Examensarbeit, 2018
109 Seiten, Note: 13,0
1. Einleitung
2. Schönheit
2.1 Das Schöne – von Grund auf gut?
2.2 Über Geschmack lässt sich nicht streiten – oder doch?
2.3 Die Berechnung der Schönheitsformel
2.4 Schönheit bedeutet Macht
2.5 Die Schattenseite der Schönheit
3. Schönheitsideale
3.1 Schönheitsnormen im Wandel der Zeit
3.2 Die Hautfarbe im Wandel der Zeit
3.3 Der Kampf gegen die weibliche Behaarung
3.4 Die weiblichen Genitalien im Fokus der Gesellschaft
3.5 Schlank, schlanker – am schönsten
3.6 Männliche Schönheitsideale
3.7. Aktuelle Schönheitstrends
4. Der Einfluss der Massenmedien
4.1 Digital Natives – Von Geburt an digitalisiert
4.2. Wie wirken sich Massenmedien auf uns aus?
4.3 Manipulierte Scheinwelten…
4.3 …und ihre Folgen
5. Schönheitschirurgie – ganz schön hässlich?
5.1 Zur Schönheit gezwungen?
5.2 Faltenfrei und glücklich
5.3 Auf der Suche nach der perfekten Vulva
6. Hungern für die Schönheit
6.1 Arten von Essstörungen
6.2 Die Ursachen von Essstörungen
6.3 Wenn Schlankheit Diskriminierung erzeugt
7. Einordnung der Thematik in den Ethik-Unterricht
7.1 Warum das Thema „Schön und Hässlich“ im Ethikunterricht behandelt werden muss
7.2 Hessische Bildungsstandards und Kerncurricula
8. Unterrichtseinheit
8.1 Erste Doppelstunde
8.2 Zweite Doppelstunde
8.3 Dritte Doppelstunde
8.4 Vierte Doppelstunde
8.4 Geförderte Kompetenzen
8.5 Zusätzliche Anknüpfungspunkte
9. Fazit
10. Anhang
Die vorliegende Arbeit untersucht die Bedeutung von Schönheitsidealen im 21. Jahrhundert, deren Einfluss durch Massenmedien auf Jugendliche sowie die daraus resultierenden psychischen und physischen Folgen, um didaktische Ansätze für deren Thematisierung im Ethikunterricht zu entwickeln.
2.2 Über Geschmack lässt sich nicht streiten – oder doch?
Schon Dostojewski behauptete „Die Schönheit ist etwas Schreckliches und Erschreckendes… schrecklich, weil sie unbestimmt ist“ (vgl. Akashe-Böhme, 1992: S. 15) und er scheint Recht zu behalten. Auch Wolf betont in ihrem bekannten Werk „Der Mythos Schönheit“, es gebe kein allgemeingültiges Schönheitsideal (vgl. Wolf 1990: S. 14), der Aussage schließt sich auch Feß an und erläutert, Schönheit sei subjektiv und keineswegs universell:
Schönheit ist epochaltypisch und kulturabhängig. Sie ist eine hegemoniale Norm und wird massenmedial verbreitet, wodurch sie hohe Alltagsrelevanz erfährt. Sie kann durch verschiedene Schönheitshandlungen künstlich herbeigeführt oder natürlich begründet sein. Schönheit steht im Kontext subjektiver Darstellung der Person und sozialer Anerkennung und Interaktion. (Feß, 2016: S. 4).
Die Ansicht, dass Schönheit nicht spezifiziert und anhand bestimmter Kriterien festgehalten werden kann, vertritt auch Autor Liessmann und betont, dass Schönheit anhand subjektiver Vorlieben jedes Einzelnen wahrgenommen werde und somit alles als schön tituliert werden könne, was dem Individuum als solches erscheine (vgl. Liessmann, 2009: S. 30). Laut Wache sei die Wahrnehmung von Schönheit abhängig vom individuellen Geschmack und sich stets wandelnden und weiterentwickelnden sozio-kulturellen Wirkungen, die wiederum von Medien und Gesellschaft geprägt würden (vgl. Wache, 2018: S. 14). Die vorangegangenen Positionen könnte man also zusammenfassen mit dem Sprichwort „Schönheit liegt im Auge des Betrachters“. Vor allem Sozialwissenschaftler sind der Meinung, dass Schönheitsideale aus kulturellen und zeitlichen Faktoren resultieren, die nicht universell oder objektiv sein könnten, sondern stetigen Umbrüchen unterliegen würden (vgl. Zöbinger, 2003: S. 14).
