Masterarbeit, 2018
144 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
2. Theoretischer Hintergrund
2.1 Wohlbefinden
2.1.1 Definition von Wohlbefinden
2.1.2 Einflussfaktoren, Zusammenhänge und Ursachen von Wohlbefinden
2.1.3 Funktion und Auswirkungen von Wohlbefinden
2.1.4 Wohlbefinden von Kindern und Jugendlichen in der Schule
2.2 Integration als Teilbedingung von Wohlbefinden
2.2.1 Integration aus sozialpsychologischer Sicht
2.2.2 Integration als Begriff der Akkulturationsforschung
2.2.3 Zusammenhang zwischen Integration und Wohlbefunden
3. Aktueller Forschungsstand
3.1 Aktueller Forschungsstand zum Wohlbefinden und zur Integration von Jugendlichen in der Schule
3.2 Aktueller Forschungsstand zur subjektiv wahrgenommenen Integration, Partizipation und zum subjektiven Wohlbefinden von Personen mit Fluchthintergrund
3.3 Aktueller Forschungsstand zur subjektiv wahrgenommenen Integration, Partizipation und zum subjektiven Wohlbefinden von Schülerinnen und Schülern mit Fluchthintergrund
4. Fragestellung
5. Methode
5.1 Forschungsdesign
5.2 Instrument
5.3 Stichprobe
5.4 Analyseverfahren
6. Ergebnisse
6.1 Probandin 1
6.1.1 Wohlbefinden und subjektiv wahrgenommene Integration vor dem Interventionsprojekt
6.1.2 Wohlbefinden und subjektiv wahrgenommene Integration nach dem Interventionsprojekt
6.1.3 Vergleich der Ergebnisse vor und nach dem Interventionsprojekt
6.2 Probandin 2
6.2.1 Wohlbefinden und subjektiv wahrgenommene Integration vor dem Interventionsprojekt
6.2.2 Wohlbefinden und subjektiv wahrgenommene Integration nach dem Interventionsprojekt
6.2.3 Vergleich der Ergebnisse vor und nach dem Interventionsprojekt
6.3 Probandin 3
6.3.1 Wohlbefinden und subjektiv wahrgenommene Integration vor dem Interventionsprojekt
6.3.2 Wohlbefinden und subjektiv wahrgenommene Integration nach dem Interventionsprojekt
6.3.3 Vergleich der Ergebnisse vor und nach dem Interventionsprojekt
6.4 Probandin 4
6.4.1 Wohlbefinden und subjektiv wahrgenommene Integration vor dem Interventionsprojekt
6.4.2 Wohlbefinden und subjektiv wahrgenommene Integration nach dem Interventionsprojekt
6.4.3 Vergleich der Ergebnisse vor und nach dem Interventionsprojekt
7. Diskussion der Ergebnisse und Reflexion des Studienprojekts
Die Arbeit untersucht das subjektive Wohlbefinden sowie die wahrgenommene soziale Integration von geflüchteten Jugendlichen im schulischen Kontext und analysiert, inwiefern ein gezieltes Interventionsprojekt dazu beitragen kann, diese Faktoren positiv zu beeinflussen.
1. Einleitung
Laut dem Ausländerzentralregister befinden sich in Deutschland zum Stichtag des 31.12.2016 rund 1,6 Millionen Schutzsuchende, die einen Asylantrag gestellt haben. Davon sind insgesamt ca. 870.000 Anträge anerkannt, 150.000 abgelehnt und weitere 500.000 noch offen (Statistisches Bundesamt, 2018). Eine so hohe Zahl an Geflüchteten stellt Deutschland vor eine spätestens seit Einzug der so genannten Gastarbeiter alt bekannte Aufgabe: die erfolgreiche Integration von Zugewanderten.
Eine Aufgabe, die unter anderem auch Institutionen wie die Schule mit rund 137.000 schulfähigen geflüchteten Kindern und Jugendlichen im Alter von 6 bis 18 Jahren (Statistisches Bundesamt, 2018) ohne ein bisher beschlossenes Einwanderungsgesetz oder sonstige festgelegte Rahmenbedingungen bewerkstelligen müssen. Andererseits stellt die Ankunft in Deutschland auch die Zugewanderten vor eine Herausforderung, die es zu bewältigen gilt. Teilweise durch Krieg und Flucht traumatisiert, kommen die Kinder und Jugendlichen in einem Land an, das sich möglicherweise aus kultureller Sicht von ihrem Heimatland unterscheidet und in dem sie sich erst einmal zurechtfinden müssen.
