Masterarbeit, 2019
105 Seiten, Note: 1,5
1. Einleitung
2. Vegetarischmus
2.1. Veganismus
3. Die Energiebereitstellung und Makronährstoffe in der veganen Ernährung im Kontext Sport
3.1. Energiebereitstellung
3.2. Proteine
3.3. Kohlenhydrate
3.4. Fette
4. Ausgewählte Mikronährstoffe, die in der veganen Ernährung als kritisch bewertet werden, im Kontext Sport
4.1. Vitamin B12
4.2. Jod
4.3. Eisen
4.4. Zink
4.5. Kalzium
4.6. Vitamin D
4.7. Vitamin B2
4.8. Vitamin A
5. Suchmethode und Suchverlauf für die vegane Ernährung im Ausdauersport
5.1. Material, Methoden und Ergebnisse der relevanten Studien
5.2. Ergebnisse und Diskussionen der analysierten Studien zum Thema „vegane/vegetarische Diät und aerober Leistung“
6. Fazit
6.1. Reflexion der Methodik
6.2. Reflexion der Ergebnisse
6.3. Ausblick
Die vorliegende Masterarbeit untersucht, ob eine vegane Ernährungsweise mit den Anforderungen des Hochleistungssports vereinbar ist und welche Grenzen sowie Möglichkeiten sich hierbei für Sportler im Ausdauersport ergeben.
3.1. Energiebereitstellung
Der Energiestoffwechsel im menschlichen Körper bezeichnet die Umwandlung von Adenosindiphosphat (ADP) durch das Phosphat aus der Nahrung in Adenosintriphosphat (ATP), welches der Körper braucht. Diese freigesetzte Energie dient dem Wachstum, der Erneuerung und der Neubildung von körpereigenen Substanzen sowie der Versorgung mit Energie für die körperliche Arbeit. Die Energie wird durch Kohlenhydrate, Fette, Proteine und Alkohole und den Zufluss von Sauerstoff freigesetzt. Sie wird als physiologischer Brennwert bezeichnet, der in Kilokalorie pro Gramm (kcal/g) oder in Kilojoule pro Gramm (kJ/g) angegeben wird. Proteine, Fette und Kohlenhydrate unterscheiden sich dabei in der gelieferten Energie pro Gramm (Biesalski, Bischoff, Pirlich & Weimann, 2018, S. 34). Proteine geben 4,1 kcal/g, Fette 9,3 kcal/g, Kohlenhydrate 4,1 kcal/g und Alkohol 7,1 kcal/g (Konopka, 2018, S. 43). Der Bedarf an Energie eines Menschen pro Tag wird als Tagesenergieumsatz bezeichnet und setzt sich zusammen aus dem Grundumsatz, der physikalischen Aktivität und der nahrungsinduzierten Thermogenese. Zudem können unter besonderen Bedingungen die Wärmeregulation, sowie externer und interner Stress Auswirkungen auf den Tagesenergieumsatz haben (Biesalski et al., 2018, S. 36-37).
Der Energieumsatz ist von einer Vielzahl an Faktoren wie Alter, Geschlecht, physiologischem Status und Körpergröße abhängig und beschreibt die Energie, die für die Aufrechterhaltung der normalen Körperzusammensetzung und -funktionen erforderlich ist. So ist beispielsweise der Grundumsatz von Frauen im Schnitt 10% geringer (0,9 kcal x kg Körpermaße x 1 Stunde) als der Grundumsatz für Männer, welcher mit der Faustformel 1 kcal x kg Körpermasse x 1 Stunde errechnet wird. Auf den Tag berechnet verbraucht ein Mann mit 70 kg Körpergewicht circa 1680 kcal (1 kcal x 70 kg x 24 h). Die physikalische Aktivität wird mit dem Leistungsumsatz angegeben. Er kennzeichnet die Energiemenge, die für Tätigkeiten wie körperliche Aktivitäten in Beruf und Freizeit benötigt wird, die über den Grundumsatz hinausgeht (Elmadfa & Leitzmann, 2019, S. 141; Leitzmann et al., 2010, S. 190).
1. Einleitung: Beleuchtung der zunehmenden Verbreitung veganer Ernährung im Sport und Definition der zentralen Forschungsfrage bezüglich der Vereinbarkeit mit Hochleistungssport.
2. Vegetarischmus: Definition der verschiedenen Ernährungsformen des Vegetarismus mit Fokus auf die spezifischen Merkmale des Veganismus.
3. Die Energiebereitstellung und Makronährstoffe in der veganen Ernährung im Kontext Sport: Darstellung der physiologischen Grundlagen der Energiebereitstellung sowie der Bedeutung von Proteinen, Kohlenhydraten und Fetten für Sportler.
4. Ausgewählte Mikronährstoffe, die in der veganen Ernährung als kritisch bewertet werden, im Kontext Sport: Detaillierte Analyse kritischer Mikronährstoffe und deren Bedeutung für die Leistungsfähigkeit und Gesundheit veganer Athleten.
5. Suchmethode und Suchverlauf für die vegane Ernährung im Ausdauersport: Dokumentation der systematischen Literaturrecherche und methodische Einordnung der ausgewählten Studien.
6. Fazit: Zusammenfassende Beantwortung der Forschungsfragen unter Berücksichtigung der analysierten Studienergebnisse und Ausblick auf künftigen Forschungsbedarf.
Vegane Ernährung, Sport, Ausdauersport, Mikronährstoffe, Leistungsfähigkeit, Vitamin B12, Proteinbedarf, Kohlenhydratstoffwechsel, Oxidativer Stress, Sporternährung, Literaturstudie, Eisenmangel, Energiebilanz, Supplementierung, Athleten
Die Arbeit untersucht die Eignung einer veganen Ernährungsweise für Sportler, insbesondere im Hinblick auf Anforderungen im Ausdauersport und die damit verbundenen gesundheitlichen Aspekte.
Die Arbeit deckt die physiologischen Grundlagen der Nährstoffversorgung (Makro- und Mikronährstoffe), aktuelle wissenschaftliche Studien zu veganer Ernährung im Sport sowie praktische Empfehlungen für Athleten ab.
Das Ziel ist es, Möglichkeiten und Grenzen der veganen Ernährung im Ausdauersport aufzuzeigen und zu klären, ob vegane Athleten potenzielle Risiken (z.B. Nährstoffmangel) erfolgreich bewältigen können.
Es handelt sich um eine Literaturstudie, welche den aktuellen wissenschaftlichen Stand systematisch aufarbeitet, relevante Studien analysiert und diskutiert.
Der Hauptteil befasst sich detailliert mit dem Energiebedarf, der Versorgung mit Makronährstoffen sowie einer eingehenden Analyse kritischer Mikronährstoffe wie Vitamin B12, Eisen und Zink.
Vegane Ernährung, Sport, Ausdauersport, Mikronährstoffe, Leistungsfähigkeit, Proteinbedarf und Sporternährung.
Vitamin B12 wird als einer der kritischsten Nährstoffe identifiziert, da eine bedarfsgerechte Deckung ohne tierische Produkte oder gezielte Supplementierung nahezu unmöglich ist.
Die Arbeit kommt zu dem Schluss, dass vegane Ernährung bei guter Planung und Supplementierung möglich ist, ohne die sportliche Leistung zu mindern, jedoch keine kurzfristige Leistungssteigerung garantiert.
Es wird empfohlen, eine vollwertige und abwechslungsreiche Kost zu wählen, sich intensiv mit den Nährstoffquellen zu beschäftigen und kritische Parameter regelmäßig ärztlich kontrollieren zu lassen.
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