1. Einleitung: Beleuchtung der zunehmenden Bedeutung des Faches Ethik angesichts gesellschaftlicher Heterogenität und des Erziehungsauftrags der Schule.
2. Schönheit: Definition von Schönheit, Differenzierung zwischen Attraktivität und Schönheit sowie Untersuchung der Machtverhältnisse durch Schönheitsstandards.
3. Schönheitsideale: Analyse des Wandels von Schönheitsidealen über verschiedene Kulturen und Epochen hinweg sowie Fokus auf aktuelle Trends.
4. Der Einfluss der Massenmedien: Untersuchung der medialen Prägung von Schönheitsbildern und deren Internalisierung durch Digital Natives.
5. Schönheitschirurgie – ganz schön hässlich?: Erörterung der zunehmenden Akzeptanz und der psychologischen Hintergründe von Schönheitsoperationen.
6. Hungern für die Schönheit: Darstellung von Essstörungen und dem Teufelskreis zwischen Schlankheitswahn, Diskriminierung und psychischer Belastung.
7. Einordnung der Thematik in den Ethik-Unterricht: Verankerung des Themas in den hessischen Bildungsstandards und didaktische Begründung.
8. Unterrichtseinheit: Konkreter Entwurf für eine Unterrichtseinheit für die 8. Klasse mit methodischen Vorschlägen.
9. Fazit: Zusammenfassende Reflexion über die Notwendigkeit, Schüler für Schönheitsideale zu sensibilisieren und zu einem kritischen Medienkonsum anzuregen.
Schönheitsideale, Ethikunterricht, Massenmedien, Lookismus, Körpernormen, Schönheitschirurgie, Essstörungen, Digital Natives, Identitätsentwicklung, Social Media, Selbstbild, Schlankheitswahn, Sozialisation, Körperkult, Diskriminierung.
Die Arbeit beleuchtet die Allgegenwärtigkeit von Schönheitsidealen in unserer Gesellschaft und untersucht, welchen Einfluss diese auf Jugendliche haben und wie diese Thematik im Ethikunterricht behandelt werden kann.
Zu den Schwerpunkten gehören der Wandel von Schönheitsnormen, der Einfluss der Massenmedien (insbesondere soziale Medien), die Auswirkungen von Lookismus, Schönheitschirurgie sowie die Entstehung von Essstörungen.
Das Ziel ist es, Lehrkräften aufzuzeigen, wie sie Sensibilität für dieses sensible Thema schaffen und die Medienkompetenz der Schüler fördern können, damit diese ein positives Selbstbild entwickeln.
Es handelt sich um eine theoretische Ausarbeitung, die auf der Analyse bestehender Fachliteratur, Studien aus Psychologie, Soziologie und Medienpädagogik sowie der Auswertung von Lehrplänen basiert.
Der Hauptteil analysiert die Definition von Schönheit, die Macht von Schönheitsidealen, die Rolle von Social Media (Influencer, Instagram), die gesundheitlichen und psychischen Gefahren durch Schönheitsoperationen und Essstörungen sowie die didaktische Einordnung.
Die Keywords spiegeln die Schnittmenge zwischen Soziologie, Ethik und Medienpädagogik wider, die für das Verständnis der Arbeit essenziell ist.
Die Arbeit untersucht, wie die Hemmschwelle für operative Eingriffe durch den gesellschaftlichen Druck gesunken ist und welche psychologischen Motive hinter dem Wunsch nach einer chirurgischen Optimierung stehen.
Sie sind durch die ständige Konfrontation in sozialen Medien einem hohen Anpassungsdruck ausgesetzt, was häufig zur Internalisierung unrealistischer Standards und einer Beeinträchtigung des Selbstwertgefühls führt.
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