Drei Jahre sind seit der so genannten Flüchtlingswelle im Jahr 2015 vergangen (Statistisches Bundesamt, 2018), sodass sich folgende Frage stellt: Wie fühlen sich Schülerinnen und Schüler mit Fluchthintergrund in der Schule und in der Klasse?
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die aktuelle Situation von geflüchteten Kindern und Jugendlichen im deutschen Bildungssystem und begründet die Relevanz der Forschungsfrage nach ihrem Wohlbefinden und ihrer sozialen Integration.
2. Theoretischer Hintergrund: Dieses Kapitel erläutert die theoretischen Grundlagen zum subjektiven Wohlbefinden sowie zur Integration aus sozialpsychologischer und kulturanthropologischer Perspektive und deren wechselseitigen Zusammenhang.
3. Aktueller Forschungsstand: Hier werden bestehende Studien zum Wohlbefinden und zur Integration von Jugendlichen in der Schule sowie spezifisch von Personen mit Fluchthintergrund zusammengefasst und diskutiert.
4. Fragestellung: Basierend auf dem theoretischen Rahmen und dem Forschungsstand werden drei zentrale Forschungsfragen entwickelt, die den Fokus der Arbeit auf die subjektive Wahrnehmung und die Wirkung des Interventionsprojekts legen.
5. Methode: Dieses Kapitel beschreibt das qualitative Forschungsdesign der Einzelfallstudie, das Interventionsprojekt, die Stichprobe sowie die Datenerhebungs- und Analyseverfahren.
6. Ergebnisse: Die Ergebnisse der qualitativen Inhaltsanalyse für die vier Probandinnen werden detailliert vor und nach dem Interventionsprojekt dargestellt und miteinander verglichen.
7. Diskussion der Ergebnisse und Reflexion des Studienprojekts: Das abschließende Kapitel diskutiert die Ergebnisse vor dem Hintergrund der eingangs skizzierten Theorien und reflektiert die Durchführung sowie die Gütekriterien des Studienprojekts.
Wohlbefinden, Soziale Integration, Fluchthintergrund, Schule, Interventionsprojekt, Kultur-Kontakt-Hypothese, Akkulturation, soziale Unterstützung, Qualitative Inhaltsanalyse, Schülerinnen, Jugendhilfe, soziale Netzwerke, Diskriminierungserfahrungen, Sprachstand, soziale Teilhabe
Die Masterarbeit befasst sich mit dem Wohlbefinden und der sozialen Integration von geflüchteten Schülerinnen an einer Realschule und untersucht, wie diese durch ein schulisches Interventionsprojekt positiv beeinflusst werden können.
Zentrale Felder sind die psychologischen Grundlagen des Wohlbefindens, die Integration im sozialen und kulturellen Kontext sowie der Einfluss von interkulturellem Kontakt in der Schule.
Das Ziel ist zu erforschen, wie geflüchtete Jugendliche ihre Integration und ihr Wohlbefinden wahrnehmen und ob ein gezieltes Interventionsprojekt zur Förderung des Kontakts zwischen einheimischen und geflüchteten Schülern eine messbare Verbesserung bewirkt.
Die Arbeit nutzt einen qualitativen Ansatz in Form von Leitfaden-Interviews und einer anschließenden Qualitativen Inhaltsanalyse nach Mayring zur Auswertung der Einzelfallstudien.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Aufarbeitung, die Darstellung des aktuellen Forschungsstands, die methodische Vorgehensweise sowie die detaillierte Präsentation und Diskussion der Ergebnisse der vier Probandinnen.
Wichtige Begriffe sind subjektives Wohlbefinden, soziale Integration, Akkulturation, Kontakt-Hypothese und der schulische Kontext von Geflüchteten.
Die Probandinnen unterscheiden sich in ihrem Sprachstand, ihrer kulturellen Herkunft und ihrer bisherigen Erfahrung mit Diskriminierung, was ihre Integrationsfähigkeit und ihren Wunsch nach Kontakt zu Einheimischen beeinflusst.
Die Schule dient als primärer Ort des sozialen Kontakts, wobei die Studie aufzeigt, dass bloße Anwesenheit im Unterricht nicht zwangsläufig zur sozialen Integration führt, sondern aktive Kontaktförderung erforderlich ist.
Bei einem Teil der Probandinnen konnte eine gesteigerte Kontakthäufigkeit und ein verbessertes Wohlbefinden festgestellt werden, während andere aufgrund ihrer Persönlichkeit oder intensiverer Isolationserfahrungen weniger stark profitierten.
Die Arbeit betont, dass Lehrkräfte interkulturellen Austausch aktiv moderieren und unterstützen müssen, da sich erfolgreiche Integration nicht von selbst einstellt und Vorurteile langfristige Prozesse sind.
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