmer & Siem, 2013, S. 49)
Im Brockhaus wird unter „Sozial- und Kommunikationswissenschaft“ das Stereotyp als eine vereinfachende, verallgemeinernde, schematische Reduzierung einer Erfahrung, Meinung oder Vorstellung definiert. Diese Vorstellungen sind oft verfestigt, ungerechtfertigt und gefühlsmäßig beladen und werden weiter unterteilt in Auto-Stereotype (Urteile über sich selbst) und Hetero-Stereotype (Urteile über andere) (Brockhaus, 2006).
„For the most part we do not first see and then define, we define first, and then see. In the great blooming, buzzing confusion of the outer world we pick out what our culture has already defined for us, and we tend to perceive that which we have picked out in the form stereotyped for us by our culture. There is economy in this. For the attempt to see all things freshly and in detail, rather than as types and generalities, is exhausting […] There is neither time nor opportunity for intimate acquaintance. Instead we notice a trait which marks a well known type, and fill in the rest of the picture by means of the stereotypes we carry about in our heads.“ (Lippmann, Public Opinion, 1922)
Ein Stereotyp ist der verbale Ausdruck einer auf soziale Gruppen oder deren zugehörigen Personen gerichtete Überzeugung. Es ist eine Aussage, die in ungerechtfertigter, vereinfachender und generalisierender Weise einer Gruppe von Personen bestimmte Eigenschaften oder Verhaltensweisen zu- oder abspricht (Quasthoff, 1973).
1 Einleitung: Diese Einleitung thematisiert die Herausforderungen des Zusammenlebens in einer heterogenen Migrationsgesellschaft und stellt die zentrale Relevanz der Kultur-Kontakt-Hypothese für ein vorurteilsfreies Miteinander in der Schule dar.
2 Theoretischer Hintergrund: Dieses Kapitel erläutert die theoretischen Grundlagen zu Vorurteilen, insbesondere ethnischen Vorurteilen, deren Entstehung, Reduzierung durch Präventions- und Interventionsmaßnahmen sowie den Zusammenhang zur interkulturellen Kompetenz.
3 Aktueller Forschungsstand: Hier werden statistische Daten zur Migration in Deutschland dargestellt und die Ergebnisse einschlägiger Studien wie des European Social Survey sowie Erkenntnisse aus der Meta-Analyse von Pettigrew und Tropp hinsichtlich der Kontakthypothese diskutiert.
4 Fragestellung: In diesem Kapitel werden die Forschungsfragen zur Ausprägung von Vorurteilen bei Jugendlichen ohne Fluchthintergrund sowie deren interkultureller Kompetenz und die Beeinflussbarkeit durch ein Kontaktprogramm formuliert.
5 Methode: Die Methodik umfasst ein qualitatives Forschungsdesign, das ein Interventionsprojekt zur Erstellung einer Präsentation über Lieblingsorte nutzt, um Daten mittels narrativer Interviews und Critical Incidents zu erheben.
6 Ergebnisdarstellung: Dieser Abschnitt präsentiert detailliert die Ergebnisse der Interviews mit drei Probandinnen, unterteilt in die Phasen vor und nach dem Projekt, inklusive eines Vergleichs der persönlichen Einstellungsänderungen.
7 Diskussion: Das abschließende Kapitel interpretiert die Ergebnisse auf Grundlage des theoretischen Hintergrunds und reflektiert das Studienprojekt sowie dessen Grenzen hinsichtlich der Repräsentativität und der pädagogischen Relevanz für Lehrkräfte.
Vorurteile, Ethnische Vorurteile, Kultur-Kontakt-Hypothese, Interkulturelle Kompetenz, Interkulturelles Lernen, Migration, Fluchthintergrund, Kontaktprogramm, Qualitative Inhaltsanalyse, Narrative Interviews, Critical Incident Technik, Stereotype, Stigma, Einstellungen, Schule
Die Arbeit untersucht, wie interkulturelles Lernen im Rahmen eines strukturierten Kontaktprogrammes zwischen Jugendlichen mit und ohne Fluchthintergrund stattfinden kann und inwiefern dies Vorurteile abbaut.
Die Arbeit behandelt die Theorie der Vorurteilsentstehung, die Wirksamkeit von interkulturellem Kontakt sowie die Messung und Förderung interkultureller Kompetenz.
Ziel ist es zu ergründen, ob ein regelmäßiger, zielorientierter Kontakt zwischen Jugendlichen mit und ohne Fluchthintergrund deren Vorurteile gegenüber der jeweils anderen Gruppe reduzieren kann.
Es wird eine qualitative Einzelfallstudie durchgeführt, die auf der Analyse von narrativen Interviews und der Methode der Critical Incidents basiert, um subjektive Einstellungen zu erfassen.
Der Hauptteil gliedert sich in eine fundierte theoretische Aufarbeitung der Fachbegriffe, die Darstellung des Forschungsstands sowie die detaillierte Ergebnisdarstellung und Diskussion der Interviews mit den Probandinnen.
Wichtige Begriffe sind insbesondere die Kultur-Kontakt-Hypothese, interkulturelle Kompetenz, Vorurteile, Stereotype und die soziale Interaktion im schulischen Kontext.
Diese Methode dient als situativer Anker im Interview, um durch einen konkreten Konfliktfall Empathie, Perspektivwechsel und die Reflexion eigener Vorurteile bei den Teilnehmerinnen gezielt anzuregen.
Es wurden drei Schülerinnen der neunten Klasse ohne Fluchthintergrund befragt, die sich freiwillig für das Projekt meldeten, um ihre Wahrnehmungen und Einstellungsänderungen zu untersuchen.
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