Masterarbeit, 2019
84 Seiten, Note: 2,3
1 Einleitung
2 Aufgaben und Ziele von Werbung
2.1 Die Informationsfunktion
2.2 Die Beeinflussungsfunktion
3 Stereotype und ihr Vorkommen in der Werbung
3.1 Definition des Begriffs Stereotyp
3.2 Die Funktion von Stereotypen in der Werbung
3.2.1 Die Geschlechterstereotype
3.2.2 Die Berufsstereotype
3.2.3 Das Stereotyp der „heilen Welt“
4 Das Produkt Kinderschokolade aus dem Hause Ferrero
4.1 Philosophie und die Zielgruppen der Marke
4.2 Informationen über das Produkt Kinderschokolade
5 Analyse der Fernsehwerbung von Kinderschokolade in Hinblick auf das Stereotyp „heile Welt“
5.1 Vorwort
5.2 Werbespot von 1986
5.2.1 Verhalten und Eigenschaften der Protagonisten
5.2.2 Das Setting der Handlung
5.2.3 Akustische Elemente
5.2.4 Präsentation des Produkts
5.3 Werbespot von 1996
5.3.1 Verhalten und Eigenschaften der Protagonisten
5.3.2 Das Setting der Handlung
5.3.3 Akustische Elemente
5.3.4 Präsentation des Produkts
5.4 Werbespot von 2006
5.4.1 Verhalten und Eigenschaften der Protagonisten
5.4.2 Das Setting der Handlung
5.4.3 Akustische Elemente
5.4.4 Präsentation des Produkts
5.5 Werbespot von 2015
5.5.1 Verhalten und Eigenschaften der Protagonisten
5.5.2 Das Setting der Handlung
5.5.3 Akustische Elemente
5.5.4 Präsentation des Produkts
6 Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht die Entwicklung und Darstellung des Stereotyps der „heilen Welt“ in der Fernsehwerbung. Zentrales Ziel ist es, anhand von Werbespots der Marke Kinderschokolade aus den Jahren 1986 bis 2015 aufzuzeigen, wie dieses soziale Konstrukt medial inszeniert wird und welche Funktionen es erfüllt, um Kunden anzusprechen und eine emotionale Bindung aufzubauen.
3.1 Definition des Begriffs Stereotyp
Um dem Phänomen des Stereotyps näher zu kommen, betrachten wir an dieser Stelle zunächst den Wortursprung. Das Wort Stereotyp besteht aus zwei griechischen Worten, stereos und typos. Stereos bedeutet in diesem Zusammenhang hart oder auch starr und typos steht für einen Entwurf oder eine feste Form. Bereits der Wortursprung verrät ein wichtiges Merkmal von Stereotypen: Sie sind starr in den Köpfen verankert, obwohl sie gleichzeitig kaum Aussagekraft haben, da es sich nur um einen ersten Entwurf handelt. Bevor er in die Sozialwissenschaft übertragen wurde, bezeichnete der Begriff eine bestimmte Form der Drucktechnik. Auch diesem Hinweis lässt sich eine Eigenschaft deuten: Das Stereotyp wird den Menschen wie ein Stempel einheitlich aufgedrückt, ohne Rücksicht auf Individuen.
Erst der Journalist Walter Lippmann brachte den Begriff Stereotyp durch sein bekanntes Werk „Die öffentliche Meinung“ erstmals im Bereich der Sozialwissenschaften auf. Seine Idee dahinter war, dass Menschen eine Person nicht als Individuum wahrnehmen, sondern als Teil einer Gruppe. Anhand unserer Meinung über die Gruppe bewerten wir dann auch die Einzelperson und erwarten von ihr gewisse Eigenschaften. Ein zentraler Mechanismus bei der Entstehung von Stereotypen ist also die Bereitschaft, eine Person in soziale Kategorien einzuordnen. Dabei ist jeder Mensch Mitglied in vielen verschiedenen sozialen Kategorien und bekleidet ebenfalls viele unterschiedliche soziale Rollen. Die diversen sozialen Rollen kann jeder auch bei sich selbst identifizieren. Beispielsweise erfülle ich die Rolle einer Studentin, gleichzeitig aber auch die einer Kollegin, einer Schwester, einer Tochter, einer Freundin oder auch ganz allgemein gefasst die Rolle einer Frau. Das Beispiel veranschaulicht aber nicht nur meine sozialen Rollen, es zeigt auch die vielen verschiedenen Kategorien, in die ich als Person eingeordnet werden kann. Bei der Stereotypisierung beruht diese Einordnung aber nicht unbedingt auf Tatsachen. Denn gerade die vermeintliche Zuordnung in soziale Kategorien in Ergänzung erweiterter Eigenschaften ist das Schema eines Stereotyps.
1 Einleitung: Die Einleitung führt in die Relevanz der Werbeforschung ein und formuliert die zentrale Forschungsfrage nach dem Wandel des Stereotyps der „heilen Welt“ im Zeitverlauf.
2 Aufgaben und Ziele von Werbung: Dieses Kapitel erläutert die theoretischen Grundlagen der Werbekommunikation, insbesondere die Informations- und Beeinflussungsfunktion.
3 Stereotype und ihr Vorkommen in der Werbung: Hier werden der Begriff „Stereotyp“ definiert und die psychologischen Mechanismen sowie die spezifische Rolle von Geschlechter- und Berufsstereotypen in der Werbung analysiert.
4 Das Produkt Kinderschokolade aus dem Hause Ferrero: Das Kapitel bietet einen Einblick in die Markenphilosophie von Ferrero sowie die Historie und Zielgruppenstrategie von Kinderschokolade.
5 Analyse der Fernsehwerbung von Kinderschokolade in Hinblick auf das Stereotyp „heile Welt“: Der Hauptteil untersucht vier ausgewählte Werbespots (1986, 1996, 2006, 2015) systematisch hinsichtlich ihrer filmischen Inszenierung und inhaltlichen Botschaften.
6 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse der Analyse zusammen und reflektiert, wie das Stereotyp der „heilen Welt“ als konstantes, aber in der Intensität variierendes Element der Markenkommunikation fungiert.
Werbung, Kinderschokolade, Stereotyp, heile Welt, Fernsehwerbung, Beeinflussungsfunktion, Geschlechterrollen, Storytelling, Markenkommunikation, Sozialisation, Konsumentenverhalten, Identifikation, Ferrero, Rollenbilder, Werbeanalyse.
Die Arbeit analysiert die Darstellung des Stereotyps der „heilen Welt“ in der Fernsehwerbung unter Verwendung von Werbespots der Marke Kinderschokolade.
Die zentralen Themenfelder umfassen die Werbepsychologie, die Medientheorie, die Analyse sozialer Stereotype sowie die Markenstrategie von Ferrero.
Ziel ist es, den Wandel des „heile Welt“-Stereotyps in der Werbung von 1986 bis 2015 nachzuzeichnen und zu verstehen, wie dieses Konstrukt zur Beeinflussung der Konsumenten eingesetzt wird.
Es wird eine inhaltsanalytische Betrachtung durchgeführt, bei der vier Werbespots anhand der Kategorien Personen, Setting, Akustik und Produktpräsentation untersucht werden.
Der Hauptteil widmet sich der detaillierten Untersuchung der Werbespots aus den Jahren 1986, 1996, 2006 und 2015, um die filmische Umsetzung des Stereotyps konkret aufzuzeigen.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Werbeanalyse, Kinderschokolade, Stereotypisierung, Markenkommunikation und soziale Rollenbilder charakterisiert.
Während die Mutter 1986 noch eher als statische „Hausfrau“ auftrat, zeigen spätere Spots (z. B. 2006) ein moderneres Bild einer selbstständigen Frau, wenngleich das Ideal der traditionellen, liebevollen Mutter als Ankerpunkt erhalten bleibt.
Die „Extraportion Milch“ fungiert als zentrales Symbol für die vermeintliche Gesundheit und Natürlichkeit, die als Teil der „heilen Welt“ das Vertrauen der Eltern gewinnen und eine emotionale Brücke zum Produkt schlagen soll.
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